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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-12-06 · Heft 49 (6.12.1846) · page 9

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 49 (6.12.1846)
Date
1846-12-06
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Literatur-Blatt zum Israeliten des 19. Jahrhunderts. Enthaltend: Abhandlungen, Anssätze, Recenfionen, literarische Aphorismen rc. rc. für die gesammte höhere Wissenschaft des Zudenthums, unv unter Mitwirkung von Geiger, Holdheim, S. Hirsch, Jost, Rießer, Herzfeld, Wechsler, Maier, Nebenstein, Stern, Dukes, Adler unv vieler anderer Gelehrten revigirt und herausgegeoen von vr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbinen in Eisenach. Nr. 4«) Sonntag den O. Deeeurber 184tO. I. Jabrgang. Eine neue Erklärung über den Spferritus des foge* nannten ni?nti,a"pj?i0 (hircus emissarius) und des Wortes von M. Dreifuß in Groß - Canischa. (Schluß.) Zn und nach dem Geiste der heiligen Schrift wäre das wohl zu erwarten. Allein nach der hier folgenden Erklärung ist allerdings eine solche symbolische Handlung vorhanden gewesen. Nach 3. B. M. 17, 7. 8. mußte der Hohepriester Ahron zwei Böcke nehmen, mit denselben loosen mit Hw n"b mit tnu und V. 9. 10. sagen von dem bestimmten NitllN und von dem ^litlpv bestimmten Mit nbth 'n '2sb 'N TSJP mamn Offenbar treten uns also in diesem Opferritus Zwei hervorragende in die Augen fallende Momente entgegen, in dem Verfahren mit dem n'8 bestimmten Bocke verläuft der ganze Ritus in seiner vollständigen Gewöhnlichkeit unv trägt, da das Opfer ein wesentliches Moment in dem mosaischen Cultus bildet, einen positiven Charakter an sich, während das Verfahren mit dem bestimmten Bocke mit welchem keine bei andern Opfern übliche Verfahrul'gsweiscn, wie z. B. das Schlachten, Blutsprengen u. s. w. vorgenommen wurde, welcher aus dem HMgthirme entfernt, ja sogar in eine von Menschen unbewohnte Gegend — mmon — geschafft wurde, auf eine Negation, auf etwas, das aus Israels Mitte, ja ans der Mitte der Menschheit überhaupt weggeschafft werden sollte, hinzudeuten scheint. Nach den oben angeführten Stellen aus Bä s Symbolik haben wir die Isis als Göttin der fruchtbaren Erve aufgefaßt gesehen. Das Wort ist und bedeutet nichts anderes, als bx~''yb — Isis Göttin — und wir haben hier am höchsten Feiertage Israels eine ganz mit dem Geiste der Schrift harmonirenve und aus demselben fließende symbolische Handlung, durch welche ausgedrückt und angeveutet wervensollte, daß der Zsisdienst, als Centralpunkt und Repräsentant des Götzendienstes überhaupt entfernt und weggeschafft werden müsse aus Israels Mttte. Weil aber die Isis in ihrer höchsten göttlichen Potenz als Göttin der fruchtbaren Erve angeschaut wurde, so mußte, um eben diese höchste Potenz in unv an ihr zu negiren, der ihr geweihte Bock in die Wüste .VOmn (B. 10) over in ein öves Land HTU pit (B. 21) geschafft werden. Nach dieser Erklärung wirv auch einleuchtend, warum der bestimmte Bock so lange Ahron der Hohepriester nicht daß Sündenbekenntniß (B. 21) — unter welchem gewiß die Abgötterei als Carvinalsunve gedacht wurde — über ihn ausgesprochen hatte, in gleicher Kategorie mit dem bestimmten stand, und sogar wie die M.fchna im Trakt. Zoma 62 a sagt, die beiden Opfer nc*pJl rünca gleich sein mußten, weil die Entfernung und Beseitigung. der Abgötterei, was durch den I7J/1? bestimmten Bock symbolisier würde, von gleichem religiösen Werthe war, als das was mit bestimmten vorgenommen wurde, wo der positive Ausdruck des Opfers zur Anschauung kam, das ein wesentliches Moment im mosaischen Religionsgebäuve bildet unv das bekanntlich bei keinem.Teste fehl.e. Der Mann aber, der den auszuschaffcnden Bock in ein öves Land, der Isis, der Mutter der Erde, so zu sagen, zum Trotze und zum Hohne zuzuführen hatte, wurde eben durch diese Handlung als in einer Verbindung mit der fremden unv zu verabscheuenden Gottheit gedacht und wurde eben darum für unrein gehalten, mußte sich baden und reinigen, (V. 26) unv diese Bestimmung läuft nach unserer Auffassung merkwürdigerweise ganz parallel mit I. B. M. 35 2, wo Zakob zu seinen Leuten sagt: nrmm Damm -o;n IVDn Entfernt die fremden Götter, welche unter euch sind und reinigt euch. — Nach dieser gegebenen E klärung eröffnet sich unauch das weitere Verstänvniß und der tiefere und innere Zusammenhang, der in den Worten (B. 31) □a’nitfSJ Hit on'JJfl

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