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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 10 (1900) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
10 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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77 sich meistens auf die zwischen Judentum und Christentum bestehenden Unterschiede. Noch lieferte er eine Arbeit für die damalige Londoner Zudenmissionskonserenz. Jüdische Bedenken gegenüber dem Christentum. Die Zeichen der Zeit sind furchtbar ernst, ernster als je. Früher erstreckten sich solche drohenden Zeichen nur über einen Teil der irdischen Welt, jetzt aber verbreiten sie sich über die ganze Welt. Das Volk der ältesten heidnischen Kultur, das den Drachen zu seinem Symbole hat und ihn als den Grund betrachtet, auf dem es lebt und feine Käufer baut, hat in heidnischem Grimm einen auf Ausrottung der Diener des lebendigen Gottes abzielenden barbarischen Krieg begonnen, dessen Dauer und Folgen für die christlichen Völker und damit auch für die unter ihnen wohnenden Juden unabsehbar und in hohem Grade bedrohlich sind. Dazu erhebt in allen christlichen Völkern eine Partei ihr Haupt, die offen auf einen Umschwung der sozialen und politischen Ordnung, welche auf dem Dienste des lebendigen Gottes gegründet ist, hinarbeitet und den Atheismus zur Herrschaft bringen möchte. Man sagt zwar, sich selbst betrügend, diese Partei sei eine vorübergehende Erscheinung. Gewiß ist sie das, wie alles, was irdischen Ursprungs ist. Von ihrem Siege wird sie selbst ver> schlungen werden. Aber wird sie vorher nicht viele Diener des lebendigen Gottes unter Christen und Juden verschlingen? Die jetzt sich häufenden Morde von Staatsoberhäuptern beweisen, auf welchem Vulkan unsere Kulturländer stehen. Und wer will, wenn die Zeit konlmt, seinen Ausbruch hindern? Das Geheimnis der Bosheit, von welchem die h. Schrift redet, kann keine Heeresmacht und Menschen- Weisheit zu Nichte machen. Und wer schützt unsere Zugend vor den das Mark der Völker verzehrenden Lüsten und Lastern? Etwa die Kunst, die ihrer Sinnlichkeit schmeichelt und von dem lebendigen Gott nichts wissen will, der gesprochen hat: „Zhr sollt heilig sein, denn ich bin heilig", und die sich jetzt rühmt, einengroßen Sieg erfochten zu haben über die angebliche Unkultur der Diener dieses Gottes unter Christen und Zuden? Das Geheimnis der Bosheit wirkt unaufhaltsam weiter. Wer wird ihm widerstehen? Das können nur die, welche dem lebendigen Gott dienen unter Christen und Juden. Und sie können es in der Kraft seines Wortes. Darum sollten sich alle, die an dies Wort des A. u. N. T., oder auch nur des A. T. glauben^ zu vereinigen suchen zu gemeinsamem Kampfe gegen den alten Drachen, von dem alles Böse kommt (j. Mos. 5, 5), damit sie so Mitkämpfer werden in dem glorreichen Kampfe, der dem Geiste des lebendigen Gottes den Sieg über das Erdreich verschafft. Nur ein einiges Volk von Märtyrern, das mit dem Schwerte des Wortes Gottes kämpft und „ganz die Seele dreingesetzt", wird in diesem Kampfe den Sieg behalten und das Erdreich besitzen. Jetzt freilich sind die Gottesdiener noch gar uneinig, und zwar gerade um deffentwillen, dem sie dienen;, aber die Gerichte Gottes, deren Nahen ihnen nicht verborgen sein

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