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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1847-01-17 · Heft 3 (17.1.1847) · page 2

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
8 (1847)
Issue
Heft 3 (17.1.1847)
Date
1847-01-17
Page
– (sequence 2)
Language
German
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IS um eine beabsichtigte Produktion zu sein. Wie das imo, so stellt die Mischnah auch das rosa nackt bin, „ohne an letzteres die Bedingung einer beabsichtigten Produktion zu knüpfen." Und doch knüpft sie eine solche Bedingung daran! Die angeführte Miscknah 2, 5 wird doch Hr. Adler hoffentlich als eine ächte Tradition gelten lasten. Oder meint Hr. A., auch hier sei es nicht die beabsichtigte Produktion, sondern die Anstrengung, die das Verbot bedinge? Nun, so möge Hr. A. erklären, daß man Feuer und Licht, wo cs ohne Anstrengung geschehen kann, nach der ächten, wahrhaften und unverfälschten Tradition auslöschen darf. Am Sabbath wollen wir ihm jedoch diese Erklärung erlassen, sie wird ihm, um sie hervorzubringen, viel Anstrengung kosten. Eine fernere Frage möge Hr. A. uns beantworten: wofür hält er die zwei Kategorien in der gedachten Mischnah: -pncm -Hsnpn einen Knoten binden oder lösen? Welches ist hier das Moment der Produktion, das Binden oder das Lösen? Eines kann cs nur sein, und von den zwei genannten Thätigkeitcn muß eine nichtproduzircnde sein: Und doch sind beide verboten! Wie ist dicß zu erklären? Hr. A. muß antworten: es ist verboten, weil es eine anstrengende Tbätigkeit ist. Aber ist denn in der That das Binden oder Lösen eines Knotens eine so anstrengende Arbeit, ein rox'ra rnay, die, weil sie die Sabbathheilignng stört, verboten sein sollte? Und doch muß Hr. A. nolens volens dies behaupten, oder mit sehr vielen Anslegern des Talmuds zu der Ansicht sich bequemen, das Moment der Prodnktiou sei das Binden und daß zu dem das °>wpv hinzugedacht werden müsse, ähnlich wie nmo nü:6 a"y. S. Ascher b. I. und 12"' 'Din znr St. Hr. S. A. bat, als er seine Theorie erfunden, sicherlich über die Sabbaththcorie des Talmuds, wie sie in Mischnah und Gemara ausgeprägt sich findet, die Augen zugedrückt, sonst könnte er cs nicht so leicht übersehen haben, wie in dieser bei der am Sabbath verbotenen Arbeit Alles, wie der K.-B. es richtig angegeben, auf beabsichtigte Zwecke und Resultate .rox’pa rotSTiS ankomme. Eine Thätigkeit, wie: thierrsches Leben zerstören, Bicheschlachtcn, mag sie an sich noch so wenig Produktion, ja ihr Gegcntheil sein, wie das auch von der Gemara Chulin ro Eintet *in*D «in t>pPpa zugegeben wird, ist doch am Sabbath verboten, weil die Absicht, das Fleisch dadurch zum menschlichen Genuß fähig zu machen, erreicht wird. Sb auf dem Standpunkt der Mischnah IIEM rfc'BJ an sich, wie dies in der Gemara sicherlich der Fall ist, verboten sei, mochte nicht mit Bestimmtheit zu behaupten sein, da mrara bpbpa zu den streitigen Halachoih gehört. Aber Hr. A. hätte doch bedenken sollen, 4aß in der Mischnah tEM-! so allgemein als verbotene Arbeit hingestellt wird, ohne die Bedingung einer beabsichtigten Produktion daran zu knüpfen; und doch muß sich die Mischnah diese Bedingung gemacht haben! Oder sollte etwa auch hier wie bei “iniD die anstrengende Arbeit der Grund des Verbots sein? Es ist ia das Schlachten an Festtagen als und weil es keine mo>> ist, erlaubt. Wenn es also am Sabbath verboten ist, so muß es eine Produktion sein. Au sich ist aber die Lebenszerstörung so wenig als das Ricderreißen eines Hauses eine Produktion und nur wegen der beabsichtigten aus der Zerstörung sich ansbaucndcn und rcsnltirenden Produktion ist und kann es verboten sein, obgleich die Mischnah dies nicht ausdrücklich sagt, vielmehr dem gesunden Verständniß mit Recht überläßt R. Pesachim 78 a, Chulin 8. Tosepkot das. Anf.^ma.— Daß die nuna nxsirr in dem traditionellen Prinzip der produzirenden Arbeit eine bedeutende Lücke macht, ist bereits von Einhorn bemerkt worden Haben wir nun die tiefere Grundlage in dem System des Hrn. A. wankend und falsch befunden, so wird sich das von ihm darauf errichtete Gebaute unmöglich halten können. Wir wollen jedoch ehe wir die einzelnen Zimmer in diesem Neubau nu't kritischem Allge besichtigen, ein wenig bei dem Fundament verweilen. Der Unterschied hinsichtlich des Arbeitsverbots zwischen Sabbath und Festtagen stehr nach Hrn. A. auf dem Standpunkte der ächten Tradition darin fest, daß bei letzter», wo die Weibe, die religiöse Erhebung zu Gott Zweck und Ziel, die Ruhe aber blos nntergeordnctes Mittel zur Erreichung dieses Zieles ist, blos eine mny rONbö eine Thätigkeit, welche entweder durch ihre gewerbliche Natur oder Kraftanstrcngnng die Weihe stört, verboten ist, was aber keine moy rasda ist, stört die Weihe nicht, kann erlaubt sein. Der Sabbath soll aber die Schöpfung symbolisiren, darum ist mir dem ro&6a ^3 jede Thätigkeit, welche etwas schafft und produzirt, auch wenn sie nicht gewerblicher oder anstrengender Natur

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