Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 6 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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43 freundlich tönt es uns entgegen aus dem \22. Psalm: „Wünschet Jerusalem Glück! Es müsse wohlgehen denen, die dich lieben." Lolche Verheißung ist kein leerer Schall, sondern hinter einem solchen Worte der heiligen Schrift steht unser Gott mit seiner ganzen Allmachtsfülle und Liebe, der gerne Leine Verheißungen wahrmacht. Endlich ist die Beteiligung an der Iudenmifsion auch eine Pflicht gegen unser deutsches Volk. Es ist nicht zu leugnen, daß der jüdische Geist durch seine Thätigkeit auf dem Gebiete der Litteratur, insbesondere des Zeitungswesens, des Theaterwesens und im geschäftlichen Leben unserm lieben deutschen Volke schweren Lchaden zugefügt hat. Wan hat es auf jüdischer Seite gewagt, unsere christlichen Heiligtümer und unsern christlichen Glauben zu verspotten und zu verhöhnen. Durch das wucherische, unreelle Treiben von Juden ist wohl mancher deutsche Bauersmann und Geschäftsmann an den Bettelstab gebracht worden. Gewiß ist es gut und berechtigt, solchem bösartigen Treiben entgegenzutreten, es an das Tageslicht zu ziehen und öffentlich zu brandmarken. Aber sollen wir es nun so machen wie die Antisemiten, die sich mit bitterm haß gegen die Juden erfüllen und am liebsten wohl alle Israeliten aus Deutschland verbannt sähen? Nein! Damit würden wir uns selbst ins Unrecht setzen. Dieser böse, widerchristliche Geist im jüdischen Volke muß innerlich überwunden werden. Das kann aber nur dadurch recht geschehen, daß alle Juden in der rechten liebevollen Weise hingeleitet werden zu Thristus, der auch für ihre Sünden gestorben ist. Diese Aufgabe hat die Iudenmifsion. Sie will die Juden, die noch Feinde unseres HEilandes sind, für ihn gewinnen und zu Seinen Bekennern machen. Iemehr ihr aber das gelingt, desto mehr muß der schlimme, habsüchtige, zersetzende Geist, der noch so viele Juden beseelt, schwinden, und aus den jüdischen Bedrängern unseres deutschen Volkes werden, will's Gott, seine Freunde und Wohlthäter werden, die mit uns vor allem danach trachten, wie sie dereinst würdig befunden werden, die Krone des Lebens zu erlangen. So wollen wir denn gerne teilnehmen an dem Werke der Iudenmifsion, mit unserem Gebet, mit unseren Gaben, auch gelegentlich mit einem Worte des Zeugnisses an die Juden, wie der HErr uns das eingiebt. Es kommt dabei garnicht auf hohe Worte menschlicher Weisheit an. Ein schlichtes Bekenntnis zu IEsu, dem Sünderheiland, dem Wessias Israels, kann mit Gottes hülfe ein Same werden, der reiche Frucht trägt fürs Reich Gottes. Denn in dem einen Worte IEsus allein liegen ‘Kräfte des ewigen Lebens verborgen. Gott aber segne dann auch dieses unser Werk zu Seines Namens Ehre! Aus Abessinien. Der HErr, unser Gott, hat Großes an uns gethan, des sind wir fröhlich. Er hat uns aus aller Not geholfen und uns unsere ehemalige Station Dschenda nach elf Jahren wieder aufbauen lassen. Am 5. September kam ein Eilbote mit einem Brief von dem Regenten des Landes Begemder, Ras Wargesota, nach Debra Tabor. Der