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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 2 (1901) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
2 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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13 Gottes Gesalbte gingen daher als Vorbilder dem wahren Gesalbten in dem von Gott auserwählten Volke Israel, das diesem in der Welt die Stätte bereiten sollte, voran: \. die Propheten, die die Löge und den Betrug der Schlange überall aufdecken und dagegen das Licht des Wortes leuchten lassen mußten, 2. die Priester, welche dem gläubigen Volke mit ihrem Opferdienste die Vergebung der Sünden und damit die Möglichkeit, ein neues Leben im Geiste Gottes zu führen, brachten, und 3. die Aönige, welchen das Schwert gegeben war als den Herren über Leben und Tod, daß sie das Volk vor äußeren Feinden schützen und es im Geiste des heiligen Gesetzes Gottes in Gerechtigkeit, Milde und Barmherzigkeit regieren sollten, damit die äußere Not gelindert, der Sünden und Seufzer im Volke weniger würden und das Volk gerüstet würde nicht für das Weltreich, sondern für das Reich Gottes, das vom Himmel kommen sollte mit dem Weibessamen, dem Menschensohn. In diesem Weibessamen, dem Gesalbten, der den Sieg über die Schlange und damit über die Lüge, die Sünde und den Tod gewinnen und das ewige Leben des Himmelreichs bringen sollte, mußten die drei Ämter, die im A. T. zumeist gesondert waren, ja, oft im Aampfe mit einander standen, aufs innigste vereinigt fein, wie sie es auch in Mose waren, dem Propheten, der in Gottes Namen erst das geordnete Priestertum eingesetzt und das Volk wie ein Aönig regiert hat. Darum deutete der Apostel Petrus die Verheißung Moses 5. Mos. \8,15: „Einen Propheten wird euch der HLrr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleichwie mich, den sollt ihr hören in allem, das er zu euch sagen wird," mit Recht auf JEsum (Apg. 3,28). JEsus war nicht ein Papst mit einer dreifachen Arone, sondern, obwohl ein Mensch, doch der von einer Jungfrau geborene Sohn Gottes, der Immanuel, der Gottmituns, der mit den Menschen an allem ihrem Leben und Leiden bis in den Tod teilnahm, der Verheißung Jef. 7, gemäß, der Gottmensch. Darum war er der wahrhaft heilige und unfehlbare Prophet, der sprechen konnte: „Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr nicht?" (Joh. 8,^6); 2. der wahre Hohepriester, der sich selbst für die Sünden der Welt zum Opfer gab, wie Jes. 53,J2 von dem Anechte Gottes verheißen war: „Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben; darum, daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Ubelthätern gleich gerechnet ist und vieler Sünden getragen hat und für die Übelthäter gebeten." Er war 3. der wahre Aönig; denn er hat, was kein Aönig dieser Welt vermag, nicht bloß Tausende, die in der Wüste verschmachtet waren, mit wenigen Broten und Fischen gesättigt, weshalb das Volk ihn zum Aönig machen wollte, nicht bloß alle Arankheiten durch sein bloßes Gebot geheilt, die bösen Geister ausgetrieben und damit bewiesen, daß er die Macht hat, alles, was zum Tode führt, abzuwenden, wie denn auf fein Drohen Wind und Wellen sich legen mußten, damit die Seinen aus Todesgefahr errettet würden: er hat selbst Tote auferweckt durch sein bloßes Wort. Und wenn er dennoch freiwillig in den Tod gegangen ist, wie aufs

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