Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 6 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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46 des Glaubens, Herzens und Lebens. Wer ein Ehrist ist mit dem Bewußtsein, dem ist es eine Pflicht, Ehre und Freude, das Bekenntnis seines Glaubens an Ehristum öffentlich abzulegen und von Zeit zu Zeit zu erneuern, um durch diese Auffrischung das Gemüt zu beleben und zu stärken. Alles, was man nicht nährt, wird schwach und kümmerlich. Es thut not, im Gedränge des Lebens, von tausend Dingen angezogen und abgestoßen, hin und her gezerrt, zerstreut und geschwächt, wieder zu sich selbst zu kommen. Kommt man aber zu sich selbst, so muß man etwas Höheres und Besseres haben, als sein eigenes Selbst. In sich selbst verliebt sein, von sich selbst große Stücke halten, ist ein jämmerlicher, kindischer Zustand. Ich kenne nichts, was die müde Seele so erquickt und hebt, als fromme Sammlung. Und von allem, was sammeln, d. h. das Zerstreute, Zerstückelte wieder vereinigen und durch die Bereinigung stärken kann, zieht nichts mächtiger und doch auch sanfter, nichts demütigender und doch auch erhebender an, als die Feier des heiligen Abendmahls, sobald das Herz dabei ist. Es giebt keine Einrichtung, in der das Göttliche und Menschliche so innig mit einander verbunden, so eins ist wie hier. — Ich kenne nichts Schöneres als eine fromme Mutter, die fromme Kinder erzieht. Ihr Verdienst ist geräuschlos und still; aber vielleicht größer als das der Männer auf dem geräuschvollen Schauplatze der Welt. — Was mich betrifft, so kann ich das Lhristentum nicht entbehren und würde elend sein, wenn ich es nicht kennte und hätte. Ich weiß auch nicht, woher Gewißheit und Zuversicht, Erhebung und Würde, Licht, Trost und Hoffnung kommen soll, wenn wir's nicht daher holen. Der Vrandenburgische Verein von Freunden Israels bedarf. immer noch einer größeren Anzahl von Mitgliedern, um das am [2. Mai \899 unternommene Werk der Bibelverbreitung fortführen zu können. Wir erlauben uns daher, an den im 56. Jahrgang der „D. E." (S. veröffentlichten Aufruf zu erinnern und zunr Eintritt in den Verein einzuladen. Die bisher gezeichneten Jahresbeiträge belaufen sich auf je 2, 3, % 5, und 20 Mark. Wer imstande ist, einen größeren Betrag zu zahlen, der begnüge sich nicht mit einen: geringeren. Vom Gotteskasten im Jerusalemer Tempel heißt es: Mark. \2fy\: „Viele Reiche legten viel ein." Weitere Auskunft erteilt mit Freuden der Herausgeber dieses Blattes. Ire Verheißungen des Alten Testaments. Im A. T. giebt es 5^77 göttliche und menschliche Oerheißungen.. Oft ist es fast unmöglich, eine Weissagung von einer Oerheißung zu unterscheiden. Auch gehen manchmal Drohungen für die Feinde des Volkes Gottes in Verheißungen für Israel selber über: ein Hinweis auf die Feuersäule, welche nach der einen Seite schwarzen Schatten, nach der andern Licht verbreitete. Die meisten Verheißungen, 823, enthält das Iesaiabttch. Im Verhältnis fast ebeufo verheißungsreich ist Sacharin. Bei den kleinen Propheten überrascht die große Zahl der die Wiederherstellung Israels betreffenden Verheißungen. (?6nt6608tal Power: 1901, p. 17.)