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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 10 (1901) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
10 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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77 des Jahres Nach Becker ist unter Thrifti „Anfang" (Luk. 3,23) feine Taufe durch Johannes zu verstehen. Diese fällt in das Jahr 26 n. Thr., Thrifti Tod aber auf das passahfest des Jahres 30. Darnach ist aber die Weissagung des Engels dem Daniel gegenüber genau in Erfüllung gegangen. Eine wunderbare Gebetserhörung ist es also, die dem Daniel zu teil wurde. Er hat im Einblick auf die Weissagung des Propheten Jeremia, daß Jerusalem 70 Jahre wüst liegen solle, um Aufhebung der Schmach der babylonischen Gefangenschaft seines Volkes gebeten. Das Ende dieser Schmach stand wirklich nahe bevor, da die Unterjochung Judas durch Nebukadnezar im Jahre 606 mit der Schlacht bei Aarchemisch begonnen hatte und das Gebet Daniels im ersten Jahre des von Tyrus zum Statthalter oder Vizekönig.von Babylonien eingesetzten Darius Gobryas, d. h. im Jahre 536 v. Ehr., geschah. Im Jahre 536 erlaubte König Tyrus die Rückehr der Verbannten und den Wiederaufbau des Tempels, aber noch nicht der Stadt Jerusalem. Gott der HErr aber zeigt dem Daniel nicht die Zeit der Erlösung aus der babylonischen Gefangenschaft, sondern noch Größeres. Er offenbart ihm die Zeit der Erlösung des gefaulten Menschengeschlechts durch den Tod JEfu Thrifti. Drei christliche Arzte. Der in Anapps „Altwürttembergischen Lharakteren" (S. 3() vorkommende Leibmedicus Lentilius zu Stuttgart hatte den merkwürdigen Wahlspruch: ,.Aut pius, aut medicaster (entweder fromm, oder ein Auaksalber)!" In sein Exemplar von Hedingers Bearbeitung des N. T. schrieb er folgende Worte: „O Du lieber Hedinger! Gott lasse Dich um dieser herrlichen, teuren Arbeit willen, die Du uns als einen rechten Segen hinterlassen hast, am Firmament des Fimmels als einen Stern erster Größe leuchten! Du hast in Deinem Leben mit Deinem güldenen Munde sowohl als Deinem vortrefflichen Exempel ihrer viele zur Gerechtigkeit bekehrt und bekehrest deren noch viel mehrere durch Deine hinterlassenen geistreichen Schriften, sonderlich aber durch dies herrliche Testament, auch nachdem Gott Deine sichtbare Gegenwart uns entzogen hat. Wer sollte Dich dafür nicht lieben und loben?" Der am 22. Januar (895 im Alter von 92 Jahren zu Genf verstorbene vr. ined. H. Ll. Lombard, der Bruder des als Förderers der Sonntagsruhe bekannten Bankiers Alexander L., sorgte für Leib und Seele seiner Kranken. Oft betete er mit ihnen. In der Genfer Freikirche bekleidete er das Amt eines Ältesten. Er gründete eine Sonntagsschule für Rinder und leitete sie noch bis zuletzt. Am Schluß der Kindergottesdienste pflegte er ein freis Gebet zu sprechen. Vr. L. war auch ein Freund der Ev. Allianz. Am (6. Dezember (900 starb der Oberarzt des Stuttgarter Diakonissenhauses, Obermedizinalrat Dr. Sick. Seine Stellung zum christlichen Glauben beleuchtet der folgende schöne Ausspruch des Dahin-

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