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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 7 (1901) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
7 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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55 und verbarg sich an seiner Brust vor denl Raubvogel. Wesley hatte gerade damals selber schwere Verfolgungen zu bestehen. Man verkannte und verleumdete ihn. Jetzt erinnerte ihn die Taube, die auf der Flucht vor dem Habicht bei ihm Rettung fand, an den Weg zum Heil, den jeder Ehrist in seiner Not betreten darf. Er erhob seine Seele zu ihren: besten Freunde und erlangte bei ihm den Trost, der alle Traurigkeit überwindet. Tr dichtete unter dem Eindruck jenes Ereignisses das Lied: „IEsus, HEiland meiner Seele, laß an Deine Brust mich flieh'n!" Unzähligen ist dies Lied zu reichem Segen geworden. Wohl allen von äußern und innern Gefahren Bedrängten, die zu dem von Gott gesandten HEiland, zu IEsu, den: Messias, ihre Zuflucht nehmen! „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht Hinausstoßen," so lautet IEsu eigene Zusage (Ioh. 6, 37). Aie MedeuLung des Akten Testaments für das christliche Hkau0ensleöen. Vas A. T. besitzt eine dreifache Bedeutung für das christliche Glaubensleben, a. Das A. T. dient mittelbar zur Begründung des christlichen Glaubenslebens: es beweist den organischen Zusammenhang des Lbristentums mit einer langen Geschichte des göttlichen Gnadenreiches, d. Das A. T. dient zur Durchleuchtung des christlichen Glaubenslebens: es hilft dem Lhristgläubigen, Bedenken zu zerstreuen, die den Horizont seiner Glaubensgedanken überschatten können, c. Das A. T. dient zur Leitung des christlichen Glaubenslebens: der von: N. T. bestätigte Teil seiner Gesetze und seine erhabenen Musterbilder sind eine Quelle des Rats und der Kraft bei der Auswirkung der Glaubensfrüchte. 2. Diese seine Bedeutung für das Glaubensleben des Lhristen ist dem A. T. auch nicht durch Forschungen der neueren Zeit genommen worden. Denn a. weder konnte der biblische Glaubensbegrifs beseitigt werden, d. noch ist ein Urchristentum entdeckt worden, dessen Beziehung zum A. T. eine andere gewesen wäre, e. noch ist auch das A. T. selbst durch Textkritik, oder literarische Kritik, oder inhaltliche Kritik um seine fundamentale Bedeutung als Vuelle der vorchristlichen Gffenbarungsreligion gebracht worden. (Thesen von Prof. D. König-Bonn, verteidigt auf der Pastoralkonferenz zu Düsseldorf am 8. Mai \yo\.) Zu Matthä: 6, 34. Lin kranker Mann machte sich viele Sorgen, wie es mit seinen: Leiden gehen werde. Bei der Erneuerung seines Oerbandes fragte er den Arzt, ob er denn noch lange werde liegen müssen. Der alte Geheimrat blickte ihn freundlich an und sagte: „Für heute nur einen Tag!" Damit ging er weiter. D:e Pflegerin, die das verwunderte Gesicht des Kranken sah, sagte lächelnd: „So spricht unser lieber Geheimrat immer. Sie müssen sich schon damit begnügen. Er weiß, es ist für einen Kranken schon schwer genug, das L^eute zu ertragen; da soll er sich das Herz nicht noch schwerer machen mit der Sor.:e um die Zukunft. Darum ermahnt er seine Krankem jedesmal, für heute still zu liegen und das weitere Gott zu überlassen." Zu Apg. 17, 23. Seit mehr als 3000 Jahren beten die Brahmanen Tag für Tag um Geisteserwcckung. Die Gayatri, wie das tägliche Gebet genannt wird, lautet: „Lasset uns^ in Gedanken uns vertiefen über den anbetungswürdigen Abglanz des Schöpfers, unseres Gottes! Möge er (Gott) unfern Geist erwecken." Das Evangelium bringt die- Stillung dieser Sehnsucht, indem es den Indern den in ILsu geoffenbarten Gottessohn verkündigt, welcher der Abglanz der göttlichen Herrlichkeit und das Lbenbitddes göttlichen Lvesens ist (Hebr. z).

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