Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 7 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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56 Kottaire uttb ßyristus. „Voltaire hat etwas wichtiges vergessen," sagte ein Christ vor einer Versammlung, welche das Gedätsinis jenes Mannes feierte, „wenn Voltaire für seine Lehre sich hätte kreuzigen lassen, wenn er dann von den Toten auferstanden und gen Fimmel gefahren wäre, wie mein HLrr ILlus Christus, dann hätten seine Worte noch größeren Glauben gefunden, und seit! Anhang wäre ein bedeutend größerer." — Der Stifter des neuen Bundes hat nichts vergessen, was zur Beglaubigung seiner Person und sein.'S Werkes dienen konnte. Daruin bat iitematib das Recht, ihm den Glauben zu versagen. Ans Briefen von Mifstonsfrennden. weil Er Sein Volk lieb hat, so habe ich es auch lieb. Ich fühle mich, wie Ihm, so auch dem Volk Israel verpflichtet, da Er als Menschensohn von diesem Volk abstammt. Sagt der LsLrr ILsus zum Weibe von Samaria: „Das Heil kommt von den Juden," so sagt Cr es auch zu uns, indem uns dies Wort nach Gottes willen und Geheiß übermittelt worden ist, uns an das zn erinnern, was wir dem ILsn und in Ihm auch dem Volk Israel zu verdanket! haben, wie auch der Heidenapoftel Paulus den gewichtigen Schluß tnacht: „Aus der Juden Verwerfung ist den Heiden das Heil widerfahren." Ls wäre wirklich an der Zeit, daß die heutigen Christen den andern Zuruf desselben Apostels beherzigten: „Sei nicht stolz, sondern fürchte Dich, sonst wirst Du auch weggeworfen werden." lh. wenn man den Juden den 6Errn IE>um bezeugen will, so übernimmt man dadurch nt. L. auch eine Verantwortung. Allerdings hat uns ja der HLrr geboten, das Lvangeliunt aller 'Kreatur zu bringen, und ungehorsam würden wir sein, wenn wir diesen! majestätischen Liebesbefehl unseres HLrrn nicht nachkämen. Aber wenn nun diejenigen, denen wir den HLrrn bezeugen, sich ablehnend gegen das Wort verhalten, dann muß es ihnen ja zu einem um so schärferen Gericht gereichen. Also gilt es nicht allein, das Wort zu sagen, sondern auch recht viele dazu zu bewegen, daß sie für diejenigen beten, denen das Wort vom HLilande nahe gebracht wird. Ernstlich muffen wir zu Gott beten, daß Er den armen Juden das Herz lenken und sie für die Aufnahme Seines Lebenswortes einpfänglich machen wolle. Ohne das wirken des heil. Geistes kann ja kein gottentfremdeies Gemüt für den HLrrn Christus gewonnen werden. S. BücherverichL. Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin: £?. 0. Ka u sch, Wort und Geist. Theolog. Meditationen über ausgew. Stellen des N. T. VJII u. 48S S. 7,50, geb. 9 M. — Missionsbuchhandlung, Basel: Th. Mehler, Enthält das N. T. bindende ntissionsmethodische Vorschriften? 5. 20 Pf. — Deutsche Lv. Buchu. Traktatges., Berlin N.: j) w. Becker, Spaziergänge im Berliner Tiergarten. Drei Religionsgespräche. 2. Aust. (4.-8. Tausend).. *6 S. 5 Pf-, \oo Lx. 2 M. 2) Derselbe, wir haben Seinen Stern gesehen! Line frobe Botschaft für alle Kinder Israels. 2. u. 3. Aust. (5.—^. Tausend). 8 S. 2 Pf., \oo Er. M. Antwort. Mit Recht wird der Judenhaß vieler Christen als die Ursacbe des Christen- Haffes mancher Juden betrachtet. Gustav Freitag sagt in seinen! „Soll und Reiben" (Bd. I, S. \28) mit Bezug auf veitel Itzig, der sich von dem Winkeladvokaten Hippus unterrichten läßt: ,,Schwerlich hatten die jungen Herren, welche den zudringlichen Iudenknaben die Treppe hinunterwiesen, daran gedacht, daß ihre höhnenden Worte in der armen, verwilderten Menschenseele einen Dämon erwecken würden, der ihnen selbst in späteren Jahren Llend und verderben heraufbeschwören sollte?' Herausgeber: Prediger w. Becker, Friedenau-Berlin, Hauffstraße js. Verlag: Goßnersche Missionsbvchhandlung, Friedenau-Berlin. Iahrespreis: 60 Pf. Druck von g?Windolff. Vk-rlin 8 W., 'tbarlcttenflra^p 88.