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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1848-02-13 · Heft 7 (13.2.1848) · page 3

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
9 (1848)
Issue
Heft 7 (13.2.1848)
Date
1848-02-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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51 haft.t sind, befreit zu werden brauchen, um auch in der Gegenwart wieder ihre Kraft zu bewähren. Soll unscre Jugend, blos weil sie die Sprache nicht erlernt, in Lenen solche aufbcwahrt sind, oder etwa um jener entstellenden Ausartungen willen, welche durch eine freie Kritik, unbeschadet des Kernes, beseitigt werden können, dieselben nicht in sich aufnchmcn? Warum soll überhaupt das Zudenthnm in seinen Bekenntnißschriften nicht alles das umfassen, was sich als wahrer 'Ausdruck und echtes Gepräge seines Geistes bewährt? Darum schien es uns von höchster Wichtigkeit, einerseits zwar, was die biblische Grundlage betrifft, vorläufig von allen denjenigen Bestandtheilen derselben, welche ans den angcdeutctcn Gründen einem später» Nachstndium Vorbehalten bleiben mögen, abzusehen, dagegen aber andrerseits den nach biblischen Anbau, soweit in demselben der Geist der Religion sich ansprägr und seine Aeussernugen ein gewisses Ansehen und eine allgemeine Geltung gewonnen haben, mit in den Bereich der Jugend-Belehrung herein zu ziehen. Hierzu rechnen wir, außer den unmittelbaren Lehren und Grundsätzen, noch manche ältere Eommeiuirimgen wichtiger Stellen der h. Schriften, eine bestimmtere Darstellung der Entwickelungsmomente des Inderrthrrms, eine Kenntmß hervorragender Persönlichkeiten und Erläuterung alles dessen, was zum Verstand ui ß sowohl der Lehre als auch der religiösen Iustünlionen dient. Wir haben uns vereinigt, ein Werk zu gründen, welches diesen Erforderuissen entsprechen soll, und bcgeu die Zuversicht, das: wir dadurch nicht nur der Schule cm umfassendes Buch als bleibende Rcligionsgnelle geben, auf welches sowohl der mündliche Unterricht als auch die Lehrbücher und Katechismen sich beziehen können, sondern auch den Familien, welche im häuslichen Kreise gern den Lehrsätzen der Religion einige Stunden festtägiger Erbauung zuwcndcn, ein Mittel darbicten, ihren Geist zu nähren und Betrachtungen anznstcllcu, welche der Stimmung Zusagen. Dem Indenthnmc selbst soll das Werk Achtung und Anerkennung verschaffen, und der Bibelkunde soll cs als Vorschule diene». Dasselbe soll den Titel führen: meine mbcl für Israeliten und im Allgemeinen Folgendes enthalten: 1. Tie 21 Bücher der h. Schriften im Auszuge; neue, dem Zweck entsprechende Ucberschung, mit einzelnen eingestreute» Erläuterungen, Parallelen und kurzen Rachweisnttgen. Es versteht sich, daß hier alles nur als biblischer Lehrstoff erscheint und dem Lehrer auf keinerlei Weise vorgegriffen wird. 2. Sammlung nach biblisch er Srücke ans Religionsschriftcn des Iudenthums, den Apokryphen, der agadischcn Literatur u. s. w. bestehend in Sentenzen, wichtigen dogmatischen und ethischen Lehren, Parabeln, Sagen; — alles in angemessener Auswahl und gedrängter Kürze. 2. Uc b erficht der Geschichte der Israeliten, insbesondere mit Rücksicht auf die Entwickelung der Religionserkenntniß und auf die rel. Literatur; damit wird verbunden sein, außer chronologischen Tabellen, 1. ein Abriß der biblischen Geographie, wie auch Uebcrsicht der später» Wohnorte der jüd. Gemeinden; und statistische Notizen. .i. Abriß der Bibelknnde; kurze Charakteristik der einzelnen Bücher, Begriff von der Massora; Rachweisnng der altern Uebersetznn.zen und der zu Ansehen gelangten Eomnrentare und später» ttebersetzungen. 6. Erläuterung gottesdienstlicher Institutionen,— auch des K alenderwesens und daran sich knüpfender Einrichtungen. 7. Systematisches Register der Belegstellen zu den Religions- und Sittenlehren. 8. Tabellen zur Auffindung des Einzelnen. Wir geben hier, wie jeder sieht, nur den Umriß dcS Werkes, welches eine möglichst reichhaltige Sammlung aller der Materien bilden soll, die zur jüdischen Religionskunde gehören. Obgleich wir das Ganze bald abznschließen gedenken, so lag uns doch am Herzen, nnsern geehrten Herren Amtsbrüder», so wie den Herren Rab'oinen und allen denkenden israelitisch,en Hausvätern, welche einem so wichtigen Gegenstände ihre Anfmcrksamkeit nicht versagen werden, im Voraus davon Mrtthcilnng zu machen. Zwei Gründe leiten uns hiebei insbesondere: Erstlich möchten wir, wofern etwa noch bestimmte Wünsche obwalten, denen wir entgegen kommen können, alle Freunde dieses Werkes gebeten haben, uns solche^

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