Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 31 (2.8.1846)
- Date
- 1846-08-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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244 tat werden; möge wenigstens der heilige Tag der Weihe und der Ruhe dadurch in seiner Wichtigkeit immer mehr erkannt und das Bcdnrfniß, ibn demgemäß zu feieru, immer lebendiger angeregt werden. Geschichte des Tages. Die dritte Rabbiner - Versammlung. (Breslau, 17. Juli.) —Am verflossenen Montag den 13. d. wurde im Gold sch midtschen Saale die dritte Nabbiner-Versammlung durch den Rabbiner De.-Geiger als Präses des Ausschusses eröffnet. Es hatten fich hiezu außer den DD. Geiger utib A. Levy radier eingesunden: -1) Herr Prediger A. Adler in Worms; 2) „ Rabbiner S. Avler in Alzey; 3) , „ Prediger Auerbach in Frankfurt a. M; 4) „ . Ben Israel in Cvblenz; 5.» „ Oberrubblner Cahn in Trier; 6) „ Landrabbiner Einhorn in Birkenfeld; 7) „ Oberrabbiuer Formstccher in Offenbach; 8) Rabbiner Güldenftein in Buchau; 9) „ Prediger Goldstern in Waren (Meckelnb.- 10) „ Rabbincr Gosen in Marburg; 10 „ Landrabbiner Herzfeld in Braunschweig; 12) » Herrheimer in Bcrnburg; 13) „ „ Holdheim in Dchweriu; 14) „ Rabbiner Levi in Münstcrberg; 15) „ „ Philippson in Magdeburg; 16) ,, „ Pick in Teplitz; 17) „ Prediger Salomon in Hamburg; 18) Rabbiner Stein in Frankfurt a. M.; 19) „ „ ' Sobernhkim in Dingen; 20) „ „ Wagner in Mannheim; 21) „ Landcsrabbincr Wechsler in Oldenburg; im Ganzen also 23 Mitglieder, üMwelchen im Laufe der Woche -noch der Rabbiner Löwengart aus^tthren in Würtemberg hiuzugckommen. Nach der Wahl der Beamten, bei welcher Geiger (mit 18 Stimmen) zum Präsidenten, Stein zum Viceprässventen, Auerbach und A. Adler zu Sekretären und M. Levy und Herzftlv zu dereu Stellvertretern gewählt wurden, verlas Philippson, als Mitglied des Ausschusses einen Bericht über die eingegangenen Anträge, woran sich die Muthrilrwg c nes Schreibens der Berliner Reformgenoffenschaft, sowie des Dr. me<t. Arnold in Dessau knüpfte, welcher letzterer vorstcllte, daß trotz der bei der Operation beobachteten größten Sorgfalt das eine seiner beiden Kinder in Folge des Blutverlustes bei der Beschneidnng eine schwächliche Constitution und eine blasse Gesichtsfarbe davon getragen, während das andere in Folge jener Operation gestorben sei. Beide Zuschriften wurden einer Commisston überreicht und eine solche auch zur Abfassung einer Ansprache an die Gemeinden ernannt. Die Sitzung am 14. d. M. wurde mit der Debatte über,die Sabbathfrage eröffnet. Wechsler "will, daß wir'den Zweck der Saabathsfeier nach unseren for/g^schnttenen Begriffen auffaffen und durch angemessene Mittel zu erreichen strebeni S. Adler will den traditionellen Begriff, nach welchem nur ein Unterschied zwischen schwerer und leichter Arbeit sei, festgehalten haben. Einhorn glaubt hingegen, der israelitische Sabbath sei nur ein Symbol für die Heiligkeit des Volks, den Schöpfungsakt re. und der Jude erfülle demnach ganz die Jbee des Sabbaths, wenn er so thätig sei, wie der Staat und die fortgeschrittene Bildung es erheischen. In geistreicher Weise faßte 'auch Holdheim die Sabbathsidee sym. bölisch auf und hob besonders hervor, wie diese an keinen bestimm-' ten Tag geknüpft sein könne, vielmehr die Ausgleichung zwischen Lehre und Leben vollkommen nur durch Verlegung der Sabbathsfeier aus den allgemeinen bürgerlichen Ruhetag bewirkt werden könne. In diesem Sinne setzt A. Adler die Debatte fort, mnd Heß macht darauf aufmerksam, wie durch den Talmnd jene Feier erschwert und verknöchert worden fei, und wie düs Wenigste, was geschehen könne, ras sei, was der Commissionsbericht im Geiste der Bibel vorgeschlagen. Stein spricht die Hoffnung aus, daß durch'Herstellung der rechten Sabbathweihe mittelst erhebenvkn öffentlichen und häuslichen Gottesdienstes auch die Sabbathsrn he, bei der er übrigens auch nicht talmndische Erschwerungen anerkenne, wieder hergestellt werde. Salomon dringt auf eine wesentliche Reform, da sich die Ansprüche res Lebens nicht mehr zu» r ückweiscn lassen und die übrigen ausgetretenen Redner schließen sich mehr oder minder den gedachten Ansichten an. — Die verschiedenen Anträge sind heute noch nicht ganz zur Abstimmung gekommen und behalte ich mir weitere Mitthnlung hierüber vor. Freimaurerthum. / (Frankfurt a. M., im Juli.)—Als unser Bericht vom Mai dieses Jahres (No.22) beiläufig: des wohlthätigekz Ehr-, flußos d es Freimaurer - Ordens , stuf Unsre, insbesondre deutschen .