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Dibre Emeth · 1903-01-01 · 1 (1903) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
59 (1903)
Issue
1 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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6 wie noch nie einer gefunden worden ist. An 2 Lei-; ten waren reliefartig je 5 Lherubim und 2 Löwen! herausgearbeitet, die auf den vor dem Altar Ltehenden : zuzuschreiten schienen, auf der Vorderseite war eine mythologische Darstellung, der Lebensbaum, umgeben von 2 Lteinböcken, desgleichen eine auf der linken Leitenwand, ein Mensch, der eine Lchlange am \ Halse würgt. Die Bedeutung dieses Kultukstückes! für die Religionsgeschichte ist hervorragend. Rieht; nur, daß wir hier im allgemeinen zum erstenmale ein Kultusgerät vor uns haben, auf dem aller! Wahrscheinlichkeit nach tatsächlich dem Iehovah! Opfer dargebracht sein werden. Rein, zuin ersten-! male haben wir auch eins der so oft in: 2tItcn Testament genannten Hörner des Altars im Originale vor uns, zum erstenmale eine Darstellung, der wir entnehmen können, wie wirklich die späteren Israeliteil sich die Lherubim vorgestellt haben: Menschenkopf, Löwenleib, Flügel. Bor allem aber legt der Altar auch dafür ein erneutes Zeugnis ab, wie die Mythen der umwohnendeil Völker auf Israel eingewirkt haben. Natürlich wird er der Wissenschaft sogleich auch einige neue Rätsel aufgeben, aber gerade diese sind ja die Mütter alles Fortschrittes." Dem Beispiel des österreichischeil Gelehrten, der die in Angriff genommene Arbeit hoffeiitlich bald fortsetzen kann, will der deutsche palästinaverein folgen. Der letztere beabsichtigt den Teil Mutesselim, in dem Ulan das alte Megiddo vermutet, zu untersuchen. Wöge auch den deutschen Ausgräbern eine reiche Ausbeute beschieden sein! Der Wert der Bibel. £efet fleißig die heiligen Lchriften, die wahren Aussprüche des heiligen Geistes! (Klemens von Roin.) — Jeder feiere den Labbath zur Wohlfahrt der Leele, durch Erquickung in Betrachtung der heiligen Lchrift. Ihr Väter, erziehet eure Rinder durch Unterweisung und Ermahnung des HErril! Lehret sie die heilige Lchrift, danlit sie sich nicht dein Müßiggang ergeben! (Ignatius von Antiochien.) — Kommet und nehmet teil all der mit nichts zu vergleichendeil Weisheit! Werdet belehrt durch das göttliche Wort und lernet den ewig bleibenden König kennen! Denn das göttliche Wort durchdringt unsere Seelen mit seiner Kraft, leitet uns zu höhereil Begriffen, bildet uns Sterbliche zu Uilsterblichen und führt lins von dieser Welt zu einer anderil hinüber. Gebet keinein Weil sch eil Gehör,-der feine Beweise nicht aus der heiligeil Lchrift ninlmt und alles auf sie zurückführt! Das Weifte dariil ist so klar, daß es feiner weitereil Erklärung bedarf. Lolailge ich der Lchrift Gehör gebe, kann ich nicht auf Abwege gerateil. (Iustiil, der Märtyrer.) — Die Heilslehren erkennen wir nur durch diejenigen,^ welche uns das Evailgeliuiil zuerst selbst verkündigt lind danil durch Gottes Füguilg schriftlich hinterlassen haben, damit es der Hauptgrund uild die Ltütze uilseres Glaubens fei. Daher sollen alle uild jeder dies Evangeliunl besitzeil. Leset desto fleißiger das Evailgeliuiil, welches uns voll den Aposteln überliefert ist! Leset die Propheten, mld ihr werdet das Lebeii, die Lehre und das Leiden liiiseres HErril geweiffagt fiiiden. (Inmäus.) — Wahrlich, die heilige Lchrift bildet heilige, ja, göttliche Weiifchen. Das göttliche Wort ist ja keinem verheimlicht: dies Licht ist alleil geiilein. Eilet deiln zu eurem Heile! (KlenleiiS von Alexandrien.) — Gott gab uns die Lchrift, bamit wir vollkommener und nachdrücklicher sowohl ihn selbst als feinen Willen kennen lerneil. (Tertullian.) — Wie die Nacht die leuchtendeil Lterne am Himmel nicht auslöscht, so kann die Nacht die Leelen der Gläubigen, die sich an dem Grlmde der heiligeil Lchrift festhalten, nicht verfinsterll. (Zephyriiius von Ronl.) — In euren Händen fei die heilige Lchrift, in euren Herzen die Erinnerung an den HErrn, danlit der Feind euer Herz jederzeit bewahrt und bewaffnet flilde, weilil er euch versucht. Der gläubige Lhrist beschäftigt sich niit denr Lesen der heiligeil Lchrift. Hier schallt er seine Hoffnung. Hier hat er feilt Hei! vor Augen. (Lyprian.) —- Jede geistliche Betrachtung in den heiligeil Lchriften ist für unsere Seelen gleichsam das Salz, welches zwar den Leidenschaften wehetut, aber doch heilsam ist. (Wethodius, der Wärtyrer.) — Lasset keinen Tag vorübergehen, an 6em ihr nicht in den heiligen Lchriften etwas leset uild betrachtet! Verschiebet das Lesen der heiligen Schrift ja nicht! Denil ilichts nährt die Leele mld stärkt den Sinn in demselben Maße. (Theonas von Alexandrien.) — In dem, was du aus der heiligen Schrift erkennst, ist die Liebe offenbar. In denl, was du daraus nicht erkennst, ist die Liebe verborgen. Wer also in seinem Leben die Liebe festhält, der hält sowohl das im Worte Gottes Offenbare, als auch das in ihiil Verborgeile fest. (Augustill.) Die Höilengreme. In den nördlichsten polarländern reicht die Schneegrenze bis auf die Weeresfläche herab, während sie ' immer höher hinaufsteigt, je weiter wir nach Südeil kommen, bis sie uilterhalb des Äquators erst 5000 m über denl Meeresspiegel beginnt. Was die Schileegreilze in der Natur ist, das ist die Höllengreilze im Menschenleben. Es giebt Menschen, die denl Böseil ganz llnd gar verfallen, also innerlich völlig vereist uild vergletschert sind. Aildere zeigen teilweise 6ie Macht des Guten, anlnen, blühen und trageil Früchte zur Ehre Gottes, aber irgeildwo, höher oder tiefer, beginnt auch bei ihnen das Reich des Bösen. Es ist fein Mensch, der nicht sündigt. Nur Jesus, der göttliche Messias, ftanb ganz uild gar mTter der Herrschaft der Gerechtigkeit. In feinem Leben flicht man die Höllengreilze vergebeilS.

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