Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 6 (1845)
- Issue
- Heft 18 (4.5.1845)
- Date
- 1845-05-04
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Wochenschrift für die Kenntnis und Reform des israelitischen Lebens. Revigirt und herausgegeben von I»»'. M. Heß, Großherzogl. Weimar'schem Lanv-Nabbinen zu Eisenach. Zu beziehen durch alle Postämter und Buchhandlungen. Preis für den ganzen Jahrgang 5^15 Xk oder 3 . Anzeigen für die gespaltene Zelle 6 0C% Nr. 18. Sonntag den -4. Mai 1845. VI. Jahrgang. U e b e r b l i ck. Haupt-Artiket: Holdhcim, das Religiöse und Politische im Zudenthum. — Geschichte des Eages^ Breslau: Der schlesische Landtag; Liturgische Reformen; Tikrin; die starren. — Breslau: Reform-Bewegung. — Bon rer mährischen Gränze: Jüdische Zustände. — H eiv elberg: Rabbiner Fürst. — Miscellen. — Das Religiöse und Politische im Judenthum, m t r besonderer Beziehung a uf g einischle Ehen l»i'. Sam. Holdheim. 1 Schwerin 1843.) Wir erfüllen eine febr angenebme Pflicht, indem wir unseren Lesern Kunde von dieser neuen Schrift des wackern Hvldheim geben. Zwar was den Hauptgegennand derselben betriff:: Die Widerlegung aller der Angriffe und Schmähungen welche sich der Oberrabbiner Frankel in einer Recension der früheren Schrift des Vers. (Die Autonomie der Rabbinen) erlaubt harre, w sind unsere Leser bereits durch die Artikel in Nro. 12 und 13 dieser Blätter über die Erbärmlichkeit der Frankel'schen Insinuationen unterrichtet worden, und wenn wir sie in dieser Beziehung ans die Gegenschrift Holdheims aufmerksam machen, so kann unsere Absicht nur sein, Diejenigen, welche die specielle Kennmiß dieses Streites interessirt, zur Lectüre der Prager Schrift zu veranlassen. Sie werden da ebensowohl durch die logische Schärfe, mit welcher ihr Verfasser seinen Gegner be kämpft wie durch die sittliche Kraft und ungeheuchelre Liebe zur Wahrheit, die aus jedem seiner Worte hervorleuchlei, sich angesprochen fühlen. Er verfolgt seinen Feind — der Name Gegner war in der Thar zu ehrenhaft — Schritt auf Schritt, zeigt wie falsch, ia wie boshaft und hinterlistig jeder derselben war, und schleudert auf diese Weise, jedes giftige Geschoß, das gegen ihn angelegt ward, in das Her; des Feindes zu rück. Es ist daher auch der Derft vollkommen in seinem Rechte, wenn er mit Verwunderung und Entrüstung, ruft: „Jedes angebliche literarische Versehen stempelt Hr. Frankel zu einem m o r a l i s ch e n V e r g e b e n, jeden Irr tbum verwandelt er zu einem mutbwillrgen Ver