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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1844-01-07 · Heft 1 (7.1.1844) · page 4

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
5 (1844)
Issue
Heft 1 (7.1.1844)
Date
1844-01-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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4 die Hoffnung und Rücksicht auf baldige Wiederkehr der früheren Verhältnisse hierzu mitgewirkt haben mochte, ist an sich wahrscheinlich und sindet in ’nBD zu 5. B. M. 11, 17. *) eine gute Stütze. Wie sehr diese Rücksicht bei den ältesten Rabbinen vorherrschend gewesen und sogar auf die Gesetzesbestimmung Einfluß hatte, beweist außer der ausführlichsten Behandlung derjenigen Bestandthcile, die nur nach einem solchen eingetretenen Zustande wieder praktisch werden können, auch die ausdrückliche Rücksichtsnahme auf denselben mit den Worten mne **). 'ia inexi anpen rva naa' Wäre nun bei der Anordnung der Mischnah eine systematische Methode in unserem Sinne vorherrschend gewesen, so hätte dieselbe, unseres BedünkenS, mit obiger Frage eröffnet werden müssen. So finden wir gelegenheitlich Kiduschin 1, 9. den Grundsatz aufgestellt: NT!^ ITSö b2 pxa rr6n nawi , pxa x^>x nama nrx pxa nri^n ♦ px^> nsina p pxa p nama „Ein jedes Gebot (der mosaischen Gesetze), welches vom Boden (Israels, Palästinas) abhängt, findet nur Statt auf dem Boden (in Palästina); und jedes Gebot, welches nicht vom Boden abhangt, findet Statt sowol auf dem Boden Palästinas als außerhalb desselben." In der Gemara (Kiduschin 37 a.) ***) wird die Mischnah naher erklärt und die Frage erörtert: ’Xei 'Xe Srfcn um' „welches Gebot hängt von dem Boden ab und welches nicht?" Die Erklärung, daß diejenigen Gebote, bei welchen auf die Ankunft und Aufenthalt in *) yr6 pxe canx nbae ex» &V x nnne rrr xh cnnn cnx»a» , mea censo xn px^ . o'ann **) Beza 5. b. ***) Wir setzen die ganze Stelle hierher (Red.)r na a'nan rrbn ne'Px rrbn naw ’xei rrbn ’xe -iebi p'sn nm nx'a na 2TD xP n*6n nawi nx'a p*6 nsina p pxa p paniai nx'a pa a'nan men nama pan rein xn» nise bo "exp 'an 'mm 21 nex x^>x nama na'x vpy ran px*> nsina p pxa p nwmon ^x cpnn n^x pan em e"n xae pxa 17 rwyh na»e 17 pne»n n»x Denn ibx CDDiwam pxa xdx pma in' xd pv mson bo bw pxa n»yo um b2 x nenxn y D"n cnx n»x ce'n bj b"n nnx pxa V'n pxd nsina p pxa p prna in’ ‘ra nax pya neix» nee nedi xar ejrei amen nan» rnnre x"y ne '1:1 c» rav n»x nieipen da nx pnaxn xra da F]x d"na p pxa p 'anai pan ran xw Palästina ausdrücklich im Pentateuch hingewiesen wird, nur in Palästina verpflichtend sein sollen, wird mit-dem Einwurf zurückgewiesen, daß die Gebote, Tephillin anzulegen und das Erstgeborene des Esels zu lösen, bei welchen gleichfalls auf die Ankunft in das gelobte Land hingewiesen wird, dennoch auch außer Palästina stattsinden- Daß dies aber wirklich der Fall ist, wird aus der Praxis der Rabbinen, die im Grunde für die biblische Verpflichtung nichts beweist, da die Rabbinen so manches nicht biblisch Gebotenes sich auferlegten, erwiesen. Die Frage wird endlich dahin beantwortet: ran xn» nise ^2 nama ia’x ypnp nein px*> pna p pxa p nania pan pxa xax „Jedes Gebot, welches eine Pflicht des Körpers (der Person) ist, sindet statt in und außer dem Lande (Israels); jedes Gebot dagegen, welches eine Pflicht des Bodens ist, findet nur in Palästina Statt." Raschi das. erläutert diesen Unterschied durch Anführung von Beispielen, »pan ran die Pflichten des Körpers," sagt er, „sind die, welche die Mischnah mit dem Ausdruck: „nicht vom Boden abhängige4bezeichnet, solche nämlich, die weder an den Boden noch an dessen Erzeugnissen und nur an dem Leibe des Menschen hasten, als z. B. die Gebote über Sabbat, Tephillin, Götzendienst, Lösung des erstgeborenen Esels, Beschneidung, Keuschheit und Blutschande u. dergl., ypnp ran die Pflichten des Bodens, sind solche Gebote, die an dem Boden und dessen Erzeugnissen hasten, als über Hebe von Getreiden, Zehnten, Hebe des Teiges, Nachlese, Vergessenes, das an den Ecken des Feldes Wachsende, Sabbatjahr, die neue Frucht vor Darbringung des Omer, die Vorhaut der Früchte, die vermischten Fruchtarten rc." (Fortsetzung folgt.) Geschichte -es Tages. Berlin. Es ist seit einigen Jahren eine stehende Phrase geworden, Berlin sei die indifferenteste aller deutschen Judengemeknden. Wäre dies mehr als eben eine Phrase, d. h. mehr als eine halbe Wahrheit, so würde man um den historischen Grund dieser Erscheinung verlegen sein. Denn wenn überhaupt das lebendige, geistige Bewußtsein, von welchem das Judenthum jetzt sich getragen und gehoben fühlt, zunächst durch den Impuls allgemeiner welthistorischer Factoren erweckt wurde, wenn die innere Regeneration, die frische Regsamkeit, in der es jetzt begriffen ist, zunächst nur eine concentrische Bewe-

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