Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 60 (1904)
- Issue
- 1 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2554541-2555087-2555088--10276-2566515- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
perfön des 2Ueffias. IDir übergehe?: Lecks akademische Zeugnisse von Christo und führen nur noch einige Worte an, die er im Februar \877 an seine Familienglieder richtete: „Ich möchte Euch ermahnen, an den lebendigen Gott wie an sein Wort, besonders aber an feinen Sofyn als an die Weisheit und das Leben zu glauben." Nachdem er von den göttliche?: Gnadenführungen in seinem Lebe?:, dessen Leitster?: Pf. 73,25 f. war, gesprochen hat, fährt er fort: „Lasset Euch dies eine Reizung fein zu??: Glauben an Gott und seinen lieben Sotyx als unfern Retter und Heiland! Durch ihn ko??:?ut all' u??ser Elend zu Gott als dem versöhnte?: Vater; durch ih?: kommen alle Gnadengaben herab, die zu uuferm Heil und zu unser??: Frieden u?:s geschenkt werden. Durch ihn hoffe ich auch meine Vollendung als einer, dem Sünde und Schwachheit??och anklebt". Eine eigentü??:liche Stellung nahm der große Schrifttheologe zur Mission ein. Als Jüngling war er der Ansicht, daß??:an schon in diese??: Lebensalter beginnen sollte, für das Wohl der Menschen zu wirke?:. Eine?: Freund, welcher sagte: „Wir solle?: warten, bis der HErr an uns reinigt, was vor ih??: nicht gefällig ist", fragte er: „Wan?: wird der Zeitpunkt kommen, da Du Dich für rein erklärst, also für mündig zur ausgebreitetste?: Wirksa?::keit, so?veit diese Dir?uöglich ist? Wozu das Licht :mter den Scheffel stellen? Daß aber ein jeder von uns feine Lichtseite hat, das zu leug?:en, wäre Gotteslästerung. Können wir Gott nach Jesu Sinn ehre?:, wen?: wir ihn nicht zu?n Muster neh?nen? Und er sagt: Mein Vater wirket bisher, und ich wirke auch. Meine Speise ist die, daß ich tue den Willen des, der mich gesandt hat, und vollende sei?: Werk. Darin wird?nein Vater geehrt, daß ihr viele Frucht bringet." Wie Beck in Waldtham: für die Stuttgarter Bibelgesellschaft Freunde gewann, so weckte er in Mergenthei?:: Teilnah??:e an der Arbeit der Baseler Missionsgesellschaft. Sein Schüler Bargas, ein Mexikaner, folgte ihm von Mergenthei??: nach Basel, um hier ins Missio?:shaus einzutreten. Die ältestenZögli??ge des letztere?: besuchten die Vorlesunge?:, welche Beck in Basel hielt, u?:d bereitete?: ih??: durch ihren Ernst und Eifer besondere Freude. Leider führte aber seine gegen gewisse Mißstände i??: Missionsbetriebe gerichtete Rede beim Iahresfest der Gesellschaft (858 ein Zerwürfnis zwischen ih??: und dieser herbei. Als Bargas aus dem Missionshaus ausgeschieden war, ließ Leck ihn??och zwei Jahre lang ein Lehrerseminar besuche?:. Da?:?: zog der Jüngling als Missionar i?: seine Hein:at. Auch für andere entlassene Zöglinge jener Anstalt sorgte Beck mit großer Treue. Er dachte sogar daran, ei?: eigenes Seminar zur Hera?:bildu?:g von Arbeitern fürs Reich Gottes zu begründe?:, doch zerschlug sich die Sache. Später unterstützte er??:it Geldgabe?: gelegentlich die Mission der Brüderge??:eine und die Goßnersche. Im ganzen aber war er forta?:???ehr ei?: Missionskritiker als ei?: Missionspfleger. Auch sei?: Biograph (3. Riggenbach), einer seiner größte?: Verehrer, gesteht, daß es als??:e?:schliche Schwäche auf Becks Seite gelte?: könne, daß sein in Basel gewo?:ne?:es Urteil über den Missionsbetrieb sich zu sehr verallge??:einerte ::??d versteinerte. Wir gede??ke?: schließlich der Beziehu?:ge?: Becks zu Israeliten. Als jugendlicher Pfarrer erregte er durch die Strenge, mit welcher er i?: seiner verwahrloste?: Ge?nei?:de Recht und Gesetz handhabte, in der ga?:zen Umgegend Aufsehen und vielfach auch Unj willen. So beklagte sich ein Jude bitter über ihn,! als er in der Nähe von Waldthai:?: mit einem : Freunde Becks zusammentraf. Der Ma?m war j besonders empört darüber, daß der Pfarrer an! eine??: Sonntag seinen (des Jude?:) Bruder hatte! arretieren lasten wollen. „Wenn das mir passiert | wäre," rief er, „so hätte ich??:it den: Herrn Pfarrer! das Leben geteilt". In Mergenthei??: kam Beck durch j das Lyceum, an dem er als Oberpräzeptor angestellt! war, mit vielen Juden in Berührung. Der dortige - Rabbiner, ein Greis, de??: es bei besonder?: A??lästen,; z. B. vor de??: Geburtstage des Königs, schwer j wurde, eine Rede auszuarbeiten, wandte sich in j seiner Ratlosigkeit gerne an Beck, ::??: mit ihm den! Text zu bespreche?:. Der christliche Theologe, der in j seinen predigten das A. T. steißig benützte und : (835 eine Schrift über Rö??:er 9 veröffentlichte, freute sich des entgegengebrachte?: Vertrauens. Im Verkehr??:it de??: Rabbiner erlangte er die Erkenntnis, daß der,! welcher Jude?: zu Ehristo führen will, sie zuerst zu; rechten, d. h. bibelgläubigen Jude?:??:acheu??:uß, die sich an Mose und die Propheten halten und auf den Messias hoffen. „Der Glaube an Mose und die Propheten führt zu Christus". In Basel erschien der Ierusale??:er Rabbiner Leo Spira bei Beck. Dieser! verwandte sich für den Fremdling bei??: Verein der! Freunde Israels und brachte es dahin, daß er in einer j christlichen Anstalt bei Ludwigsburg Aufnahme fand.! Beck erklärte, es sei nicht von Menschen bewirkt,! sonder?: ei?: Zeiche?: der göttliche?: Gnade, wenn auch! unter den Juden eine n?ächtige Bewegung entstanden j sei „ Während jetzt das göttliche Wort vor unfern! Auge??, frei wie ein Siegesheld, seine Bahn durch- > schreitet, über Land ::?:d Meer, unter Heiden, Jude?:,! Türken und Christen, lag es früher selbst in der j Christenheit lange unter Schloß undMiegel. Als eine j neu blühende Himmelsblume trägt es?:::?: den Geruch! der Gotteserkenntnis über die ganze Welt hin", j Eber: deshalb wollte er auch die Iudenchriste?: wie - die Heide?:christe???:icht vo?: Me?:sche?: unterjochen j lasse?:, sondern ihnen die Freiheit i?: Christo erhalten. I Hierbei übersah er freilich ebenso^ wie die heutige?: Anhänger der Idee einer jüdischen Nationalkirche,! daß die Zeit für ei?:e solche?:och nicht geko??:n:en ist.