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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-10-04 · Heft 40 (4.10.1846) · page 9

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 40 (4.10.1846)
Date
1846-10-04
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Literatur-Blatt jttm Israeliten des 19. Jahrhunderts. Enthaltend: Abhandlungen, Aufsätze, Recensionen, literarische Aphorismen rc. rc. für die gcsammte höhere Wissenschaft des Zuvrnthums, und unter Mitwirkung von Geiger, Holdheim, S. Hirsch, Jost, Nießer Her"'eld Wechsler, Maier. Nebcnftein, Stern, Dukes, Adler und vieler anderer Gelehrten reoigirt und her..uc>gcgeocn vo» Or. M. Heß, Großherzogl. Weimarschem Land-Rabbincn in Eisenach. Nr. 4« Sonntag den 4. Lctober L84«. i. Jahrgang» Literarische Notiz. (Schluß.) Der ehrliche Maimonid. fand nicht die geringste Schwierigkeit darin, hält sogar jeden Zweifel an der göltlichen Zuläsngkeit solcher Auflösung für einen „Schimpf der Abtrünnigke 1" 1D^72t '21 NU'2 p2t7 a^K UW* nr DDDD ISpU Nur unsrem Berf. widerstrebt dieftr Gedanke, daß die Auf.ösbarkeit der E.de eine göttliche Tradition sei. Warum dieser Gedanke für ihn so viel Peinliches hat, daß ihm das Herz laut schlägt in der Brust. ISpJ Dt», und er sich doch den ATD p2ty nicht ringestehen mag? Das wissen alle Leser, die zwischen den Zeilen zu lesen verstehen und die Lage derjenigen nur bedauern können, welche zw ichen ihrer inner« Ucbcrzeugung und ihrem Kreis- oder Oberrabbinate hin und her zappeln und ans den ewigen Schwankungen nimmer zur Ruhe und Sicherheit gelangen können. Was denn die Auslösbarkeit der Eide für rin Ding fei. wenn sie keine göttliche Tradition ist, weiß unser Bcrf. selbst nickt. Es genügt ihm zur augrnblicktichen Beruhigung, daß sie nicht dasjenige ist, was ihn zum unheilbaren Bruch mit dem Talmud fuhren mußte, welcher Gedanke, ihn wie ein Schreckbild zu verfolgen scheint. „Sie ist keine göttliche Tradition" ist der einzige Nothschrei seines geängsteten Gewissens, den wir vernehmen, und Alle, die sie für göttliche Tradition aus» geben, begehen eine „sträfliche Oberflächlichkeit." Wir wollen denn sehen, ob w r mit unserer sträflichen Oberflächlichkeit so ganz allein stehen und ob wir nicht Männer auf unserer Seite haben, die wohl geeignet sind, der tiefen und gründlichen Gelehrsamkeit eines Rabbiners in einem Kreise, der durch seine heilsprudelnden Quellen eine Berühmtheit über Deutschlands Gauen hinanS er. langt hat, etwas zu imponircn. Unter dem AuSvrucke D’DDJ Dnm "Wao pm© „die. Lösung der Gelübde fliegt in der Lun" behaup. tel unser Vers., sei ke.ne göttliche Tradition zu verstehen, «eil man von ihr nicht sagen könne: sie fliege in der Luft. Diesen Grund hat uuscr V>'rs. gewiß aus der Lust gegrisscn» denn eine „mündliche Lehre" fliegt allerdings in der Lust, zum Gegensatz rer schriftlichen, die auf dem P pier oder sonst ähnlichem Material firirt ist. Der Vers, verspürt einen empfindlichen Luftzug bei dem Gedanken, daß eine göttliche Tradition in der Lust fliege; die Mischna jevoch ist viel natürlicher und findet in dem sehr bezrich. »enden Ausdruck nichts Anstößiges. Unser» Vers.. der an die Mischna mit deutscher Grünrl chkeit geht, hat der deulsche Sprach, gebrauch irre geführt und ihn „in der Luft Fliegendes" mit d m „aus der Lust Gegriffenen" verwechseln lassen. Aber was wird unser Vers, sagen, wenn rer sonst so gründliche unv zuverlässige Commentator Rasch i rein mir zu Liebe einer gleichen „sträflichen Oberflächlichkeit" sich schuldig machte? Denn zur Stelle erklärt er die gedachte Mischna mit den Worten: KDp2D BT’ *2D D>?0 ns byuff rrona D’srrf? didd p» tPx P2OP r.a by pan. Ist etwa HS °7>'D2? mm ein genügender lind hinlänglich verbürgter Ausdruck für eine göttliche Tradition? Der Ausdruck des Maimonid. rPDp *2D 'd n»CD 112b ID ist nach uiifmn Berf. nicht streng zu urgircn unv nur U’D2 .D2'2^ HD'm g lt ihm att die rechte Bezeichnung. Unser gelehrter Vers., der des Commentars Kaschi so leicht entbehren kann, wolle sich schon mir zu Gefallen bemühen, in dem Commentar des R. Mose den Nachman zum Pentateuch (Rum. 30. 2. ff.) die Worte nachzulesen: rUDI vpD2 ,ntw£ rcbn ann ^dx mira ensro arp on-u mm. — Unter dem von Maimonid. geb auchtrn Ausdruck ."1203 \icb U'DD, sagt unser Berf. ist kcinrsweges eine göttliche Tradition zu verstehen. Im pia6 J"2D 238 findet sich der gleiche Ausdruck noch verstärkt durch den Beisatz: DD '22 DD U'HlDD wh p xb* IU’DD ,DV2. Wenn dies nicht die ächte unv rechte Bezeichnung einer göttlichen Tradition ist. weiß ich wahrlich nicht, wie sie noch stärker zu bezeichnen fei. In der Borreve zum Jav Hachasaka

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