Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Journal
- Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
- Volume
- 5 (1844)
- Issue
- Heft 34 (25.8.1844)
- Date
- 1844-08-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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SUQ gewissermaßen |u einem schadenfrohen Lächeln über die Beschränktheit derer, welche die Lehrerin der Nationen, das pan DDn np zu sein sich rühmen, verleiten dürfen. Diese Schuld wälzt nun der scharfsinnige Verfasser von unserer reinm Gotteslehre ab; er weist nach, daß der Verkünder derselben, daß Moses allerdings das Sonnenjahr eingeführt, und daß das Mondenjahr, wie leider! so vieles andere Beschränkte, Jrrthümliche und Verwerfliche ein Product des — Rabbinismus sei. Hören wir, wie er dieses thut: „Egypten (bemerkt er) mit seinem unumwSlkten Himmel, mit seiner Nilüberschwemmung zurZeit der Herbstnachtgleiche, ist wahrscheinlich das erste Land, wo das Sonnenjahr im bürgerlichen Leben eingeführt wurde. So weit die alte Geschichte dieses Landes aufbehalten wurde, belchrt sie uns, daß die Egypter nach Sonnenjahren zahlten, welche sie mit der Herbstnachtgleiche anfingen; sie theilten das Jahr in 12 Monate zu 30 Tagen, und 5 Ausgleichungstage als einen besonderen Monat. Herodot 11, 4. In sehr früher Zeit bei Einführung ihrer Feste ereignete es sich, daß das Wachsen des Nils, die Herbstnachtgleiche und der Aufgang des Sirius (der Isis geweihet) in der Morgendämmerung genau zusammentrafen. Man bestimmte daher den Anfang des Kirchenjahrs nach dem für Jedermann bemerklichen Aufgang des Sirius zugleich mit der Sonne. Da aber das Sonnenjahr um H Tag länger ist als 365 Tage, mußte bald bemerkt werden, daß alle 4 Jahre, der Jahresanfang und alle Feste um einen Tag vorgerückt waren, und in 1460 Jahren das ganze Jahr durchlaufen hatten, so daß 1461 Kirchenjahre 1460 bürgerlichen Sonnenjahren gleichkamen. Diese Ausgleichungsperiode nannte man die Hundfiernperiode. Die Geschichte lehrt, daß 138 Jahre nach christlicher Zeitrechnung das Ende eines solchen Zeitkreises war und 139 wieder anfing. Moses der weiseste aller Gesetzgeber, bekannt mit den Eindrücken, die Jugendgewohnheiten auf den gewöhnlichen Menschen zurücklaffen, als er den Entschluß faßte, seine Brüder, nachdem er sie aus der Sklaverei befreit hatte, auch aus dem Schlamme des Götzendienstes zu ziehen, und zu dem Glauben an einen einzigen Schöpfer und Erhalter zu führen, fand es zweckmäßig, viele Formen des egyptifchen äußeren Gottesdienstes beizubehalten, und ihnen einen edlern Sinn seinen Absichten gemäß, unterzulegen. Er verordnete dicher ähnliche Opfer zu andern Zeiten, statt dem Osiris und der Isis u. s. w. dem Jehova zu Ehren darzubringen, und an einem zu bestimmenden Orte, unter Aufsicht des Priesterstammes, der seinen besonder» Unterricht zur Entfernung alles Götzendienstlichen empfangen hatte. Die Egypter begannen ihr kirchliches Jahr mit Opferdarbringungen der Isis u. f. w., das in 1460 Jahren das ganze Sonnenjahr durchlief, er verordnete zum Andenken der Befreiung der Israeliten zur nämlichen Jahreszeit das Passahfest zu feiern (Ex. 12, 1., Deut. 16, 1.), wodurch sie für alle Zeiten ein festes Jahr erhielten. Auch beim Vollmond, der mit den Jahresfesten keinen Zusammenhang hat, wurden der Isis und dem Osiris Schweine geopfert (Her. 11, 47); Moses verordnete, beim Erscheinen des Neulichtes dem Jehova Opfer darzubringen. Sein Kalender war daher auf das festeste der Natur gemäß bestimmt, ohne irgend einer Störung zu unterliegen. Da die Egypter schon um die Zeit des Moses nach Sonnenjahren zählten, was unter Andern auch die 138 n. Ehr. abzelaufene Periode (wenn sie auch nur das erste Mal abgelaufen sein sollte, was bei dem hohen Alter egyptischer Wissenschaft zu bezweifeln ist), ist nicht abzusehen, warum er diesen natürlichen, keiner Veränderung unterworfenen Zeitraum, nämlich von einer Sonnenwende oder Nachtgleiche ausgehend, unbeachtet gelassen, und einen andern, unbequemen, der Veränderung unterworfenen gewählt haben sollte. Als Gott ihm und seinem Bruder noch im Lande Mizraim gebot, dieser Monat feie euch der erste der Monate, konnte er keinen andern, als denjenigen wo in Egypten die Feldfrüchte reifen (Abib), der mit dem von ihnen genannten Pharmuthi übereinstimmt, darunter verstanden haben. Bei der Geschichte der Sündfluth erzählt er ausdrücklich: im sechshundertsten Lebensjahre Noahs im zweiten Monat am 17. Tage fing die Fluth an (Gen. VH, 11.), die Wässer stiegen 150 Tage (Gen. VII, 24.) das Schiff ruhete auf dem Ararat am 17. des siebenten Monats. Es verflossen daher vom Anfänge der Fluth fünf egyptische Monate zu 30 Tagen, im Ganzen 150 Tage. Außer dem Monat Abib, der sich auf die Reife des Getreides beziehet, welche in Egypten und Syrien zur Zeit der Nachtgleiche erfolgt, finden sich in der heiligen Schrift die Monate nur nach der Ordnungszahl genannt, außer Siv, Bul, Ethanim, in den Büchern der Könige,