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Dibre Emeth · 1902-01-01 · 1 (1902) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
58 (1902)
Issue
1 (1902)
Date
1902-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Dibre 6metb. Gin Uierteliafyrsblatt für Israeliten und freunde Israels. 1902. 58. Jahrgang. Wo. 1. grrßaCf: Gott zum Gruß. — Das wiener Bibelhaus. — Aus Abessinien. — Paul Salomon Goldenberg. — Der hundertste Geburtstag von Dr. Julius Stahl. — Zur Erinnerung an William Mc Kinley. — Der Kampf um die Gewissensfreiheit in Rußland. — Gott ist getreu. Kor. *o, *3. — Line neue deutsche Übersetzung des Josephus. — Zum Nachdenken. — Indische Chronik. — Todesfälle Empfangsbescheinigung. ®ott jum Gruß! Zum erstenmal begrüßt der Herausgeber der „D. E." voll der österreichischen Aaiserstadt aus die Leser dieses Blattes. Er dankt allen, die ihn mit guten Wünschen hieher begleitet haben. Er bittet, seiner Person und noch mehr seiner Sache die bisher bewiesene Liebe auch in Zukunft zu erhalten. Die Umstände nötigten uns, eine Umgestaltung der „D. E." vorzunehmen. Unsere Zeitschrift erscheint jetzt nicht mehr als ein Monats-, sondern als ein Vierteljahrsblatt. Der Iahrespreis wurde auf 60 pfg. oder 72 Heller ö. VO. ermäßigt. Das Beiblatt „Timotheus" hört auf zu erscheinen. Bestellgelder und andere Gaben für die „D. E." wolle man fortan nur an Herrn I. Windolff, Berlin SW. \2, Tharlottenstr. 88, senden. Derselbe wird den Empfang in diesem Blatt bescheinigen. Dagegen erbittet sich der Unterzeichnete die für allgemeine Missionszwecke bestimmten Spenden ebenso wie alle Briefe unter der folgenden Adresse: Wien III., hainburgerstr. 2\. w, Becker. Das Wiener Vibelhaus. Unweit des Opernringes, eines Teils der schönen Ringstraße, welche Alt-Wien auf drei Seiten umschließt, befindet sich die Elisabethstraße. Das stattliche Gebäude, an dem wir die Zahl 6 bemerken, ein Eckhaus, beherbergt .eine Niederlage der Britischen und Ausländischen Bibelgesellschaft. Unter ihren: Direktor, Herrn Millard, arbeitet hier eine Anzahl Angestellter an der Lösung der Aufgabe, die jene Gesellschaft sich gestellt hat. Schon das Ladenfenster zeigt uns die verschiedensten Ausgaben der heiligen Schrift. Eine größere Auswahl wird uns vorgelegt, wenn wir den Laden selber betreten. Aber die Gescbäftsräume der Elisabethstraße reichen noch nicht zur Bergung sämtlicher Vorräte aus. viele Schätze hat man in einem entfernten Gebäude aufgespeichert. Von Wien wird nicht nur ganz Österreich-Ungarn mit dem Buch der Bücher versorgt, sondern auch Serbien und Rumänien empfangen das letztere von hier. Unter den Sprachen, in denen die heilige Schrift verbreitet wird, steht die ungarische obenan. Im Jahre $00 war sie mit ^8 000 Exemplaren vertreten, während die böhmische Sprache 35 600, die deutsche 30 500, die rumänische ^3 700, die hebräische in ihren verschiedenen Gestalten 8500, die serbische 7700, die kroatische 5$0, die polnische H200, die slovenische 2300, die ruthenische $00, die italienische $00, die russische und die slovakische je W0 aufwies. Außer den genannten Sprachen kamen noch andere in Betracht, doch umfaßte der Absatz dann weniger als $00 Exemplare. Die Gesamtverbreitung betrug $72$ Auf Ungarn nebst Siebenbürgen, Aroatien und Slavonien entfielen 8^200 auf Böhmen 3^ 500, auf Ober- und Niederösterreich 2<\ 600, auf Galizien und die Bukowina 9500, auf Rumänien 7000, auf das österreichische Aüstenland ^200, auf Bosnien und die Herzegowina, sowie Serbien je 3$0. Gedruckt werden die zur Versendung kommenden heiligen Schriften teils in Wien und Budapest, teils im Ausland. Im letzten Berichtsjahre wurden m 96% Bibeln, 7\ ^8^ Neue Testamente und 77 $6 Teile, zusammen $0 594 Exemplare, im Inland hergestellt und 77$ Exemplare von Berlin bezogen. Bei der Verbreitung der Bibel leisten die Aolporteure Hervorragendes. Von der Gesamtzahl der $7 2\\ Exemplare, deren Absatz das Wiener Bibelhaus meldet, ist ihrem Wirken die Hälfte zuzuschreiben : 83 ^89. Im Durchschnitt waren 50 Männer als Bibelboten thätig. ^für Ober- und Nieder-Öfterreich wurde die Aolportage leider verboten. In Böhmen verkauften 6 Aolporteure \2 567 Schriften. 'In einer dortigen Stadt wurden 200 bestellt, in einen: Dorfe, welches nur $ Häuser zählt, $ Exemplare gekauft. In Galizier: und der Bukowina wirkten 7 Aolporteure

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