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Dibre Emeth · 1902-01-01 · 1 (1902) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
58 (1902)
Issue
1 (1902)
Date
1902-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sic verkauften 8507 Schriften. Bei den Juden der Bukowina zeigte sich ein größeres Verlangen nach denn Neuen Testament. Manche kauften dies Buch und empfahlen es auch andern. Einmal begehrten und kauften zwei christliche Landwirte dasselbe, nachdem ein Jude ihnen aus dem Neuen Testament vorgelesen und den Inhalt gelobt hatte. Ein ander,nal verkaufte ein Aolporteur 50 Exemplare an Soldaten, zu denen er dank der Fürsprache eines jüdischen Aantinenwirts Zutritt erhalten hatte. Von Ungarn und den Nachbarländern erfahren wir, daß 22 Bibelboten 44 774 Schriften verkauften. Die ungarischen und kroatischen Behörden zeigten freundliches Entgegenkommen. Auch im Verkehr mit der Bevölkerung erlebten die Sendlings des Bibelhauses manche Ermutigung. Eine Frau, die acht Jahre zuvor eine Bibel gekauft hatte, sagte: „Ich lernte dies Buch täglich mehr schätzen. IW an hat uns gesagt, daß wir die Bibel verbrennen sollen, aber ich habe sie bis heute gelesen und hoffe, dies bis zu meinem Todestage thun zu können. Denn so habe ich den HEiland und Tröster meiner Seele gefunden." Ein Mann, der drei Jahre lang im Besitz einer Bibel war, bezeugte seine innige Freude über dies köstliche Gut. Er sagte: „Ich habe nie geahnt, welch ein Segen die Bibel für mich sein würde." Eine ar,ne Frau, die früher ein Neues Testament erworben und es mit Genuß gelesen hatte, wünschte eine ganze Bibel zu kaufen und gab ihre letzten Areuzer für eine solche hin. Von den vier Bibelboten, die an der adriatischen Aüste 5594 Schriften absetzten, wurde der eine in Triest von einem alten Bekannten, einem Schneider, um ein Neues Testament gebeten. Dieser Mann sagte: „Das, welches Sie mir in Tirol verkauften, wurde mir weggenommen. Das zweite, welches ich in pola kaufte, wurde mir in Bosnien gestohlen. Dies dritte hoffe ich nun endlich behalten zu können." In Bosnien und der Herzegowina sind zwei Aolporteure an der Arbeit. Ihr Verkauf betrug o\5\ Schriften. Eine ältere Frau führte eine jüngere mit folgenden Morten in die Bibelniederlage zu Serajewo: „Ich habe hier ein Buch gekauft, welches eine große Veränderung bei nur hervorgebracht hat. Nach dem Lesen desselben habe ich den verlorenen Glauben an Gott wiedergefunden. Jetzt bin ich glücklich und ruhig in Gott. Ich rate Ihnen, ein Buch wie das meine zu kaufen." In einen Gefängnis wurden 10 Bibeln zum halben Preise verkauft. Als die Gefangenen von dieser Preisermäßigung hörten, jauchzten sie vor Freuden. Ihr Lehrer flehte Gottes Segen auf das Merk der Bibelgesellschaft herab. Einst stieß der Aolporteur auf Zigeuner. Zu seinem Erstaunen kauften dieselben fünf Bibelteile. Später erscbien ein neuer Trupp. Auch bei diesem zeigte sich Verlangen nach Gottes Mort. „Öffne die Tasche! Ich möchte ein Buch von Dir kaufen/' So rief einer der neuen Ankömmlinge dem Bibelboten zu. Der Zigeuner konnte kaum buchstabieren, kaufte aber doch ein serbisches Neues Testa,nent. Einer seiner Genossen folgle seinen Beispiel. In, Königreich Serbien verkaufte ein Aolporteur, unterstützt von seinen Sohne, 3s06 Schriften. Bei der Geistlichkeit fand er freundliche Aufnah,ne. Auch die Lehrer verhielten sich eutgegenkonnnend. Mie der Bibelbote seine Bücher in einem Aloster absetzte, so verkaufte er sie auch in einen Lehrerseminar. Ein Landwirt erinnerte sich beim Anblick der Bibel unter Thränen seines verstorbenen Sohnes und erzählte, daß derselbe in, Neuen Testa,nent fleißig gelesen habe. Sein Lob der heiligen Schrift bewog eine Frau, die ihn reden hörte, de,n Aolporteur ein Neues Testament für ihren Sohn abzukaufen. Mas endlich das Königreich Rumänien betrifft, so wurde hier die Aolportage von vier Männern besorgt. Der Verkauf betrug 5590 Schriften. Ein Aolporteur wurde einmal von einen: Gefangenen-Aufseher gefragt, ob er nicht dieselben Bücher schon zehn Jahre früher verkauft habe. Es stellte sich heraus, daß der Aufseher damals von ihm ein Neues Testa,nent erworben hatte, welches dann, wie er selber sagte, sein größter Schatz geworden! war. Er hatte nach dem Aolporteur jahrelang j ausgeschaut, um ihn, von Herzen danken zu können.! Sein Antlitz strahlte vor Freude, als er mit seinem Mohlthäter über Gottes erlösende Gnade reden durfte. Einer von den in Rumänien angestellten Bücherboten, Spieß, starb nach kurzer, schwerer Arankheit. Er hatte der Bibelgesellschaft mit Eifer und Treue, aber! auch mit schönem Erfolg 26 Jahre lang gedientj Vielleicht erweisen wir einzelnen Lesern einen! Dienst damit, wenn wir zum Schluß die Adressen! der den, Miener Bibelhaus untergeordneten Bibel-! Niederlagen angeben. Es sind folgende: Budapest,! Deükplatz 45 Prag, Franzensquai 6; Lemberg, Sixtusgaffe \6; Triest, Via Ponte roffo 5; Bukarest, Lalea Mosilor 59; Belgrad, Pop Lukina ulica 25; Serajewo, Markthalleplatz bei A. Hempt. j %m Abessinien. j Mtgeteilt von Missionar Flad in Rornthal.! Im Begriff, Ihnen einiges über unsere Missions-! arbeit ,nitzuteilen, fange ich an mit Lob und Dank j gegen Gott, der nüch und meine Mitbrüder zur! Arbeit gesegnet und gestärkt hat, daß wir dieselbe; den ganzen Sommer mit Freuden thun konnten.! In der letzten Zeit gab es besonders viel Arbeit j mit Besuchen der Aranken, deren es in den Dörfern un, uns her sehr viele hatte. Auch hierdurch hat der HErr zu vielen Herzen ,nächtig geredet, und! manche haben, wie ich glauben darf, den Mink des! HErrn verstanden. Aranke besuchen ist eine wichtige j Arbeit, besonders in diesen, Lande, weil die meisten, | Einwohner das Mort Gottes nicht lesen können,, j Sehr oft ist es schon vorgekommen, daß solche, welche ich besucht hatte, bald nachher starben. Unlängst

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