Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 7 (1846)
- Issue
- Heft 15 (12.4.1846)
- Date
- 1846-04-12
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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117 abgebe, wie in der Schrift, und daß er alsdann die Erlaubniß zur Vermählung geben würbe. Demgemäß erschienen sie Montag den 24., und Johanna Engel wurde von einem der Dajanim gefragt, ob sie dieselbe Erklärung, wie am vorigen Tage jetzt wiederholen wolle; und als sie dies bejaht hatte, las Dr. Adler die Schritt vor und verordnctc, daß man die Erlaubniß zur Vermählung ertbeilen solle. Wie am Sonntag wurde auch an diesem Tage die Bemerkung gemacht, daß sie fortan ein gutes, jüdisches Frauenzimmer sein müsse. Johanna Engel. Nr. 3. vr. Adler an Hrn. Goldsmid. 21. December 5506. Wender Herr! Ihren Brief vom 17. d. M nebst der beigcfügten Urkunde habe ich erhalten, und ich werde mich verpflichtet fühlen, wenn Sie mich mit einer persönlichen Rücksprache über den Gegenstand beehren wollen. Mit Ausnahme des nächsten Sonnrags werde ich suchen zn Ihren Diensten zn stcben, jede Zeit, die Sie bestimmen wollen. Ich habe die Ehre zu sein, werrhcr Herr, Ihr ergebenster R. Adler, vr., Oberrabbiner. Nr. 4. Hr. Goldsmid an rev. vr. Adler 21. December 1845. Hochwürdigster Herr! Ihren Brief vom 19. d. M. habe ich erhalten mit dem Vorschläge einer persönlichen Rücksprache über den Gegenstand, den ich Ihnen neulich mittheilte in Betreff der West-London-Synagogc britischer Juden. Gern komme ich diesem Anträge entgegen. Indem aber der meinem Briefe beigefügte Bericht dem Collegium der Gründer jener Synagoge schriftlich vorgelegt wurde und cs nicht bestimmt sein dürfte, ob eine blos mündliche Benachrichtigung, mit der Sie mich begünstigen wollen und deren Mittheilung an meine Herren College« unvermeidliche Mißverständnisse erzeugen möchte, gänzlich befriedigend sein werde: so erlauben Sie mir die Erklärung, daß, wenn wir unglücklicherweise nicht übereinstimmen sollten in dem einznschlagenden Wege, die mich ehrende Rücksprache mit Ihnen keinen Einfluß haben soll auf den Umfang des Verfahrens, das die West-London-Synagoge für rathsam finden wird. Ich bin bereit. Ihnen morgen (Montag) meine Aufwartung zu machen zu jeder Zeit zwischen ein Viertel auf fünf bis fünf Uhr, die Sie gefälligst bestimmen mögen, wenn Ihnen diese Stunde bequem ist. Ich bedauere. Ihnen keine größere Wahl der Stunden darbieten oder längere Zeit Ihnen auswarten zu können; denn durch Zufall kam Ihr Brief mir erst spät zu Händen, und ich bin in Begriff übermorgen die Stadt auf einige Tage zu verlassen. Ich habe die Ebre zu sein, Ew. Hochwürden getreuer Francis H. Goldsmid, zweiter Vorsteher :c. Nr. 5 Rev. vr. Adler an Hrn. Goldsmid. 21. December 56«»6. vr. Adler empfiehlt sich Hrn. Francis Goldsmid und wird sich freuen, ibn morgen Nachmittag ein Viertel auf fünf Uhr zu sprechen. In Folge des vorstehenden Briefes fand eine Unterredung Statt zwischen rev. vr. Adler und Hrn. Goldsmid; und als diese keinen befriedigenden Erfolg hatte, richtete Hr. Goldsmid folgenden Brus an vr. Adler: Nr. 6. 23. December 1845. Hochwürdigster Herr! Da unsere gestrige Zusammenkunft zu keinem befriedigenden Ergcbmß geführt hat, so stimmen die Freunde, mit denen ich mich zu beratben Gelegenheit batte, mit mir in der Meinung überein, daß, um alle mögliche Mißverständnisse zu vermeiden, cs für sie nicht rathsam sei, in den etwaigen öffentlichen Schritten, welche die West-London-Synagoge für ihre Vertheidigung angemessen finden möchte, abzuhangen von der Art, wie ich unsere Rücksprache aufgefaßt habe, wiewobl Sie mich berechtigten, deren Inhalt meinen Amtsgenoffen mitzutheilen. Ich bin daher genötkigt. Sie hochachtungsvoll zu bitten, meine Mmheilungen vom 17. d. M. schriftlich beantworten zu wolle». Ich habe die Ehre zu verharren, Ew. Hochwürden gehorsamster Diener. Francis H. Goldsmid, zweiter Vorsteher rc.