Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 11 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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85 selbst noch der Airche beitreten. In Persien starb am 27. November der Scheikh Muhammed Ali, ein Mann, der eifrig bemüht gewesen war, die Fortschritte des Christentums zu hemmen. In Damaskus ging eine Verfolgung nicht von israelitischer oder ismaelitischer, sondern leider von christlicher Seite aus. Als einmal jüdische Besucher des Missionshauses dasselbe verließen, wurden sie von Christen, deren Läden in der Nähe liegen, beleidigt und angegriffen. Hieraus entspann sich ein Straßenkampf zwischen Juden und Christen. Aus der Menge die sich bald angesammelt hatte, drang der Ruf hervor: „Die Juden wollen ein Christenkind stehlen, weil sie zum passahfest Blut brauchen." Zum Glück kam die Polizei den Juden zu Hilfe. Cs ist begreiflich, daß die Zahl der Besucher des Missionshauses infolge dieses Vorfalles abnahm. Aber die Sache wird wohl bald vergessen sein. Der Bericht zählt 52 Missionsstationen in Europa, Asien und Afrika und $9 Missionsangestellte (s65 männliche, 3^ weibliche) auf. Mit Einschluß der 32 Missionarsfrauen standen 23{ Personen unter der Leitung des Vorstandes. Von den Angestellten besoldeten 23 sich selber. 82 waren Iudenchristen. $ wirkten in der ärztlichen Mission, 8 als Apotheker, 58 an Schulen. Die Zahl der Missionsprediger betrug 25. Warum? warum wir mit dem Evangelium In Euren Kreis, Ihr Kinder Jakobs, treten, Die wir zu Gott in JLsu Namen beten, Für die Sein Kreuz ein hehres Heiligtum? wir thun's, weil unser Herz in Mitleid brennt, Da es Luch sieht von einem Jahr zum andern Unstät und flüchtig durch die Länder wandern. wir^thun's, weil Ihr den HEiland noch nicht kennt. Ach, kenntet Ihr den eingebornen Sohn, Der auf die Erde kam, um uns zu heilen: Ihr würdet mit den Schmerzen zu Ihm eilen, Die jetzt Luch plagen als der Sünden Lohn! Nicht Mitgefühl allein mit Eurer Not: Gehorsam auch bewegt uns, Euch zu sagen, Daß ILsus uns erlöst von allen Plagen. wir thun's, weil uns verpflichtet Sein Gebot. Er will es, daß das Evangelium Den Kreaturen allen, die hier wallen, Iu ihrem Heil und Segen soll erschallen: Für alle soll es sein der höchste Ruhm. M, kommt! Nicht länger hasset, sondern liebt; Nicht länger, Freunde, ächtet, sondern achtet, Den, der am Kreuze ward für uns geschlachtet, Den König, der uns ew'ges Leben giebt! tzhinestsche Sprichwörter. Es giebt zwei gute Menschen: der eine ist gestorben, der andere noch nicht geboren. .. Besser ehrlich sein und Mangel leiden, als böse sein und die Fülle haben. Überdenke deine Fehler in dem ersten Teil der Nacht, und des andern Fehler zähle, wer noch in dem zweiten wacht. Eine Lüge ist ein wunderliches Insekt: es hat keine Füße und kann daher nicht stehen, aber es hat lange Flügel und fliegt darum sehr weit. Baust du ein Haus mit Bedrückung des Nächsten, so dauert dein Gewinn nicht lange. Ein einziges Menschenleben reiten ist besser, als einen Tempel von sieben Stockwerken bauen. Ein vierspänniger Wagen kann ein. gesprochenes Wort nicht zurückholen.