Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 5 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Von dem theosophischen Arzt Di*. Johann Uonrad Dippel sEhristianus Demokritus), der ^673 auf Schloß Frankenstein bei Darmstadt geboren wurde und \734 in Berleburg starb, find mehrere geistliche Lieder vorhanden. Im württembergifchen Gesangbuch steht sein scdon vor j(7j(4 verfaßtes Büßlied: „O IEsu, sieh' darein und hilf mir Armen siegen I" Der \676 zu Sorau in der Niederlausitz geborene, s7ll als Arzt am Waisenhaus zu Halle gestorbene Dr. (Christian Friedrich Richter, der Entdecker der essentia dulcis, verfaßte 33 geistliche Dichtungen, unter denen 25 eigentliche Lieder sind. Wir erwähnen: „Der schmale Weg ist breit genug zum Leben", „Es glänzet der Lhristen inwendiges Leben", „Mein Salomo, dein freundliches Regieren stillt alles Weh', das meinen Geist beschwert", „O Liebe, die den Fimmel hat zerrissen, die sich zu mir ins Elend niederließ", „Es kostet viel, ein Ehrist zu sein", und das Gegenstück „Es ist nicht schwer, ein Lhrist zu sein". Ein Bruder des Dichters, der gleichfalls Mediziner war, schreibt von ihm: „In seinem Leben war sein Hauptzweck, in die wahre Liebe Gottes und seines HEilandes einzudringen und in der seligen Gemeinschaft Gottes zu wandeln." In der Leichenpredigt, die Aol. 3, 3 f. behandelte, wird über ihn geurteilt: „Er war ein wahrhafter Gottesgelehrter und ein gesegneter Arzt." Dr. Johann Heinrich Jung, gen. Stilling, geboren ^740 zu Grund in Westfalen, \770 als Student in Straßburg mit Goethe befreundet, ^772 praktischer Arzt in Elberfeld, wo er J500 Starblinden das Gesicht wiedergab, \778 Professor der Landwirtschaft zu Aaiserslautern, J(784 in gleicher Eigenschaft zu Heidelberg, ^787 Professor der Rameralwissenschaften zu Marburg, eröffnete an dem letzteren Orte eine rege Thätigkeit als theologischer Schriftsteller und setzte dieselbe fort, nachdem er \80o als Geheimer Hofrat nach Heidelberg zurückgekehrt war, obwohl er zugleich auch noch als Augenarzt wirkte. Er starb in Heidelberg J8J7 mit dem Gebet: „Vater, nimm meinen Geist aufl" Unter seinen 33 geistlichen Liedern findet sich das im Anhang des brandenburgischen Gesangbuches mitgeteilte Missionslied: „Vater, deines Geistes Wehen durch die ganze Ehristenheit läßt uns schon von ferne sehen deines Reiches Herrlichkeit. Denn dein Wort wird ausgespendet durch die ganze weite Welt, millionenweis gesendet auf das große Ackerfeld." „Bald wird dieser Same blühen allenthalben hoch und hehr. Denn Evangelisten ziehen über Inseln, Land und Meer. Um die Saaten zu begießen, Geist der Pfingsten, komm herab I Laß die Lebensströme fließen bis zum Grabe tief hinab I" „Sei gegrüßt, du ewiger Morgen! Steige, Sonne, bald empor! Weicht nun all ihr bangen Sorgen! Glanz des HErrn, brich schnell hervor! Seht, der Berge Spitzen glühen schon im ewigen Morgenlicht, und die Frühlingsblumen blühen! Brüder alle, zweifelt nicht!" Dr. Ernst Albert Zeller, geb. ^804 zu Heilbronn a. N., \829 praktischer Arzt in Stuttgart, s832 Direktor der württembergifchen Irrenheilanstalt zu Winnenthal, wo er \877 starb, veröffentlichte J85J, vier Jahre nach dem Tode seiner Gattin, „Lieder des Leides". Aus #