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Dibre Emeth · 1906-01-01 · 4 (1906) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
62 (1906)
Issue
4 (1906)
Date
1906-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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28 dem Glauben der Unmündigen. Daß David einen Messias erwartete, welcher nicht nur sein Sohn, sondern sein Herr sein sollte, machte Jesus seinen pharisäischen Zuhörern aus ps. j^O klar. Aber die vollständige Antwort auf die Frage nach der Abstammung Jesu gaben sie nicht, obwohl er ihnen dieselbe in den Mund gelegt hatte. Aufgrund der eigenen Aussagen Jesu sind wir also genötigt, ihn als den höchsten Offenbarer Gottes, der in einem Wesenszusammenhange mit Gott steht, anzusehen und anzubeten. „Nein Herr und inein Gott!" rief Thomas dem Auferstandenen zu. Dieser aber lehnte eine solche Anrede nicht als eine Gotteslästerung ab, sondern besiegelte sie, indem er sich so von Thomas anreden ließ. So nennen denn auch wir Iesum unfern Herrn und unfern Gott. Die Rechtfertigung vor Gott. Lieber Leser! VOie denkst du über die Lehre von der Rechtfertigung? Bist du dir klar über diesen wichtigen Punkt oder nicht? Aannst du sagen, wodurch du hoffst, gerechtfertigt vor Gott erscheinen zu können? Denke einmal über diese Fragen nach! Sie sind sehr ernster Natur. Sterben müssen wir alle einmal, und nach dem Tode kommt das Gericht. Haben wir eine Hoffnung auf Freisprechung an jenem schrecklichen Tage? Was wollen wir Gott gegenüber zu unserer eigenen Verteidigung anführen? Etwa, daß wir alle unsere Pflichten gegen Gott, oder gegen unseren Nächsten erfüllt haben? Oder sollen wir uns auf unsere Gebete berufen? Wird unsere Frömmigkeit vor dem Auge Gottes bestehen können? Laß die zehn Gebote dir als Prüfungsspiegel dienen! Wir haben sie alle wiederholt übertreten. Wir können Gott auf tausend nicht eins antworten. Und wenn wir mit aufrichtigem, prüfendem Blick unser ganzes Leben überschauen, werden wir es uns gestehen müssen, daß wir Sünder sind. A)ir sind alle strafbar und haben den Tod verdient. Wie können wir vor Gott erscheinen? Nur in dem Namen Jesus, auf keinem anderen Grunde. Zu unserer Rechtfertigung bedarf es nur des einen Bekenntnisses: „Jesus ist am Areuz für die Gottlosen gestorben, und ich traue auf Ihn!" Seine Gerechtigkeit bildet das einzige Gewand, das uns einhüllen und bedecken kann, und das es uns möglich macht, in dem himmlischen Lichte bestehen zu können. Der Name Jesus ist der einzige Name, durch welchen wir Einlaß finden können in die ewige Herrlichkeit. Rommen wir in unserem eigenen Namen, so sind wir verloren, aber der Name Jesus ist uns ein Freibrief. Durch Ihn werden wir leben. Das Zeichen von des Lammes Blut ist das einzige Zeichen, das uns vom Verderben erretten kann. Tragen wir dieses nicht an unseren Stirnen, wenn an jenem schrecklichen Tage die Menschen in zwei Lager geteilt werden, so wäre es uns besser, wir wären nie geboren. Jesus muß einer Seele, die durch Ihn gerecht werden will, alles in allem sein. Du mußt zum Bettler werden, der nur aus Gnaden durch den Glauben an Iesum selig werden will, oder du wirst nie errettet werden. Ist unter denen, die diese Zeilen lesen, vielleicht eine Seele, die im weltlichen Treiben gedankenlos dahinlebt, oder eine solche, die da hofft, auch ohne Iesum selig werden zu können? D, dann lädst du selbst dir ein schweres Unglück auf uuö wirst einst zu ewiger Aual erwachen, sofern du dich nicht änderst. Du wirst auf ewig der Verdammnis anheimfallen. Ist vielleicht eine hochmütige, selbstgerechte Seele unter den Lesern, eine, die da meint, gerade gut genug für den Himmel zu sein, und die auf ihre eigenen guten Werke pocht? O, du baust an einem babylonischen Turm und kannst nie errettet werden, wenn du so denkst. Aber vielleicht ist auch eine beladene Seele da, eine, die sich nach Erlösung sehnt. Zu einer solchen sage ich: „Komm zu dem Heiland! Er will dich erretten. Komm zu Jesus und lege die Last, die deine Seele niederdrückt, auf Ihn! Fürchte dich nicht, glaube nur!" Fürchtest du den gerechten Zorn? Jesus hat dich vom Zorn erlöst. Oder fürchtest du den Fluch des gebrochenen Gesetzes? Jesus hat dich vom Fluch des Gesetzes erlöst! Dünkst du dich zu weit entfernt von Gott? Jesus, der für dich gelitten, hat die Aluft überbrückt, die dich vom Vater trennte. Und wenn deine Sünden dir das Hindernis sind, so wisse, daß das Blut Jesu Thristi dich reinigt von aller Sünde. Fühlst du deine Unvollkommenheit? In Jesu wirst du vollkommen sein. Empfindest du die Nichtigkeit deines eigenen Selbst? Jesus bedeutet alles für deine Seele. Die Seligkeit ist nur dem erreichbar, welcher sagen kann: „Ich bin gewaschen im Blute des Lammes. Aus Gnaden bin ich selig geworden durch den Glauben an Iesum." — Wenn der Tod an dich herantritt, ehe du durch Jesu Blut gerecht geworden bist, ehe dir deine Sünden vergeben sind, so liegt dies nicht daran, daß du den Weg zum Heile nicht gewußt hast. Nach Bischof Dr. I. L. Ryle. Ouadratus hieß einer der ältesten Apologeten der Kirche. Der Geschichtsschreiber Eusebius, der ZH0 n. Ehr. starb, berichtet von ihm und Aristides, daß sie im Jahre \2\ dem Kaiser Hadrian apologetische Bittschriften einreichten und durch dieselben einen für die Christen günstigen Erlaß erzielten. Gr nennt Ouadratus einen Hörer der Apostel, anderswo einen Propheten und einen Nachfolger des Bischofs j)ublius von Athen, während er Aristides, der gleichfalls in Athen lebte, als einen Philosophen des christlichen Dogmas bezeichnet. Mit Aristides haben sich die D. <£. bereits \892 (S. -G f.) beschäftigt. Es scheint, daß er unter Hadrian (um eine kürzere, unter Antoninus

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