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Deborah · 1866-06-10 · Heft 13 (10.6.1866) · page 5

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Journal
Deborah
Volume
2 (1866)
Issue
Heft 13 (10.6.1866)
Date
1866-06-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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— 131 — meines Vaters in meine Hände gelegt, ist unbefleckt, Gott hat es beschützt, kein Feind es berührt." „Dem Gott Abrahams, Isaaks und Jacobs Dank und Preis dafür," sagte die anwesende Schwester. „Aber vergesset auch Amrams, des Leviten, nicht," sagte Jüdah, „er hat uns zum Siege verholfen." Rebecca verbarg ihr Gesicht hinter dem Schleier und feierte ein stilles Siegesfest. Wieder saßen die Patrioten zur Berathung beisammen; denn noch war Friede nicht zu erwarten. Mancher Plan ward entworfen und wieder verworfen, denn die Furcht vor dem Heere Ptolomäus' war zu groß, um sich des erlangten letzten Sieges wegen von ferneren thätigen Schritten abhalten zu lassen. — Da ließ sich eine jugendliche Stimme von außen hören. „Ich muß den Maccabäer Judah sehen, gleich muß ich ihn sehen!" — Die Wache schien dieser Stimme kein Gehör geben zu wollen, denn nochmals hörte man: „Im Namen Israels verlange ich den großen Maccabäer zu sprechen, ich habe ihm hochwichtige Dinge mitzuthcilen." Judah, dem kein Wort entging, stand auf, öffnete die Thüre und hereintrat der Knabe Gerson, von Staub bedeckt und von der Sonne verbrannt. „Was bringst du, mein Sohn?" — „Ich habe eine Botschaft an Judah Maccabi." „Wer schickt dich?" — „Jose ben Joeser, der greise Fürst." Wie ein elektrischer Funke wirkte dieser Name auf Alle und allgemein ward gerufen: „Rede, rede, was hat der Fürst dir aufgetragen." „Ich darf es nur dem Judah Maccabi sagen." „Ich bin Judah, den du suchst, rede, mein Sohn!" — Gerson sah Judah lang an, dann ließ er sich auf ein Knie nieder und nachdem er den Saum des Oberkleides geküßt hatte, sagte er: „Dem Himmel sei Dank, daß ich es erlebt, zu schauen das Angesicht des löwenstarken Judah, des göttlichen Kriegers, vor dem Israels Feinde erbeben." Jonathan, die Verlegenheit Judah's bemerkend, der solche Huldigung nicht wollte, sagte zu Gerson: „Jüngling, stehe aufrecht, wie es einem Sohne Israels geziemt, und rede!" „Meine Botschaft ist nur an Judah allein." Judah faßte Gerson bei der Hand und führte ihn in ein anstoßendes Zimmer. „Nun rede, mein Sohn!" „Der Fürst läßt dir sagen, Ptolomäus wird nicht einrücken mit seiner Armee, du sollst schlagen jeden Feind, diesseits und jenseits des Jordans." „Dann ist Israel gerettet!" schrie Judah wie ein jauchzender Löwe, faßte den Knaben in die Arme und trug ihn ins andere Zimmer. „Gerettet ist Israel, gerettet!" schrie er so gewaltig, daß das ganze Haus in Aufruhr kam. Mein Sohn, Israel ist gerettet und wird dir für diese Nachricht dankbar sein." Die Mutter und Schwester Jonathan's waren auch herbeigeeilt und Judah theilte ihnen mit, was vorgefallen. „Jetzt, Jonathan, gehen wir dem sichern Siege entgegen." „Jonathan!" rief Gerson erstaunt. „Ja, das ist der Adler Israels mit den mächtigen Schwingen. Jonathan, du mußt Jphigenia und Amram kennen, sie haben oft von dir gesprochen." Jonathan wendete sich ab und antwortete nicht, aber Gerson ward allenthalben freundlich begrüßt, gepflegt und bewirthet, bis er neu gestärkt zu Jose zurückkehren konnte. — Die Jugend erholt sich bald. (Fortsetzung folgt.) Nachtrag zur Biographie des k. k. vom Jahre 1847'berichtet ward. Bericht über die am 17. April 1847 stattgefundene feierliche Ueberreichung eines Ehrenpokals an Herrn Collegialassessor Dr. Weil in Stuttgart. Regierungsralhes Ritter von Weil.

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