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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 4 (1901) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
4 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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32 Jndenchristen an chinesische Heidenchristen in Kuangning gelangen ließen, brachte den Hamburgern als Gegengabe einen mit schwarzer Tusche auf gelbes Seidenzeug gemalten chinesischen Brief, in welchem sich folgende Sähe finden: „Die Brüder der Kirche von Kuangning grüßen achtungsvoll ihre Brüder aus dem Königreich Israel. Ihr wart im Anfang die Erwählten des HErrn. Euch wurde der Weg des ewigen Lebens zuerst kundgethan. Aber, ach, die meisten wollten ihn damals nicht aunehmen: eine schlimme und sehr vielen verhängnisvoll gewordene Blindheit. Heute freuen wir uns, zu hören, daß auch Ihr den HErrn kennt und im Glauben fest stehet. Betet für uns Chinesen, daß unsere Unwissenheit und Schwachheit von uns genommen werde!" — Bei einem Besuch in Rotterdam wurde Miss. Adler eingeladen, zu einer kranken jüdischen Frau zu kommen. Diese hatte einst als junges Mädchen in Deutschland eine christliche Schule besucht und seitdem das verlangen nach weiterer Unterweisung über den Erlöser in sich getragen. In Gegenwart ihres Gatten redete der Missionar sehr ernst mit der Kranken. Nachdem er einige Verse von Jes. 53 vorgelesen hatte, bekannte die Iüdin ihren Glauben an JEsum, den Sünderheiland. Das Gebet, mit welchem Adler die Andacht am Krankenbett beendete, sprachen beide Gatten Wort für Wort nach. Eine andere Jüdin aus Rotterdam, eine Witwe, wurde zugleich mit ihrer jüngsten Tochter in der Missionskirche zu Amfterdain getauft. Ihre zwei älteren Töchter und ihr Sohn schloffen sich schon früher der Kirche an, so daß jetzt die ganze Familie in der Liebe zu JLsu vereint ist. — Der 96. Jahresbericht der Britischen u. A. Bibelgesellschaft rühmt, wie schon der 95., die größere Zugänglichkeit der galizischen Israeliten. Er gedenkt eines begabten jungen Mannes, welcher seinen Angehörigen auf ihre Bitten täglich aus dem Neuen Testament vorlas. In Russisch-Polen wurde eine größere Anzahl hebräischer und zweisprachiger Ausgaben (237* Expl.) begehrt. Auch unler den rumänischen Juden waren trotz des eingewurzelten Fanatismus Erfolge zu verzeichnen. Ein Jude kaufte sieben Jargon - teile und sagte: „Ich freue mich, sie zu lesen, da die Übersetzung so gut ist." Ein anderer hielt seinen wagen an, um den Bibelboten zu fragen: „Haben Sie das Buch von JEsu im Jargon?" Er war glücklich, als die Frage bejaht wurde. In Bulgarien machen die Kolporteure bei den Juden, mit denen sie fast überall Zusammentreffen, gemischte Erfahrungen. Aus Italien schreibt der Agent: „Unsere jüdischen Mitbürger erhalten ihre heiligen Schriften, von uns, und unsere Kolporteure sind in ihren Kreisen stets willkommen." Über Persien lesen wir: „Ein neues Unternehmen ist die Eröffnung eines Bibelladens im jüdischen Viertel von Schiraz." Als eine sehr erfreuliche Thatsache wird der große Prozentsatz der verkauften jüdisch-persischen Bücher bezeichnet. — Die Londoner Judenmissionsgesellschaft ernannte den Miffionsprediger Denman, der mehrere Jahre in London selber gearbeitet hatte, zu ihrem zweiten Sekretär. Seit dem ersten Februar giebt sie ein Vierteljahrsblatt („Quarterly Notes“) heraus, welches in den Gemeinden unetttgelllich verbreitet werden soll, um diese mit der Judenmiffion bekannt zu macheil uiib zur Fürbitte für Israel anzuregen.— Ans Abessinien wird gemeldet, daß Miss. Argawi und seine sechs Gehilfen Ende ^899 Debra-Tabor verlaffel: und die vor elf Jahren von den Derwischen zerstörten Missionsstationen, Dschenda, Fendscha und Affeso, bezogen haben. Seither wurden von ihnen an diesen Orten Wohnhäuser gebaut und Schulen eröffnet. Antwort. wie man bei dem von Aristophanes gebrauchten Wort Begsoxtdoi ent den Anfang der hebräischen Bibel denkt, so wird der bei Martial vorkommende Name Anchialns, bei dem der Dichter den Beschnittenen (verpus) schwören heißt, als eine verstümmelte Wiedergabe von Anochiel, einem aus dem Anfang der zehn Gebote der hebräischen Bibel gebildeten Worte, erklärt. ZLerichtignug: Der Preis der in Nr. 2 (5. \6) angezeigten Schrift ,,Familienabende nach der Ordnung des Kirchenjahrs" beträgt nicht \ Mk., sondern \,20 Mk. Herausgeber: Prediger W. Becker, Friedettau-Berlin, Hauffstraße j5. Verlag: Goßnersche Missionsbuchhandlung, Friedenau-Berlin. Jahrespreis: 80 Pf. Druck von I. Windolff, Berlin SW., Lharlottenstraße.88..'

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