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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-06-02 · Heft 22 (2.6.1844) · page 6

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 22 (2.6.1844)
Date
1844-06-02
Page
– (sequence 6)
Language
German
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*96 unseren Fortschritten -er Gegenwart, wie weiland ln Baiern, ebenfalls auf dem Papiere besser stehe, als in der Wirklichkeit, und daß wir keineswegs in so voller und reicher Thätigkeit begriffen sind, wie die 8 bis 10 Zeitschriften so oft wiederholt mU len glauben machen. Ich möchte auf jedes innere Kriterium verzichten und nur aus den Jntelligenzblättern mancher Zeitschrift und den Inseraten derselben für alle unbefangene Leser den Grad bezeichnen, wohin der bisherige Fortschritt es gebracht chat. Soll ich nun Ihnen und dem Publikum gegenüber, das, glaube ich, «achgerade des Wartens müde und ungeduldig zu werden anfängt, ein ähnlicher Correspondent und Mitarbeiter werden, nicht das fünfte, sondern das dreißigste Rad am Wagen, der Israels Angelegenheiten zu führen sich ausgeladen, und der trotz der viele«, vielleicht auch ob der vielen Räder nicht von der Stelle rücken will? — Nein, über Dinge zu räsonniren, zu berichten Und die Leser zu unterhalten, die entweder Jedem, der nur Menschenverstand hat, als längst abgethan sich darstellen müssen (für die Verstandlosen aber werden Zeitschriften nicht gegründet) oder die, zwar noch nicht abgemacht und beseitigt, durch Discussion dennoch nicht weiter geführt werden können, weil die Discutirenden in keinem einzigen Punkte ihrer Grundgedanken sich verständigt haben, der eine stets nach Osten, der andere stets nach Westen schaut, und, wie natürlich, auch den Wagen mit sich ziehen will: daran würde ich kaum iu mündlicher Conversation meine Zeit wenden, und ich sollte noch Andere mit mir der Sünde des Zeitverlustes theilhaft machen? Nach dem alten Spruche: si tacuissis eti könnte man durch Schweigen ja eher als durch Reden und Schreiben zum Ruhme eines Philosophen gelangen. Darum sei mein Bekenntniß hier am Eingänge meiner Mittheilungen abgelegt: ich halte das nur der Mittheilung werth, was mit dem Fortschritt iu Verbindung steht, sei es mit dem bereits geschehe- JttK, oder mit dem zu thuenden, der geweckt, veranlaßt werden soll. In Beziehung aus den ersten werden meine Berichte, ich weiß es voraus, vorläufig nur spärlich ausfallen, da in unserem kleinen Freistaat, trotz seiner großen israelitischen Gemeinde, nur Weniges, das in meine Kathegorie des Wichtigen gehört, sich ereignet. Dagegen will ich in Betreff des andern als ein stiller, aber wolmeineuder Beobachter an der Elbe, der von hier nach alle» Weltgegendru horchen kann, der israelitischen Sache meine ganze Aufmerksamkeit, die sie schon lauge besitzt, nunmehr in besonderer Beziehung auf Ihr Blatt schenken, und nicht allein das Mögliche oder Wünschenswerthe, sondern auch das als Fortschritt sich Gebende und dennoch im Stillstand Beharrende in den Kreis mmrer Betrachtungen ziehen. Und hierbei wird es an Stoff so sehr nicht fehlen. (Schluß folgt.) Frankfurt a. M., 9. Mai 1844. Herr Redakteur! Die Mittheilung des Grünebaumschen Gutachtens über die Beschneidung in Ihrem Blatte veranlaßt mich zu nachfolgender Erklärung, die ich zur Vermeidung jedes Mißverständnisses offen und frei abgeben muß. Zur Veröffentlichung der »Rabbinischen Gutachten" bestand dahier ein Comitv, dem von unserem Rabbinen sämmtliche an ihn ergangenen Gutachten zu übergeben waren. Ein Mitglied dieses Comitö's, Herr A., dem das Eingangs erwähnte Gutachten zur Mittheilnng an die andern Mitglieder übergeben worden, beging aus tadelnswerthem Eifer gegen die resormatorischen Bestrebungen, die der gelehrte Verfasser offen darlcgt, und die dieses Mitglied zwar selbst faktisch aber nicht prinzipiell gutheißt, die Unredlichkeit solches zu unterschlagen; die übrigen Comitö-Mitglieder, zu denen auch ich gehörte, erhielten erst lange nach erfolgter Herausgabe der »Rabb. Gutachten" die Kunde vom Dasein des G.'schen Gutachtens. Es kann mit Bestimmtheit versichert werden, daß die reformistische Aufforderung und die Ansichten des Hrn. G., der sich übrigens in der Sache selbst ganz im Geiste und Sinne des Fragestellers ausgesprochen hat, kein Grund vorhanden gewesen wäre, dieses Gutachten der Oeffentlichkeit zu entziehen, und nur — Herr A. verzeihe mir den Ausdruck — *) »D2*in IIDID “DN TIN*" *) Gern haben wir diese Erklärung in unser Blatt ausgenommen. Wenn aber den Mitgliedern des Comits's Wahrheit und Ehre in dieser heiligen Sache auch über Alles heilig war, so hätten sie, unserem Bedünken nach, gleich nach der Bekanntwerdung jener Unterschlagung sich öffentlich, oder wenigstens bei Herrn Grünebaum selbst, sich über dieselbe aussprechen müssen, nicht aber schweigen dürfen, bis jenes Gutachten in unserer Zeitschrift abgedruckt worden. Auch können wir nicht zugeben, daß Hr. Grünebaum in der Sache selbst sich ganz im Geiste und Sinne des Fragestellers ausgesprochen habe. Dieser, oder vielmehr diese — denn es sind die vom Rabbinen Trier beauftragten Herren Adler und Fuld — sagen in ihrem Umlaufsschreiben: vdn , i"-u -imto pvl Y*™ Yzmn uniD cp ydv it>W' : yyn nsy ^b ürcca icn , hed n*op *6 bnb nrnni, nbw ly wi^bi u1? tmp rro nw a*n , inx bj byi l'zn by qi aan by nzb /!» na b)üb iro mn mtrtQ *fxrD ~)m arim onip'BNi p Kin,minn itvbddi rt ]mn, LM bkbq •»rrai6i nru6 ^idbi bx-\w bbzn 82'i was in der beigesügten Uebersetzung so aüsgedrückt wird r »Schon früher hat unser ehrwürdige Rabbine, Herr Salo»

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