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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-08-25 · Heft 34 (25.8.1844) · page 3

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 34 (25.8.1844)
Date
1844-08-25
Page
– (sequence 3)
Language
German
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welche Warnen sich fammtlich auf die Jahreszeiten, die allein vom Laufe der Sonne abhängen, beziehen. Der Kalender des Moses bestand daher in folgendem: Das Jahr fing mir der Frühlingsnachtgleiche mit dem ersten des Monats Abib an, und wurde in 12 Monate zu 30 Tagen getheilt. Ob die übrigen Tage einen besonderen Monat bildeten, oder in den letzten Monaten eingetheilt wurden, laßt sich nicht Nachweisen. Sicher aber war der 7. Monat nach Zeugniß der Könige I. Kap. VIII. Vers 2. 5. an den Sonnenmonat Ethanim gebunden. Die Feste zerfielen also in von den Jahreszeiten unabhängige: Sabbat IV. 28. 7. Neumond 11.; nach den Jahreszeiten sich richtende: Das Pasafest IV. 28. 7. konnte sich nicht vom Monate Abib entfernen, die Ostergrenze fällt in jetziger Zeit vom 21. März bis 18. April. Das Wochenfest. Sieben Wochen darauf 28. 26. Der Teruahtag am Neulicht des 7ten Monats Ethanim. Das Versöhnungsfest den 10. III. 16. 29. Das Hüttenfest IV. 29- 1. am 15. Wahrend der Wanderung in der Wüste, dem Bestand des Tempels und der 70 Jahre des Exils findet sich nichts ausgezeichnet, was auf eine Abänderung schließen ließ. Daß aber noch zu Ende des zweiten Tempels die Feste nach der beschriebenen von Moses angeordneten Weise gefeiert worden, ist durch folgende gleichzeitige Zeugnisse außer Zweifel gesetzt. „Im Monat Lanticus," schreibt Jos. Jüd. Alterth. III. 10. 133. „genannt Nisan, womit das Jahr beginnt, am 14. des Mondes, nachdem die Sonne in das Zeichen des Widders getreten, welches die Zeit ist, wo unsere Vorfahren aus Egypten aus der Gefangenschaft zogen, befiehlt das Gesetz das nämliche Opfer zu erneuern, welches sie damals brachten." Ferner XI. 4. 442. „Als das Fest der ungesäuerten Brode herannahete, welches im ersten Monate, den die Griechen Lanticus, wir aber Nisan nennen, geopfert werden sollte u. s. w. opferten sie das Osterlamm den 14. Tag des Mondes desselben Monats." Philo schreibt in seinem Leben Moses III. 29. „den Anfang der Frühlingsnachtgleiche führt Moses in der heiligen Schrift als den ersten Monat unter der periodischen Jahreseintheilpng an u. s. w., denn um diese Zeit ist es, wo die dem Menschen so nothwendigen Saaten reifen u. f. w. Den 14. Tag des Monats, da, wo der Mond den Erdball beleuchtet, werden die Festtagdes Auszugs aus Egypten gefeiert, welches auf Kaldäisch Pasche heißt." Selbst der Talmud bezeugt, daß zur Zeit des Tempels die Jahre mit dem Lauf der Sonne zu 365 Tagen gezählt worden. Krithot 6. 1. heißt es: „Das Raucherwerk wurde angefertigt in 368 Mana (der Name eines Gewichtes) davon wurden gebraucht 365 Mana nach Anzahl der Tage des Sonnenjabrs (täglich 1 Man») zur Räucherung auf dem goldenen Altäre, von den übrigen 3 Mana nahm der Hohepriester eine Handvoll zur Raucherung in das Allerheiligste (am Versöhnungstag) das Uebrige wurde den Arbeitern an Lohnesstatt überlassen." Man kannte daher in damaliger Zeit noch keine gemeine Jahre vor; 353, 354, 355 Tagen, auch keine Schaltjahre von 383, 384 und 385 Tagen." „Nichts — fährt der Verfasser fort — bezeugt mehr die göttliche Weisheit der mosaischen Gesetze, als diese auf unabänderliche einfache, keiner Störung ausgesetzten Feier der Feste, die für die weisesten Nationen des Alterthums lange Zeit schwankend blieben. Da diese ihre wichtigsten Feste, sowol nach dem Wechsel des Mondlichtes als nach den Jahreszeiten feierten, brauchte es bei ihnen tausendjährige Zeit und wissenschaftliche Erfahrung, die Dauer des Sonnenjahres in Ausgleich mit dem Lichtwechsel des Mondes, durch Einschaltungen zu bringen." Jene Schwankungen weist nun der Verfasser aus der Geschichte des Kalenderwesens bei Griechen und Römern nach, und geht darauf zur Geschichte des rabbinifchen Kalenders über, welcher er eine Uebersicht der synagoglichen Verfassung und ihres Uebergangs aus dem Mosaismus in den Rabbinismus vorausschickt. Es thut uns leid, daß wir von dem mancherlei Treffenden, welches die letztere enthält, unfern Lesern nichts mittheilen, sondern auf den Hauptgegenstand zurückkommen müssen. „Esra" — sagt der Verfasser hierüber — „kannte noch keinen Jahresanfang am Ersten des siebenten Monats. (Esra 3, 6.) Gewiß aber ist es, daß schon zur Zeit der Verfassung des Buches Esther, und des noch spateren Nehemia nur von den syrischen Monatsnamen Gebrauch gemacht wurde; denn die Bücher der Maccabäer und Josephus erwähnen sie immer gleichlaufend mit den in Syrien gebräuchlichen Griechischen. Der syrisch - macedonische Kalender muß daher früh in bürgerlichen Gebrauch gekommen sein."- „Durch Jahrhunderte nun gewohnt, das Jahr mit

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