Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 57 (1901)
- Issue
- 2 (1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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14 klarste die völlig einstimmige Bezeugung der vier Evangelisten darthut, so hat er dies nur gethan, um das Opfer für die Sünden der Welt darzubringen, wie er spricht (Ioh. JO, \7 und J8): „Darum liebet mich mein Vater, daß ich mein Leben lasse, auf daß ich es wieder nehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Solches Gebot habe ich empfangen von meinem Vater." Das ist die königliche Herrlichkeit der für die Sünder in den Tod gehenden göttlichen Liebe, die in ihm war und gewiß war des Sieges über den Tod. Und so ist er dann nach drei Tagen in göttlicher Herrlichkeit in verklärtem Leibe auferstanden, hat als Auferstandener mit seinen Jüngern verkehrt, gegessen und getrunken, ist nach vierzig Tagen gen Fimmel gefahren und hat zehn Tage darauf seinen heiligen Geist auf seine Jünger ausgegossen, d. i. das heilige, göttliche Leben des Gottes- und Menschensohnes, der die ewige Wahrheit bezeugt und hiermit alle Lüge aufgedeckt, der die Sünde gesühnt und das Joch ihrer Anechtschaft zerbrochen, der dem Tode die Macht genommen und das ewige Leben ans Licht gebracht hat. Dies Leben giebt ILsus den Seinen durch seinen heiligen Geist fort und fort, wenn sie ihn darum bitten, so daß sie hier in dieser Welt als in der Wahrheit freie, begnadigte Rinder Gottes, die im siegreichen Kampfe mit der Sünde stehen, dem Tode und Gericht ohne Furcht entgegengehen können. Und nun sitzt er zur Rechten Gottes nach ps. \\0, \ und regiert die Welt durch immer erneute Gnade und Gerichte. Es erfüllt sich immer mehr, was Pf. \\0, 2 folgt: „Der HErr wird das Szepter Deines Reiches senden aus Zion, herrsche unter Deinen Feinden!" Aber das Szepter seines Reiches ist nicht das Schwert, mit dem Petrus ihn verteidigen wollte, sondern seine die Welt überwindende Aönigsbotschaft, die in alle Lande dringen muß, damit er sich überall ein Volk bereite, das bereit ist für ihn, seinen König, in den Tod zu gehen, wie er für uns gestorben ist. Denn was soll er mit Unterthanen beginnen, die nicht seines heiligen Lebens und Geistes sind? Und wenn er ein solches Volk auf Erden sich bereitet hat, das er gesichtet hat wie den Weizen, dann wird nach Dan. 7, J3 f. der Weibessame wiederkommen, und es wird sich erfüllen, was in Pf. \\0, 5 f. von ihm gesagt ist: „Der HErr zu Deiner Rechten wird zerschmeißen die Könige zur Zeit seines Zornes. Er wird richten unter den Heiden, er wird große Schlacht thun; er wird zerschmeißen das Haupt über große Lande." Das Reich des Antichristen und des Drachen wird für immer vernichtet werden, und auch Ies. 65, \7 wird in Erfüllung gehen: „Siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken wird." E. Billig. Die Ausgraöungen im Hrient und das Akte Hestarrrent. Der berühmte Ägyptologe Sayce, Professor an der Universität Oxford, schreibt: „Die moderne Kritik arbeitet viel zu sehr mit philologischen Vermutungen. Sie läßt scheinbare sprachliche Gründe für viel wichtiger gelten als beglaubigte geschichtliche Thatsachen. Ich stehe keinen Augenblick an, zu versichern, daß nach meiner Kenntnis die Forschungen in Ägypten und Assyrien die Ängaben des A. T. durch-