Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 10 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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78 geschiedenen: „Ich habe an den Krankenbetten ein klein wenig fühlen gelernt von dem, was über den größten Arzt gesagt ist, der je auf Erden wandelte: „Er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen." Das ist das Zeichen eines jeden Arztes, der in Wahrheit einer ist, daß er von diesem Tragen und Aufnehmen fremden Leides etwas hat, und das ist das Gemeinsame, was alle richtigen Ärzte aller Richtungen verbindet. Wenn aber der Arzt davon nichts hat, so ist er nicht wert, seinen Namen zu tragen." Heöete eines Christen um den heiligen Heist. (Schluß.) 4. Am Mittwoch, a. HLrr JLsu! Du hast auf Erden eine Kirche gestiftet. Dein Geist waltet in ihr als der andere Tröster und Beistand. Aber viele Feinde suchen sein wirken zu hindern. Tritt Du allen, die den Geist dämpfen wollen, entgegen und strecke sie zu Boden! wehre insonderheit der Zwietracht bei denen, die an Dich glauben! Erhalte und befestige die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens! Amen. b. Lieber HLiland! Dein Geist zeugt von Dir und leitet so in alle Wahrheit. 0, laß ihn dies Zeugenamt in allen Kirchengemeinschaften des Abend- und Morgenlandes ausüben! Befördere dadurch die Erkenntnis, daß Dein Reich nicht in äußeren Dingen, wie Essen und Trinken, sondern in Gerechtigkeit, Frieden und Freude in demselben heiligen Geiste besteht! verbreite durch den Unterricht des Geistes die selige Gewißheit, daß alle, die an Dich wahrhaft glauben, Gottes Kinder sind und darum ihren Schöpfer und Gebieter „Abba, lieber Vater," anrufen dürfen! Bezeuge allen wahren Lhristen dies ihr Kindesrecht und ihren Anteil an der zukünftigen Herrlichkeit! Amen. 5. Am Donnerstag, a. HLrr JLsu! Als Deine Apostel voll heiligen Geistes wurden, fingen sie an zu predigen, wie ihnen der Geist eingab. Du verlangst auch von uns wie von Deinen ersten Jüngern, daß wir das Amt des Geistes verwalten, das Evangelium von Deiner Gnade verkündigen. Kein Volk der Erde soll von Deinem Geiste ausgeschlossen sein. O, so salbe uns denn mit Deinem Geist, daß wir Dir Botendienste thun können! Gieb uns die mancherlei Gaben des Linen Geistes! Laß uns mit unerschrockenem Sinn vor jedermann den Glauben bekennen, den wir im Kerzen tragen! Laß nicht uns allein reden, sondern sprich Du durch uns mittelst Deines Geistes! Laß die Menschen das Wort, welches wir verkündigen, mit Freuden annehmen! Amen. b. Lieber HLiland! Du hast verheißen: „wenn ich erhöht sein, werde von der Erde, will ich sie alle zu mir ziehen." Du erfüllest diese Verheißung seit dem pfingsttage. Dein Geist hat den Heilsboten, die Dein Reich immer mehr ausbreiteten, nicht gewehrt, sondern sie dazu ermutigt und gestärkt. Dein Geist kam auf die herab, denen sie das Wort predigten, auf die sie die Hände legten. O, so bekenne Dich denn auch zu unserm Thun! Fördere das Werk unserer Hände, daß alle, an denen wir Mission treiben, den Trieb deines Geistes, des Geistes der Kraft, der Liebe und der Zucht, verspüren! Amen. 6. Am Freitag, a. Heiliger und barmherziger Gott! An diesem Tage hast Du einst Deinen eingeborenen Sohn zur Erlösung der Welt sterben lassen. Ach, noch immer weigern sich Tausende, das von Dir angebotene Heil anzunehmen. Auch Israel geht immer noch in der Irre. Für dies Volk möchte ich Dich heute besonders herzlich anflehen. (D HLrr, verhilf ihm zu der Beschneidung des Herzens, die durch Deinen Geist geschieht, daß es endlich von seinem verkehrten Sinn befreit werde und am Kreuz von Golgatha in Buße und Glauben niedersinke! Laß die Kinder Jakobs wiedergeboren werden aus Wasser und Geist! Ja, taufe sie mit dem himmlischen Feuer, das alle ihre Verkehrtheiten verzehrt! Amen. d. Allmächtiger Gott! Ich bitte Dich heute für Israel: Mache es lebendig und heilig durch den Odem Deines Mundes! Lehre und ziehe mit Deinem Geist die Kinder wie vorzeiten den Knaben Johannes, die Männer und Frauen wie Petrus und Paulus, wie Maria Magdalena und Maria von Bethanien, die Greise und Greisinnen wie Simeon, Zacharias und Elisabeth! Bewege durch Deinen Geist recht viele Lhristen, den Juden zu bezeugen, daß JEsus der Messias sei, daß er