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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 11 (1901) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
11 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Cin ÄlonatMatt für Israeliten und Freunde Israels. Wr. 11. — 57. Jahrgang. — 1901. Inhalt: herüber und hinüber. — Aus dem 93. Jahresbericht der L. I.-M. — warum? — Chinesische Sprichwörter. — Line wunderbare Gebetserhörung. — Zu 1. Mose 9, 20. — Zu Hebräer 2, 1H ff. — Zum Nachdenken. — Aus der jüdischen Presse. — Zur Statistik. —Lin alter jüdischer Spruch. Herüber und hinüber. Diese Schriften riechen nach Mission. — Also ist ihr Geruch so lieblich wie derjenige von Rosen und Lilien. — Mir ist alle Proselytenmacherei zuwider. — Mir auch. — Aber Sie verbreiten ja eben diese Schriften. — Mit Proselytenmacherei haben dieselben nichts zu thun. — Was ist denn die Mission sonst? — Die christliche Mission ist eine Einrichtung der Kirche, durch welche die Kenntnis der christlichen Religion Nichtchristen zugänglich gemacht wird. — Sagen wir vielmehr: aufgezwungen wird. — Leider muß ich zugeben, daß dies oft geschehen ist. Aber dann handelte es sich um eine Entartung der Mission, die der schon von Lhristus verurteilten glich. — Wir Juden haben nie Mission getrieben. — Sie irren sich. Helena von Adiabene, der Jeminit Abukariba und der Lhasar Bulan bezeugen die jüdische Missionsthätigkeit. — Jedenfalls ist unsere Religion immer nur in der richtigen Weise ausgebreitet worden. — Das Verwerfungsurteil Ehristi, von dem ich sprach, bezieht sich gerade auf den pharisäischen Missionsbetrieb seiner Tage (Matth. 23, \5). Dagegen hat ein aus der Gemeinschaft der Pharisäer ausgetretener Israelit in einer Weise missioniert, die für alle Zeiten vorbildlich ist. — Wer ist das? — Das ist Paulus. Dieser Apostel preist einmal (2. Kor. 2,^) Gott dafür, daß derselbe ihn, den Jünger Ehristi, im Triumph daherführt, wie die römischen Triumphatoren zum Beweise ihrer Macht die überwundenen Feinde vor sich hergehen ließen. Zugleich dankt er aber auch dem Höchsten, weil dieser den Geruch seiner Erkenntnis allerorten durch ihn offenbart. — Wenn Sie heidnischen Völkern zur Erkenntnis Gottes verhelfen, habe ich nichts dagegen. Aber bei Juden ist das nicht angebracht. — Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen. — Dieser Grundsatz wird oft gemißbraucht. — Allerdings. Aber bei der Mission liegt ein klares, jede Mißdeutung ausschließendes Gebot vor. Dies Gebot weist uns an, alle Völker zu Jüngern JEsu zu machen. Nur als ein solcher Jünger gelangt man zur wahren Gotteserkenntnis und zum Heil. — Uns Juden erscheint die Lehre von der Heilsvermittlung durch JEsum lächerlich. — von den Verlobten der Töchter Lots

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