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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 10 (1900) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
10 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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78 fantt, werden sie einigen und in ihrem Feuer zusammen,schweißen ohne alle menschlichen Aompromisse, die hier nur vom Übel sind. Wir aber können und sollen für die Tage der Gerichte Gottes solche Einigung vorbereiten, indem wir frei und offen, aber im Geiste des Gottes, der die Liebe ist, die Einwendungen, die das Judentum gegen das Ehristentum und das Ehristentum gegen das jetzige Judentum Vorbringen, im Lichte des Wortes Gottes erwägen, damit die einigende Wahrheit immer klarer hervorleuchte. „Ein vergebliches UnterfangenI" denkt mancher. Aber es ist ebensowenig vergeblich, wie jede andere ehrliche Arbeit für das Reich Gottes. Akenschenaugen schauen oft ihren Nutzen nicht; aber Gottes Augen schauen auf sie mit Wohlgefallen. So wollen wir denn an unserm Teile einige Einwendungen, die von wohlmeinender jüdischer Leite gegen das Ehristentum erhoben werden, erörtern. Da wird vor allem den Glaubensbekenntnissen der Ehristenheit im allgemeinen die Schuld der Scheidung zwischen Judentum und Ehristentum zugeschrieben. Wan sagt, von wesentlicher Bedeutung sei doch nicht, in welcher Form wir die Gottheit preisen für alles Gute, das wir empfangen haben, sondern daß wir es überhaupt thun. Die Form der Gottesverehrung sei gleichgiltig, wenn sich nur das wirkliche innere Empfinden in irgendwelcher Form äußere. Es sei darum richtig, wenn in den Schulen eine positive Religion garnicht gelehrt werde. Das Judentum habe auch gar kein eigentliches Glaubensbekenntnis. Darauf ist zunächst zu antworten: Das Judentum hat allerdings, wenn wir von den (3 Artikeln des Waimonides absehen, keine solche in kurzen, begrifflich wohl erwogenen und bestimmten Worten abgefaßten Bekenntnisse, wie sie die christliche Airche zur Abwehr der falschen Lehre, die in sie eindrang, aufgestellt hat. Aber das ganze A. T. ist sein Bekenntnis. Wo immer die Propheten auftraten und im Namen Gottes gegen den Götzendienst und die Sittenlosigkeit zeugten, die sich des Volkes bemächtigen wollten, da haben sie das der Zeit angemessene Bekenntnis der wahren Diener Iehovahs in Wort und Schrift gefaßt, und die jüdische Gemeinde hat es darnach als ihr Bekenntnis in das A. T. ausgenommen. Alles, was sonst in Israel gelehrt wird, habe es auch die gelehrtesten Rabbiner für sich, muß mit diesen Bekenntnissen des A. T. übereinstimmen, oder es ist dem wahren Judentum überhaupt fremd. (Fortsetzung folgt.) Zu Asakm 2,6. Ui» die Kuppel der sogenannten Gmarmoschee. des Felsendoms, der jetzt den ^)latz beherrscht, auf dein einst der Tempel Jehovahs in Jerusalem stand, zieht sich im Innern oberhalb der Bogen ein breites Band von blauem Gestein, auf welchem in Goldlettern alte kufische Inschriften stehen. Sie enthalten Koranverse, die sich auf JLsus beziehen. Sie beginnen (Sure \7,5): „Lob sei Gott, der keinen Sohn .noch einen Genoffen in seinem Regiment gehabt hat und keinen Helfer braucht,

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