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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-07-05 · Heft 27 (5.7.1846) · page 4

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 27 (5.7.1846)
Date
1846-07-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SIS kämpfen, sie überwanden sowohl den Buchstabcnglauben, als den Materialismus der Sadducäer. Maimonid e s wurde bitter angcfeindet, sein lichtvolles Buch: „Der Führer der Irrenden," von Verirrten den Flammen übergeben, leuchtete Tausenden aus dem Pfade reinerer Gottescrkenntniß vor. Mendelssohn selbst, der sanfte, wurde verketzert, in ihm verehren wir und Hunderttausende mit uns den Urheber des Lichtes im fetzigen Israel. So mögen denn aurv wir, nach solchen Vorkämpfern, des Kampfes uns freuen, um aiut) mit unfern schwachen Kräften die Entwickelung des Judenthums fördern zu Helsen. Und wirkt die Anregung, welche die Rabdinrrversammlung gibt, aufregend, jo wirkt doch auch die Aufregung, welche verursacht wird anregend, und zwar nicht blos aus unsere Fortschrirrsmänner, daß sie sich etwas mehr um die Religion, sondern auch auf unsere Stlllftar.dsmanner, daß sie sich etwas mehr um die Zeit bekümmern. Ja, und hätte die Rabbinerversammlung nur das vermittelt, daß die alte Partei sammt ihren Führern, bisher allen Reformen , auch den gemäßigten, feindselig gegenüber stehend, einem Manne sich anschloß, welcher, wenn auch sehr gemäßigt, doch immer der Reform das Wort redet, sie hätte genug gewirkt. Denn durch diesen Schritt, durch welchen jene Partei sich von uns zu entfernen gedachte, hat sie in'der Thal sich uns angenährt. Der Verfasser weist nun auf die Beschlüsse der zweiten Rabbinerversammlung, auf welche der Freund der Wahrheit und der Religion nur mit Befriedigung blicken kann, hin, und schließt mit den Worten: „Auf diese Weise hat die zweite Rabbinerversammlung nach innen und nach außen eine heilsame Wirksamkeit ausgegeübt; wir sehen der dritten, von ihr dasselbe gcwärtigend, mit froher Hoffnung entgegen. In einer der größten Gemeinden unseres Vaterlandes, an der Schwelle Polens, von woher in vergangenen Jahrhunderten viel Finstrrniß über die deutschen Gemeinden gekommen ist, wird sie am Werke des Lichts und der Erhebung des Judentums unter dem Beistände des Allmächtigen fortarbciten. Bedeutendes liegt ihr vor; sie wird, dies hoffen wir zu Gott, mit Kraft und mir frommer Gesinnung ihre Arbeiten erledigen An Euch aber, tbeure Brüder aus Israel, richten wir Bitte und Aufforderung, durch lebendige Tbcilnahme und vorzüglich dadurch, daß Ihr für die Beschlüsse der Rabbiner- Versammlung einen Boden im Leben zu schaffen suchet, das begonnene Werk fördern zu helfen/' Möchte — so wünschen wir — jene Erwartung und dieser Wunsch zur glorreichen Wirklichkeit werden, und die dritte Rabbiner-Versammlung durch sich selbst die Anklagen ihrer Gegner widerlegen! Geschichte des Tages. Nabbi Wolf Hamburger und sein Schweif. (Aus dem Fürste nt hum Birkenfelv.) — Mit wahrem Befremden haben die hienandischen Glaubensgenossen durch die Z. d. Judenth. erfahren, wie Hr. Hamburger in Fürth auch gegen unfern würdigen Hrn. Rabbinen Dr. Einhorn eine Brandrakete geschleudert und seine gewöhnlichen, schon seit einer Reihe von Jahren in Anwendung gebrachten Mittel, als da sind Ebrenkränkungen, Poschimvertilgung rc. auch gegen unfern Geistlichen ver. suchte und Dinge von ihm behauptete, über die man hier lachen müßte, wenn auch dies Lachen bald der innigsten Verachtung über solch unheilvolles Treiben eines am Rande des Grabes stehenden Mannes weichen müßte. Herr Hamburger, wie bekannt früher in Fürth, ZN seiner Blüthczeit geehrt, geachtet, ja von Schülern und Gemeinden säst als heilig, als ein Licht Zsraels gehalten, nunmehr aber inmitten seiner Gemeinde eine Null, ein abgelegtes Möbel. ein unbrauchbarer alter Kalender, kriecht nur noch hie und da aus dem Schlupfwinkel heraus, um Gift und Galle gegen alle Freunde des Fortschritts, die er als seine Feinde betrachtet, auszuspucken und List und Trug zur Unterdrückung der Nlforniationskinder da wirksam zu machen, wo man ihn nur dem Namen nach und also noch mit dem Nimbus ver Heiligkeit umgeben, kennt; in Fürth und dessen Umgegend gelingt ihin solches nicht mehr, da eine nähere Anschauung ihn in ein anderes Licht gestellt. Mehr als ein Dogen könnte mit der Angabe der Umtriebe gefüllt werden, die derselbe Herr gegen den dem Fortschritt huldigenden Rabbiner in Baiern angewendet, wenn ich dieses nicht unterlassen müßte, um die Leser mit den unheilvollen Schritten und Handlungen eines Talmud-Heros nicht zu ermüden. Da Hr. Hamburger von unserem Rabbinen, der die Jahre seiner Kindheit und seiner Fugend unter dessen Augen verlebt, nach zu. rückgelegtcn Universitätsstudien seine Tage bis zur Annahme des hiesigen Rabbinats, also fast seine ganze Lebenszeit gleichfalls in Fürth zugebracht, mithin seine ganze Thatigkcit vor Hrn. Hamburger entwickelte, auch nicht ein Iota Ehrenrühriges vvrzubringrn

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