Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 29 (19.7.1846)
- Date
- 1846-07-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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m «den; überdies haben wir nicht gefunden, daß die Theilnchmcr an den Versammlungen hinter idren Gemeinden zurück geblieben wä» ren, weshalb man blos an rie Draumchweiger Gemeinde zu erinnern braucht. Wer aber selbst die Rabbiner - Versammlungen mit dem siechenden Juvcnt'.'ume nicht als Heilmittel in Verbindung zu setzen vermag, muß sie als Krankheils - Symptome beachten, wie es uns selbst mit der projrctirten Theologen. Versammlung ergeht. AuS dem im „Orient" mitgctheilten süß saurem Antwortschreiben des Hrn. Rabbiners Bovenheimer zu Crcfeld an seine etwas widerspenstige Hcerve zu Achen erfuhren wir, daß er diese Versammlung mit veranlaßt hat. Wir erinnerten uns aber des Mannes noch recht gut von der Draunschweiger Versammlung her. aus welcher er, freilich mit weniger Ostentation unv mit mehr Anstand als der sächsisch, historisch-positive Oberrabbiner, Herr Frankel, auS der hiesigen, flüchtete, und die Erklärung zu Protokoll zurücklicß: „daß cs ihn sehr betrübt, von einer Seite hören zu müssen, daß man dem Talmud keine Autorität gebe, und von einer andern Seite, daß hinsichtlich des Schophar und Lulav Abänderungen stattfinden sollten und könnten. Hinsichtlich des Schopdar und Lulav dürfe keine Abänderung stattfinden, und auch hinsichtlich des Talmuvs und der p3"n ’JH sei streng auf den Ausspruch des Maimonivcs in Hilchoth Mamrim, c. II. zu halten" *); danach wußten wir, was von ihm zu halten ist. Auch Hr. Darschan Fasse! aus Mähren will, wie wir uns erinnern irgendwo gelesen zu haben, Mitveranlasser dieser Versammlung gewesen sein. Fliegenschnauz' und Mückennas' Mit ihren Anverwandten, Frosch im Laub' und Grill' im Grass Das sind die Musikanten! Wer die Judcnhcit gesunden sehen möchte, wer den Verlauf ihrer Krankheit mit Aufmerksamkeit und Interesse verfolgt, selbst Beiträge zu der letzten Geschichte liefern will, darf keines deren Kennzeichen unbeachtet lassen. Die Theilnchmcr an derNabbiner- Versai^mlung bekunden eine Entschiedenheit und eine Selbstverläugnung, den Manifestationen des Hasses einer- und der Gleichgültigkeit anderseits gcgei.über, die wir nur selten antreffen, und um so mehr zu schätzen wissen; ob wir ein Gleiches von den Theilnehmern an der noch hypothetischen Theologen - Versammlung späterhin werden sagen können? muß die Folge lehren. *) Protokolle der ersten Rabbiner.Versammlung, Seite 63. Literarische Anzeigen. Im Berlage von L. Weyl & Comp, in Berlin ist so eben erschienen und in allen Buchunv Kunsthandlungen, in Frank, furt a. M. bei C. Zügel, zu haben: Sir Moses Monteftore vor Mehemed Ali und Nieolaus L., nach der Natur gezeichnet von Ed. Krüger, Preis / 1. 21 a/t. Sir Moses Monteftore in der Synagoge zu Berlin, nach der Natur gezeichnet von Ed. Krüger, Preis 36 an. Zn meinem Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Fünf Sendschreiben der großen Mehrzahl der Mitglieder der Breslauer Israeliten - Gemeinde an Herrn Rabbiner D r. Geiger und an Sich s e l b ft. tzr. 8. Preis geheftet 5 Sgr. Diese Sendschreiben, welche die Stellung eines bekannten jüdischen Theologen zum positiven Zudenthum einer scharfen Kritik unterwerfen, dürften auch in weiteren Kreisen dasselbe Interesse erregen, das sie bei ihrem Erscheinen in der Nähe des Beurthcilten erregt haben. Breslau im Juni 1846. Fr. Aderholz. Im Verlage der Schulz'schcn Buchhandlung in Oldenburg ist so eben erschienen und kann durch alle Buchhandlungen bezogen werden: Jude »»lieber August Jaußen. 136 S. in 8. In Umschlag geh. — 16 ggr. Zm Verlage von /. Schuster in Hersfeld und Homberg ist erschienen: Predigten, Conftrmations-, Trau- und Schuleinführungs-Neden, von Dr. M. Heß, Großherzogl. Weimarschen Land-Nabbinen. Zweite Sammlung, drosch. 25 Sgr. oder fl. 2. 30 kr. Verlag der I. C. Hermann'schen Buchhandlung in Frankfurt a. M. - Druck von Fried. Krähe in Offenbach.