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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 10 (1901) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
10 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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79 allein Gerechtigkeit wirke bei allen, die mit ihm Lin Geist sind, daß die, welche sein Geist regiert, sich nicht mehr unter dem Zwang und der Verdammnis des Gesetzes befinden, sondern die wahre Freiheit und Seligkeit genießen! Erhöre mein Gebet um JEsu willen! Amen. 7. Am Sonnabend, a. HLrr, unser HLiland! Dein Geist, der himmlische Tröster, läßt uns glauben und hoffen, daß die in Dir Entschlafenen von ihrer Arbeit ruhen. Du verbürgst uns durch ihn ihre Wiederbelebung. In einem geistlichen Leibe sollen sie einst auferstehen, wir danken Dir dafür, daß wir im Blick auf die Gräber der Unserigen solchen köstlichen Trost genießen dürfen. Führe auch uns zu jenem herrlichen Ziel! Laß uns das Pfand unseres Erbes, Deinen Geist, HLrr JEsu, teuer und wert halten und endlich das Erbe selbst erlangen! Amen. d. HLrr, unser HLilandl Niemand weiß, wqs in Gott ist, als allein der Geist Gottes. Niemand kann Dich, HLrr JEsu, einen Herrn heißen ohne durch den heiligen Gcist. So gieb mir denn diesen Geist, den ich nötiger brauche als das tägliche Brot! Gieb mir den Geist des Glaubens, daß ich meinen Schöpfer und Dich, meinen Erlöser, wahrhaft erkenne, liebe und ehre! Laß auf mir ruhen den Geist der Weißheit und der Offenbarung, der Gnaden und des Gebetes, daß ich kindlich beten, gehorsam leben, und selig sterben kann! Amen. Zum Nachdenken. Nicht gen Rom oder Jerusalem dürft ihr gehen, sondern zu dem Nächsten, daß ihr nicht stille sitzt ohne Frucht und Werk, sondern euch öffentlich erzeigt, daß andere Leute euer genießen und auch dazufkommen durch eure Predigt, Bekenntnis, Dienst und Hilfe; denn dabei kann man ja sehen, daß euer Glaube recht ist. Denn wo der Glaube nicht ist, da wird man gewißlich nichts um des Evangelii willen wagen, thun noch leiden; wo aber solcher Mensch ist, der um Christi willen wagt Leib, Gut und Ehre und jedermann auch gerne dazu bringen wollte, dem Nächsten treulich dient, gleich und brüderlich mit ihr« handelt, das ist ein gewiß Zeichen, daß er ein rechter, gläubiger Christ ist. (Luther zu Joh. js, *6.) 2. wie habt ihr doch meist so wenig vertrauen in euren Glauben und wickelt ihn sorgfältig in die Baumwolle der Abgeschlossenheit, damit kein Luftzug der Welt ihn erkälte, andere aber sich an euch ärgern und euch für Leute ausschreien, die sich zu heilig dünken, um von Zöllnern berührt zu werden! wenn jeder so dächte, der das wahre gefunden zu haben glaubt (und viele ernste, aufrichtige, demütige Sucher glauben es doch wo anders oder in anderer Gestalt zu finden), zu welchem pensilvanischen Zellengefängnisse würde Gottes schöne Erde werden, in tausend und abertausend exklusive Loterieen durch unübersteigliche Scheidewände eingeleilt! (Bismarck i. I. ^7.) 3. Es ist uns gestaltet, unser Haupt unter die mächtigen Hände unseres segnenden Gottes zu beugen, aber es ziemt uns nicht, daß wir diese Hände wegheben, wie Joseph die Hände Jakobs faßte, und sagen: „Nicht so, mein Vater!" Das Gebet hat nie den Sinn gehabt, daß es der unumschränkten Gnade Gottes Fesseln anlegen sollte, wir müssen unter unsere Gebete stets die Nachschrift setzen: „Vater, schlage mir's ab, wenn es Dir zu größerer Ehre gereicht!" Christus will mit gebieterischen Gebeten nichts zu schaffen haben. (L. H. Spurgeon.) Israel ist wie der kleine Zeiger an der Weltuhr. Während der große Zeiger der Völkerwelt sich oftmals umdreht, wandert der kleine langsam, aber sicher der zwölften Stunde zu. wenn aber Israels Stunde schlagen wird, wenn der geblendete Prophet in der Völkerwelt wieder sehend wird, dann wird auch die Stunde der ganzen Welt schlagen und das frohe Ziel erreicht sein, das der Apostel Paulus im Römerbrief (\\, 25 f.) in glänzendem Patriotismus und christlichem Optimismus als das Ziel der Weltgeschichte bezeichnet. Jeder Jude ist ein Wunder der göttlichen Vorsehung, ein Mensch, auf dem ein zwiefaches Geheimnis lastet: das Geheimnis eines großen göttlichen Gerichts und das Geheimnis einer großen göttlichen Verheißung. (L. Schneller.) 5. wie für Joseph in Egypten nach ^3, für den Kranken zu Bethesda noch nach 36 Jahren die Stunde der Hilfe schlug, so darfst auch du hoffen, daß endlich

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