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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1845-07-06 · Heft 27 (6.7.1845) · page 14

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 27 (6.7.1845)
Date
1845-07-06
Page
– (sequence 14)
Language
German
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18 armen Punctatoren einen solchen Fallstrick legte, warum nicht einfach: des Sohnes der Königin von Maffa N5W3 rota p? Was hier als Härte erscheinen könnte, führt gerade wieder, wie oben der fehlende und überflüssige Artikel, zur Entdeckung eines ganzen Stücks Geschichte. „Vermuthlich, sagt H., war sic ein durch hervorragende Eigenschaften, vielleicht auch von Geburt ausgezeichnetes Weib, das ... die Lenkung des Volkes in die Hand nahm und eines solchen Ansehns genoß, daß sie die Regierung an einen ihrer Söhne vererben konnte. Die VV. C. 31, 2—9 sind Ermahnungen an den noch jugendlichen König, mit welchen sic ihm ^as Scepter in die Hand giebt ... Sie selbst, die Mutter Lemuels, war nicht Königin, indem die „Hebräer" überhaupt kein weibliches Kvnigthum kennen; daher wird sie C. 3V, 1 auch nicht Königin genannt, sondern eine Wendung leliebt, welche, wofern NtPD Vobü p der eigentliche Ausdruck war, hart und gesucht erscheinen mußte." Ist hier nicht ein offenbarer Widerspruch? sie vererbt die Regierung ihrem Sohne und war doch nicht Königin? Sie war wohl blos Regcntin und verwaltete wohl blos während der Minderjährigkeit ihres Sohnes die Regierung? Wenn aber ihr Mann, der sie aber als Wittwe zurückgelassen, früher gleichfalls König war, so war sie doch wohl auch Königin und konnte auch so genannt werden, wenn sie auch nie die Zügel der Regierung ergriffen hätte; schwang sie sich aber selbst empor, wie H. anzunehmen scheint, und lenkte eine Zeit lang, ohne aus königlichem Stamme zu fein, die Regierung, mußte sie dann nicht um so mehr Königin genannt werden, da sie es auch der That m-ch war, mochte sie auch die Regierung ihrem Sohne bald abgetreten haben? Und wozu ist hier der Hebräer so haarscharf in der Bezeichnung, wo eS sich gar nicht um Geschichte, sondern um die Einleitung zu den Sprüchen eines Mannes handelt? Freilich damit einst der Kritiker, welcher das Königreich Maffa durch neue Wortabthciluog und Punctation entdeckt, auch zugleich dessen Historiograph werden könnet Wo ist cß aber ferner ausgesprochen, daß das salische Gesetz so streng bei den Hebräern herrschte? Im Gegentheile finden wir (2 K. 11, 3. 2. Ehr. 22, 12) daß Athaliah sieben Jahre lang Königin in Iuva war: pi<n by robü — Wir haben es nun auch gehört, daß das Königreich Mafia ein hebräisches und israelitisches war, und nach einigen Conjckturen zu den in Rede stehenden Stellen wie gelegentlich zu noch andern werden wir genauer mit demselben bekannt gemacht; doch sehen wir erst rasch die Conjeckurcn an. Hat der Name Jakeh, der nach uuserm Texte Vater des Agur war, in den Augen H's keine Gnade gefunden, so mißfallen ihm Jthicl und Ukhal, an die er feine Sprüche richtet, nicht minder, und sein Mißfallen weiß sich auch zu begründen. Zuerst ist ihm die Wiederholung deS Ithiel in dem Verse nicht gerechtfertigt; allein in dem hebr. Parallel lismus der Glieder ist dies durchaus nicht ungewöhnlich. Dieses Einwand, meint H., würde wegfallen, wenn man Ewald's Erklärung annimmt, daß zusammen nur einen Namen ausmachen und als Appellativum bedeuten: „Mit mir Gott und ich bin stark"; ich muß zwar bekennen, daß ich in dieser Auffassung die Wiederholung des Jthiel nicht mehr gerechtfertigt sehe, als nach der andern, allein H. beruhigt sich dabei und findet nur daran auszusetzcn, daß „wenn die Punktatoren geglaubt hätten, dürfe überhaupt auch gelesen werden, so hätten sie es ohne Zweifel selber hier gethan." H. glaubt nämlich, wie er ftüher ausdrücklich angiebt, die Punctatoren hätten mit Dagcsch geschrieben, wie dgs Part. Pual 2 M. 3, 2 lautet. Allein wie ist es, wenn die Punctatoren wirklich selber aspirirt punctirt haben? Schon Gesenius führt dies als die Lesart mehrerer Codices und Ausgaben an, und hätte H. sich die Mühe gegeben, die Maßorah und Norzi's maßorethisch - kritisches Werk zu vergleichen, so hätte er gefunden, daß dies auch wirklich die richtige L.-A. ist; denn jene bemerkt: nom 'b, das Wort komme sonst nicht vor und sei defecte geschrieben, während man noch ein Wav erwarte, was bei der Punctation nach Analogie des Part. Pual von ^8 unsinnig ist und nur bei der nach Anlage der 1. P. D. Fut. v. by Statt hat, und dieser merkt ausdrücklich an: nv)STrp"n/ das Khaf ist aspirirt. Doch uns gilt cs gleich, ob dieser Eigenname als Appellativum „verzehrt werdend" oder „ich vermag" bedeutet. Herr Hitzig aber findet noch einen neuen Makel an der Aufstellung dieser zwei Wörter als Eigennamen. „Schließlich, sagt er, wird auch kaum eine Stelle aufzutreiben sein, in welcher nicht nur das Subjekt des sondern mit b eingeführt sofort auch die Person namhaft gemacht würde, an welche der Ausspruch gerichtet sek.." Ich denke aber, es bedarf gar nicht der Jagd, um eine solche „aufzutreiben"; der berühmtePs. 110 hat sogleich im Beginne: •>nxb 'n DKJ, ',das Wort Gottes an meinen Herrn." H. jedoch hält sich lieber „an den reinen Text ohne Puncte undWortattheilung" und „bleibt nun keinen Augenblick zweifelhaft", eS sei zu lesen: d. i. ich habe mich abgemüht um Gott und wurde stumpf. Ich fürchte, H. ist, ohne sich um Gott abzumiihen, stumpf geworden; denn wenn Dies hebräisch Ist, so will ich mich mein Leben lang mit einer solch barbarischen Sprache, wie die hebräische ist, nicht mehr abgeben. Dabei hat H. die Wiederholung des irp*6 3“ erklären ganz vergessen und ist, merkwürdige Strafe der Nemesis, auf die Stufe von I. D. Michaelis zurückgesunken, der, „bevor eine gründliche

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