Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 10 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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80 die Erlösung kommt, wenn sie zu deinem und der Deinen Frieden dient. Und .laßt der HErr hier das Leid auf dir, weil du es brauchst, so giebt er dir doch die Kraft, es zu tragen, und den Trost Seiner Gnade (2. Kor. \2, 9). Linst aber nimmt Er alles Leid von dir. Dann preisest du Ihn für alles, was. Er an dir gethan. (Der Nachbar.) Aer MeichLum der SLitformen in den JLeden AKsn. Der als Universitätsprofessor in Berlin wirkende Philosoph Friedrich Paul sen äußert sich in einer j$oo gedruckten Sammlung von Aufsätzen (Schopenhauer u.s. w. S. 2^0 st) folgenderinaßsn: „Der Rede ILsu standen alle Töne in erstaunlicher Fülle zu Gebote: Der mild-ernste Ton der Lehrrede, die feingeformte, tiefsinnige Gleichnisrede, das eindringlich mahnende Zwiegespräch, die Wucht, des strafenden Wortes und die Zartheit menschlicher Teilnahme, die treffende 'Stachelrede der Invektive und die brennende, dem Gegner das Blut ins Gesicht treibende Ironie, das gewaltige Pathos des Zorns, das in den Wehrufen über fein Volk und dessen Führer sich bis zum rollenden Donner des Gerichts steigert, und die Glut der prophetischen Vision, die in der Rede vom Weltgericht, der erschütterndsten Predigt vom Guten und Bösen und seiner ewigen Bedeutung, die jemals gehalten, worden ist, ihre höchste Steigerung erreicht. Er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten, also wohl auch nicht, wenigstensnicht immer, in dem Ton, worin die Lvangelienerklärer ihn meistens reden lassen, in dem Ton des unerschütterlichen trockenen Ernstes unfehlbarer Lehrentscheidungen". Jer Wahrheit Wert. Sakuntala sagt in dem gleichnamigen Drama von Kalidasa: „Hundert Brunnen wiegt ein See auf, hundert Seeen ein Opfer, hundert Opfer ein 5ohn, hundert Söhne die Wahrheit. Ia^ über lausend Roßopfer ragt die Wahrheit weit empor. Der Wahrheit kommt keine Pflicht gleich. Wahrheit ist das Höchste, was man kennt. Die Allgottheit ist Wahrheit. Wahrheit ist die erste Ordnung." Hatmudworte. Halte dich fern vom Schlechten und von allem, was den Schein oes Schlechten trägt! — warum ließ der Schöpfer die ganze Menschheit von Einem Paar abstammen? weil sich kein Mensch für besser halten sollte als den andern. — Gott macht diejenigen für die Miffethaten ihrer Mitbürger verantwortlich, welche es unterlassen, dem Bösen zu steuern, obwohl sie hierzu imstande sind. — wer auch nur eine einzige Seele vor dem Untergänge bewahrt hat, ist als der Retter einer ganzen Welt zu preisen. — Über drei ruft Gott selbst sein Lob aus: über den Jüngling, her in der Großstadt lebt und nicht der Sünde unterliegt; über den Armen, der den von ihm gefundenen Wertgegenstand dem Besitzer wiedergiebt; über den Reichen, der seine Früchte im Geheimen verzehntet und verteilt. — Es liegt dir nicht ob, selbst das Werk zu vollenden, aber du bist nicht befugt, dich ihm zu entziehen. Antwort. Die^ Dreieinigkeitslehre der Kirche wurzelt in den göttlichen Offenbarungen aus der Zeit des alten und des neuen Bundes. Auch im jüdischen Schrifttum ist gelegentlich von einem dreieinigen Gott die Rede. ^895 machte Le Reveil d’Israel in einer Abhandlung über Ioh. \o, 22 ff. hierauf aufmerksam. (S. \8\ ff.). Nach dein babylonischen Talmud (Berach.?a) erblickte R. Ismael, der unterFestus Hoher- Priester war (Apg. 25, \), im Allerheiligsten den Gott Israels. .,Lr sah Aktriel (« -1unbegrenzt, kether — Krone, el (Sott), Iüh und Ihvh Zebaoth." Nach dem Sohar ist Aktriel der unendliche, Ish der als Weisheit oder Sohn sich offenbarende, Ihvh Zebaoth der als heiliger Geist handelnde Gott, Herausgeber : Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße \5, Nerlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 80 Pf. Druck von g. windolff, Berlin S.W., Lharlottenstraße 88.