Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 11 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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82 heißt es mit Bezug auf das warnende Zeugnis, das sie von Lot vernahmen: „Es war ihnen lächerlich" (f. Mose $, $). Bie kamen aber infolgedessen in Sodom um. — Aber wo reden die 5 Bücher Moses von einem Mittler, dessen wir vor Gott bedürften? — Sie sind doch kein Samariter, daß Sie Gottes Wort Nur in jenen 5 Büchern suchen müßten. Das ganze A. T. enthalt dasselbe. Die Schriften Moses leiten dis Messiaslehre ein: das Buch Iesaias führt auf ihre Höhe hinaus. Gott behandelt Israel mit erzieherischer Weisheit und enthüllt daher erst nach und nach seinen Erlösungsplan. — Wir erlösen uns selbst. Unsere Religion betont das Thun, die Ihrige den Glauben. — Glauben verlangt der Anfang der fO Gebote, ebenso das Sch'ma (5. Mose 6, ^.). Schon Abraham fand im Glauben Gerechtigkeit (f. Mose J(5, 6). Auch Habakuk verbindet Glauben und Gerechtigkeit mit einander (2,0. Andererseits fordert das N. T. einen lebendigen, also thätigen Glauben. — Wir Juden brauchen aber nur an Einen Gott zu glauben. — Auch wir Christen verehren nur Einen Gott. Christus ist nicht ein zweiter Gott, wie die von der Sonne ausgehende Wirkung nicht eine zweite Sonne ist. — Sie betrachten also Christus als eine Ausstrahlung der Gottheit? — Gewiß. Trotz seiner selbständigen Persönlichkeit steht er in der innigsten Verbindung mit dem Allmächtigen. Wer ihn sieht und hat, der sieht und hat den himmlischen Vater, also auch das Reich Gottes und das ewige Leben (Ioh. $, 9, 3, 3. 5, 36; tz Ioh. 5,2). — Das sind Gedanken der altgriechischen Philosophie. — Nein, das find Offenbarungen durch Worte und Thatsachen, die Gott seinem Volk Israel hat zuteil werden lassen: Offenbarungen, denen auch Sie Gehorsam schulden. Aus dem 93. Jahresbericht der L. J.-M. Auch bei Israeliten zeigt sich an den verschiedensten Orten die Anziehungskraft des Evangeliums. Ein Greis von 77 Jahren, welcher die Missionsgottesdienste in Liverpool regelmäßig besuchte, wünschte bei denselben immer wieder ein Lied zu hören, welches Mat. sh 28 ff. behandelt. Ein junger Mann in Leeds sagte: „Es giebt Hunderte, die wie ich glauben, daß IEsus der Messias ist, aber es nicht offen zu bekennen wagen." Aus Iaffif wird von einem Mann berichtet, der Jahr für Jahr Traktate kaufte. Als ihm Ies. 53 vorgelesen wurde, bekannte er, daß unser Heil allein in Christi Wunden liegt. „Ls ist vergeblich," sagte er, „daß unser Volk dies leugnet. Er und niemand sonst ist der Messias der Welt." Ein Mann in Mogador äußerte sich folgendermaßen: „Wir wandeln in der Finsternis und wagen es nicht, den Schleier von unfern Augen und Herzen wegzunehmen, weil wir uns fürchten, zu erkennen, daß IEsus von Nazareth wirklich der Messias ist, und doch giebt es keinen andern." Auch im Jahre $00 kamen zahlreiche Missionstaufen vor. Vermittelt wird die Bekanntschaft mit dem Evangelium teils durch mündliches teils durch schriftliches Zeugnis. Ein 75 jähriger