Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 4 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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31 Aum Nachdenken. Wenn ein Christ anfängt, Christum zu kennen als seinen HErrn und HLiland^ so wird sein L^erz gar durchgöltet, daß er gerne wollte jedermann auch dazu helfen. Darum fahret er heraus, lehrt und vermahnt die anderen, rühmt und bekennt dasselbe vor jedermann, bittet und seufzt, daß sie auch möchten zu solcher Gnade kommen. Das ist ein unruhiger Geist in der höchsten Ruhe, d. i. in Gottes Gnade unb Frieden, daß er nicht kantl still noch müßig sein, sondern immer darnach ringe und strebe mit allen Kräften, als der allein darum lebt, daß er Gottes Ehre und Lob weiter unter die Leute bringe, daß andere solchen Geist der Gnade auch empfangen und durch denselbigen auch ihnen helfet! beten. Denn wo der Geist der Gnaden ist, der macht, daß wir auch können und dürfen, ja, müssen anfangen zu beten. (Luther zu Joh. \<k, f.) 2. Mein H Eiland hat die Versicherung gegeben, ungeachtet die Juden aus ihrem Lande vertrieben und in alle Welt würden zerstreut werden, so würden sie doch nicht aussterben, nicht unter andere Völker allgemach vermenget werden, wie es mit so vielen andern Völkern gegangen ist, sondern sie würden bleiben und als ein besonderes Geschlecht bleiben bis an den jüngsten Tag. Dieses Geschlecht ist noch nicht vergangen; es ist auch unter uns gekommen, wie stärkt dieses meine,! Glauben! wie nehme ich dieses als ein Hauptpfand der Treue und Wahrhaftigkeit JLsu Christi an l 5o viel hunderttausend Juden auf dem Erdboden noch sind, so viel hunderttausend Zeugen JLsu Christi sind darauf, an welchen ich mich zugleich allemal der Zukunft meines JLsu zu meiner Verherrlichung erinnern kann. (G. L. Rieger.) 3. Israel glich lange dem Ozean, der viele Länder berührt, aber keine wirkliche Erquickung gewährt. Es stand mit den großen Weltreichen in Verbindung und brachte ihnen doch keinen oder doch nur geringen geistlichen Gewinn. Da erschien die Sonne der Gerechtigkeit und ließ aus Israel Gottesmänner hervorgehen, wie die natürliche Sonne wasserdämpfe aus der See holt. Jene Männer, vom winde des heiligen Geistes getrieben, zogen durch die Heidenwelt: das dürre, trockene Land, wohin der göttliche Gnadentau noch nicht gefallen war. Obwohl die Juden sie gerne zurückgehalten hätten (j. Thess. 2, \6), brachten sie den Heiden den Segen Gottes. Aber dieser soll zu den Juden zurückkehren, wie die wasserdünste als Regengüsse dem Erdboden seine Mineralkräfte und andere Schätze entlocken, um sie als Ströme dem Ozean zuzuführen, so soll die Lhristenwelt die von Israel empfangenen geistlichen Güter zurückgeben und damit vergelten, daß sie ihre eigene Kraft, ihre Anstrengungen, ihre Gebete, ihre Männer, ja, ihr eigenes Leben für Israel opfert. So soll sich der für Juden und Heiden bestimmte Kreislauf des Segens vollenden. (The I. M. Advocate.) Ire Iletigion der Naturforscher. Diese schon in vier Auflagen gedruckte, sehr empfehlenswerte Arbeit des Dr. L. Dennert (Berlin SW. 6^, Johanniterstr. 6, Preis 50 Pfg.) zeigt, daß von 262. Naturforschern 242 sich ihren Gottesglauben erhielten und 90 treue Glieder der Kirche waren. Also brauchen Naturwissenschaft und Religion einander nicht auszuschließen. Jene ist, wie I)r. D. am Schluß seines Buches sagt, weder gottlos noch göttlich, da sie es eben nur mit der Natur, nicht mit dem Unendlichen, zu thu.n hat. Aber „der Glaube ist der Anfang eines neuen Wissens." „Wo der andere nur blindes walten und zufälliges werden bemerkt, sieht der glaubende Forscher die gesetzmäßigen Fäden zusannnenlaufen nach einem Pol, der über die Endlichkeit hinausweist, dahin, wo der Glaube einst die Lösung aller Rätsel dieses endlichen und darum dunkeln Erdenlebens zu sinden hofft." Kleine WiffionszeiLung. In der Jerusalemskirche zu Hamburg wurden im letzten Jahr Zöglinge' der dortigen irifch-presbyterianischen Mission getauft, vier Missionsschüler traten in detl Missionsdienst ein. von der Missionszeitschrift „Zions Freund" werden monatlich gegen 6000 Erpl. versandt. Line Sendung von Musikinstruinenten, welche Hamburger