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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1843-10-29 · Heft 44 (29.10.1843) · page 4

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
4 (1843)
Issue
Heft 44 (29.10.1843)
Date
1843-10-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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1?$ so glaubt man nicht, daß diese Frage verneinend entschieden werden könne. Auch war der Rabbine unvorsichtig genug, in seiner Eingabe den Vater für jynvb ^IDD zu erklären und sich dabei auf den Choschen Hamischpot Kap. 34, tz. 24 zu berufen, nach welchem aber der größte Theil der Frankfurter Gemeinde mvb wäre." (Fortsetzung der Mittheilungen aus Darmstadt in Nr. 41 d. Bl.) ^.Der Vorstand der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde siebt sich zu seinem Bedauern veranlaßt, die verehrlichen Mitglieder der hiesigen Gemeinde auf ras eingereichte Gesuch zur Verwendung, daß der allgemein beliebte, so sehr würdige Oberrabbine und Oberprediger Hr. vr. Wolfs aus Kopenhagen in der hiesigen Synagoge nochmals predige, zu benachrichiigen, daß wegen unerwarteter Hindernisse Ihrem, auch von den Unterzeichneten Vorstandsmitgliedern getheilten Wunsche nicht entsprochen werden konnte. Gleichzeitig benachrichtigen wir die verehrlichen Gemeindemitglieder von dem an den Oberrabbinen und Oberprediger Hru. vr. Wolfs heute überreichten Dankschreiben, durch die angesügte Abschrift desselben. Darmstadt, den 14. Aug. 1843." Au Seine Hoch- und Ehrwürden, den Oberrabbinen und Oberprediger Hrn. vr. Wolfs von Kopenhagen, dermalen dahier. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde zu Darmstadt. Wir zählen die Sabbathseier des 5. August l. I. mit Recht unter die ersrculichsten Ereignisse unserer Gemeinde, an welchem Tage uns das Glück beschieden worden, die Lehren, die Wahrheiten und Trösrungeu der Religion in unserem Gotteshause aus dem Munde Eurer Hoch- und Ehrwürdcn wieder einmal zu vernehmen. Heilig, ewig unvergeßlich wird uns und allen (Henieindemitgliedern diese Stunde der wahren Erbauung bleiben! Empfangen Sie, verehrungswürdiger Herr! für diesen Beweis Ihrer theurcn Liebe zu den Bewohnern Ihrer Vaterstadt unseren Heisesten Dank, den wir Ihnen, tief gerührt in unserem eigenen — und als Repräsentanten der israelitischen Gemeinde auch in deren Namen aus reinstem Herzen darbringen. Noch lange Jahre erhalte und beglücke Sie der ewige Lenker aller Zeiten in Ihrem thätigen, segensreichen Wirken, er schenke Ihnen vor Allem sein Wolgefallen, dann alles verdiente irdische Glück im Schooße Ihrer cheueren Familie. Sind Eure Hoch- und Ehrwürden auch vielleicht bald unseren Blicken wieder entrückt, um einer fernen Gemeinde berussgemäß als treuer Seelsorger und Freund zur Seite zu stehen; so würdigen Sse uns und unsere Gemeinde, wir bitten inständig darum, Ihres wahrhaft frommen Andenkens, wie wir denn die frohe Erinnerung an Ihre nur zu kurze Anwesenheit dahier in stets dankbaren Herzen bewahren werden. Wir unterzeichnen in den Gefühlen der reinsten Hochachtung und Verehrung. Darmstadt im August 1843. Bernhard Trier, erster Vorsteher. R. Löwenstein. Seligmann Wolfskehl. B. L. Trier. Moritz Wolfskehl. Beschneidung, sondern durch die Geburt in seine Religion eintrete. Corresp. Kurze Anzeigen und .Kritiken. (Schluß von Nr. 43.) Mahnungen an Gott und Ewigkeit, von I. L. Saalschutz. Königsberg, bei Unzer. Der Verfaßer ist nicht nur als Gelehrter und tiefer Forscher des Alterthums, sondern auch als ein sehr denkender und hochbegeisterter Lehrer der Religion bekannt. Als ein solcher bekundet er sich auch in der fragt. Schrift. Seine Mahnungen gehen von einer tief-religiösen Auffassung der Feste in Israel auS, und was er im Geiste erschaut, weiß er durch das schwungreiche und beredte Wort wieder zu geben. Möchten darum recht viel fromme Seelen Nahrung aus dem, was ihnen hier gespendet wird, schöpfen, und dadurch recht bald die Schrift den Zweck erreichen, zu welchem ihr würdiger Verfasser sie bestimmt: die Beförderung wahrhaft israelitischer Lebensweise. Eine gleich freundliche Ausnahme wünschen wir den Andachlsklängen für Israels Sohne und Töchter, von H. Engländer. Wien 1843, bei v. Schmidt und I. Busch. Sind es auch wirklich nur Andachts klänge ohne Schwung des Gedankens und ohne Fülle der poetischen Diction, so sind sie doch geeignet, manches fromme Gemüth anzuregen, und es zur Ausschüttung seiner Empfindungen, vor dem, der die Nieren prüft und in die Herzen schaut, zu bestimmen. Die Schrift soll nämlich die Stelle der früheren ersetzen, weßhalb sie die für die wichtigsten Lebcnsmomente sich eignenden Gebete in VerSmaas und Reim enthält. An solchen Gebeten ist aber leider! noch ein so großer Mangel (außer, denen von Miro besitzen wir unsers Wissens keine), als daß man nicht auch eine mittelmäßige Erscheinung auf diesem Gebiete mit Freude begrüßen und ihr die möglichste Ver. breitung wünschen sollte. Zur Cbarackeristik dcs Religionswechsels von I. R. Lowositz. Königsberg, Unzer. Eine Schrift mit welcher wir um so freudiger die Reihe der vorstehenden Anzeigen beschließen, als sie das heiligste Interesse aller, denen ihre Religion noch nicht gleichgültig geworden, in Anspruch nimmt. Mit seltener Schärfe des Geistes, mit einer Tiefe der religiösen Anschauung nnd mit einer Begeisterung, wie sie nur die Frucht eines langen Nachdenkens und eines reichbegabten Gemüthes sein kann, bespricht, sie die Lebensfrage des heutigen Judenthums, die Frage, ob der Sohn Israels je in einen Wechsel seiner Religion willigen. könne. Sind auch nicht alle Gründe, welche der Verfasser anführt, stichhaltig, mischt sich auch hie und da eine falsche Dialektik unter die logische Schärfe und Klarheit, überzeugen muß er am Ende dennoch, siegreich muß er alle die Einwürfe Niederschlagen, welche der Leichtsinn, welche der Jndisserentismus und die Zweifelsucht noch gegen das Heiligste erheben möchten. Möchte daher seine Schrift recht viel gelesen werden! Die Treuen wird sie in ihrem Glauben befestigen, die Schwankenden belehren und die Irrenden und Gleichgültigen wieder auf den rechten Weg zurückführen. Hierzu eine Beilage.

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