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Dibre Emeth · 1901-01-01 · 1 (1901) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
57 (1901)
Issue
1 (1901)
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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3 worden ist, hatte eine große Freude an uns. Abends versammelten sich viele um uns. Wir lasen Hebr. 6, redeten darüber und ermahnten die Gläubigen, ihr Leben nach Gottes Wort zu führen und fleißig um Bewahrung vor dem Abfall zu beten. Hierauf karnen wir nach Debre Mawi. Wir gingen zu den Gläubigen aus Israel, die uns mit Freuden willkommen hießen. Wir blieben einen Tag und eine Nacht bei ihnen, um ihren Glauben mit dem Worte Gottes und mit Gebet zu stärken. Wir versöhnten ein Ehepaar, das sich entzweit hatte. Auf unserer Weiterreise kamen wir an einen Ort, wo gerade Markt war. Unter den Marktleuten fanden wir etliche Gläubige aus Israel. Wir redeten lange mit ihnen. Sie baten uns, mit ihnen in ihren Ort zu kommen und dort zu übernachten. Wir sagten: „Auf unserm Rückweg wollen wir Euch besuchen" und reisten weiter. Abends erreichten wir Audat, wo wir von den Gläubigen mit viel Liebe aufgenommeu wurden. Wir hatten große Freude an einer Falafchafrau, welche seit unserem letzten Besuch zum Glauben gekommen war und sich hatte taufen lassen. Gott hat die Finsternis aus ihrem Herzen weggenommen und ihr viel Licht gegeben. Nachdem wir die Gläubigen gestärkt und den Ungläubigen das Evangelium gepredigt hatten, zogen wir unfern Weg fröhlich weiter und dankten Gott dafür, daß Er noch heute an mancher Seele sich als Retter beweist. Wir kamen nun nach Gafit. Wir fanden hier Gläubige, die wir bisher nicht gekannt hatten, lasen mit ihnen Gottes Wort und gaben ihnen Traktate. Abends kamen etliche Gläubige aus einem andern Dorf. Wir verbrachten einen reich gesegneten Abend mit ihnen. Liner von diesen bat um ein Buch. Wir gaben ihm eine biblische Geschichte und Traktate, über die er große Freude hatte. Wie ein Hungriger ißt, so aßen die Gläubigen die Worte, welche wir ihnen verkündigten. Zum Schluß beteten wir und schliefen dann sanft. Am Morgen verabschiedeten wir uns. Da wir des Weges unkundig waren, ging einer mit uns als Wegweiser. Abends kamen wir in das Dorf Wauwa. Auch hier fanden wir Gläubige aus Israel. Sie nahmen uns freundlich auf, da sie von uns gehört hatten. Auch ihnen verkündigten wir das Evangelium. Am Morgen zogen wir nach Debre Zahai, wo wir bei Gläubigen aus Israel herbergten. Wir fanden sie sehr unwissend. Aber sie öffneten ihre Herzen dem Worte Gottes, das wir zu ihnen redeten. Sie hatten sich, ohne vorher Unterricht empfangen zu haben, taufen lassen. Wir lasen ihnen Apg. 8 und die messianischen Verheißungen vor. „So etwas haben wir noch nie gehört," sagten sie. „Wir ließen uns taufen, um der Schmach zu entgehen, Falafcha geschimpft zu werden. Nun freuen wir uns, in Euch Brüder kennen zu lernen, die durch die Bibel zum Glauben an Thristum kamen." Unsere Bekehrungsgeschichte hörten sie mit Interesse. Zum Schluß läsen wir noch Ioh. \5 und ermahnten sie, an IEsu festzuhalten. Sie sind wie Schafe, die keinen Hirten haben. Einer von ihnen, begleitete uns, getrieben von der Liebe IEfu, und war uns beim Überschreiten des zweiten Nils behilflich. Im Nil sahen wir viele Nilpferde, welche das Überschreiten sehr gefährlich

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