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Dibre Emeth · 1905-01-01 · 2 (1905) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
61 (1905)
Issue
2 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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14 frühere» Aufenthalt daselbst gewonnen hatte. Da er an der Arbeit mehrerer Vereine regen Anteil nahm, so übte er aus weitere Kreise einen segensreichen Einfluß aus. Insonderheit beteiligte er sich an der Tätigkeit des Evangelischen Schriftenvereins. Das Wochenblatt des letzteren, den Schlesischen Familienboten, gab er einige Jahre lang heraus. Ferner wurde er Schrift- und Kassenführer des Schlesischen Ierusalemsvereins. Große Liebe brachte er auch der Mission entgegen. Schon in Friedrichsthal hatte er eine Zeitschrift begründet, welche von der Mission in Ehina berichtete. Dies Blatt leitete er auch in Breslau. Nachdem es eingegangen war, rief er 1896 ein Missionsblatt für Kinder ins Leben. Als Vorsitzender der Schlesischen Missionskonferen; veröffentlichte er von I89-I bis 1898 die Mitteilungen derselben, welche die verschiedensten Missionsgebiete berücksichtigten. Am 20. März W6 übernahm er die Leitung des Schlesischen Vereins von Freunden Israels. Fortan ließ er alljährlich die Mitgliederbeiträge für die, wie er einigemal in der Zuschrift an die Vereinsgenossen hervorhebt, „wichtige Mission unter den Juden" einziehen. Einmal bat er um die Iahresgelder mit dem Zusatz: „zumal sich im Volk der Juden selbst tiefgehende Bewegungen zeigen". Gerne beschäftigte er sich mit dem Gedanken, daß Israel als Volk ins Reich Gottes eingehen soll. Am s. Oktober Mo legte er sein geistliches Amt nieder, da ein langwieriges Nervenleiden seine Gesundheit geschwächt hatte. Aber seine Vereinstätigkeit hörte nicht auf. Namentlich suchte er der Gesellschaft zur Ausbreitung des Evangeliums Freunde zuzuführen. Doch schon ani 23. Oktober 190<1 entschlief der fleißige Arbeiter nach kurzer Krankheit. Nachdem ihm seine Gattin bereits 1899 durch den Tod entrissen worden war, hatte er sich zuletzt der Pflege seiner Tochter zu erfreuen. Sein Sohn wirkt als Staatsanwalt in Posen. Zwei Orden bewiesen dem Dahingeschiedenen die Wertschätzung, welche seine amtliche Tätigkeit bei seinem Landesherrn gefunden hatte. Jetzt schmückt ihn, wie wir gewiß hoffen dürfen, die Krone der Gerechtigkeit, welche der HErr allen denen geben will, die Seine Erscheinung lieb haben. Ju 1. Mose 7, 9. Eine Jüdin in Alexandrien war sehr ungehalten darüber, daß ihr Mann die Versammlungen des dortigen Iudenmissionars Blum besuchte. Oft zankte sie deshalb mit ihm. Eines Tages aber entschloß sie sich, ihn in die Versammlung zu begleiten, um Bluni zu hören. Dieser predigte über den obigen Vers. Da dachte die Jüdin im stillen: „Wir sind auch zu zweien gekommen, aber nicht in die Arche." Und doch führte gerade diese Versammlung die beiden Galten in eine Arche, in den neuen Bund, ein. Die Worte des Missionars »lachten auf die Jüdin einen tiefen Eindruck. Jetzt glaubt sie mit ihrem Manne, daß Jesus der wahre Messias ist. K Psalm 24,1. Vor ihrer Vermählung mit dem Prinzen Albert traf die englische Königin Viktoria eines Tages im park von Windsor mit der kleinen Tochter ihres Kutschers zusammen. Das Kind grüßte die Königin nicht und schien diese überhaupt nicht zu bemerken. Auf die Frage der jungen Königin: „Weißt Du denn nicht, wer ich bin?" antwortete die Kleine: „Wer Du bist? Wer denn sonst als die Dame, die immer in meines Vaters Kutsche spazieren fährt!" — Diesem törichten Kinde gleichen viele Erwachsene, sofern sie Geschöpfe vergöttern und dem Schöpfer die ihm zukommende Ehre entziehen. Iu Kolosser 3,16. In Oberegypten erscheint der Frühling mehrere Wochen früher als in Unteregypten. Daher bringen dann die Bienenzüchter am unteren Nil ihre Bienenstöcke auf Kähne und schaffen sie nach dem Süden. Ein solcher Kahn liegt manchmal Tage lang an derselben Stelle vor Anker, um den Bienen Gelegenheit zu geben, die Blumen der benachbarten Gärten und Wiesen zu besuchen und ihren Honig zu holen. In Frankreich und England handelt man ähnlich. Auch dort geht man mit den Bienen auf die Reise, um möglichst viel Honig zu gewinnen. — Sollten wir nicht noch vielmehr darauf aus sein, im göttlichen Worte die göttliche Weisheit, die köstlicher ist als Honig fps. 19,10 f.; 119,103), zu erlangen? Abraham a Santa Clara über den Sonntag. „Mir gehört der Sonntag zu," sagte der Teufel. „Denn was ist mehrenteils der Sonntag als ein Sündentag? Obschon Gott an diesem Tage in Erschaffung der Welt das Licht hervorgebracht, so führe ich an diesem Tage die mehrsten Menschen hinter das Licht. Obschon Ehristus an diesem Tage siegreich von den Toten auferstanden, so ist doch wahr, daß sehr viele Thristen durch die Todsünden, so sie an diesem Tage begehen, wiederum sterben. Obschon der Herr an diesem Tage die Apostel in alle Welt ausgesandt, das Evangelium zu predigen, so ist doch wahr, daß die Leute mehreres an diesem Tag dem Evangelio zuwider leben, denn die meisten Sünden und Laster sparen die Leute aus den Sonntag." Selig entschlafen. 1. August Hermann Francke, der Stifter des Waisenhauses zu Halle a. S.» betete an seinem Todestage, dem 8. Juni 1727: „Ach, Herr, lehre mich tun nach Deinem Wohlgefallen!" Später sagte er: „Wir wollen den Herrn anrufen, daß er es mache, wie es ihn: gefällig ist, und mich regiere, daß ich gelassen

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