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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 10 (1900) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
10 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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75 würde es mit den Juden anders stehen als jetzt. Der Messias hat die Aufgabe, Israel zu sammeln und nicht durch die ganze Welt hin zu zerstreuen. Überdies kann der Messias nicht sterben; er muß immerdar leben und über die Juden herrschen." Gegenüber diesen Einwänden wurde einerseits darauf verwiesen, daß das schon Jjof. 3, H angedrohte Gericht der Gefangenschaft (der Zerstreuung) als.eine Folge der Verwerfung des Messias zu betrachten sei und daß nur die Bekehrung zu -er im N. T. geoffenbarten Wahrheit die Befreiung herbeiführen könne, andererseits aber Ies. 53 als Zeuge für die Notwendigkeit des die Erlösung bezweckenden Todes des Messias angerufen. Nach einem Blick in die Synagoge, in welcher der Minchagottesdienst stattfand und das Gesetz im Licht des Talmuds erklärt wurde, folgten die Missionare der Einladung eines spanischen Juden, dessen Mutter als Kind im Missionskrankenhaus zu Jerusalem gelebt, die Missionsschule besucht und damals Jamal kennen gelernt hatte. Diese Frau, die Tochter einer Krankenpflegerin, welche viele Jahre lang von dem früheren Jerusalemer Missionsarzt, Or. Thaplin, beschäftigt worden war, besaß eine englische Bibel und schien dieselbe fleißig gebraucht zu haben. Sie bat um eine größere Ausgabe der heil. Schrift, da Augenschwäche ihr das Lesen der kleingedruckten Bibel erschwerte. Während des Ganges durch die Kolonie hatten sich manche Juden den Missionaren angeschlossen. Außer diesen umringten sie die zahlreichen Glieder der Familie, deren Gäste sie jetzt waren. Alle waren der arabischen Sprache mächtig. Bald wurde in derselben eifrig das Evangelium gepredigt. Eine ganze Stunde lang zeigten die christlichen Besucher den Israeliten aus Mose und den Propheten, daß der Messias schon gekommen sein muß und daß IEsus, und sonst niemand, der Messias ist, da er allein die Messiaswürde für sich beanspruchen konnte. Die Leute hörten mit großer Aufmerksamkeit zu und schüttelten den Christen bei deren Fortgang freundlich die Hand. Im Freien gab es noch eine weitere Versammlung. Männer, Frauen und Kinder in sauberen Sabbathkleidern fanden sich vor dem Hotel ein. Die meisten ließen gerne über religiöse Dinge mit sich reden und empfingen dankbar Traktate und Schriftteile. Als die Boten des Heils endlich den Ort verließen, wurden ihre Abschiedsgrüße höflich erwidert. Die Kolonisten standen in kleinen Gruppen beisammen und lasen die erhaltenen Drucksachen. Der neue Sekretär -er L. Zum Nachfolger von P. W. Fleming wurde dessen Gehilfe, P. W. T. Gidney, ernannt. Derselbe steht seit Ms mit der Missionsgesellschaft in näherer Verbindung. Hilfssekretär wurde er bereits 1885. In den letzten Jahren entfaltete er eins rege schriftstellerische Thätigkeit. Er veröffentlichte ein Handbuch der Iudenmission und eine dreibändige Geschichte der Londoner Gesellschaft. Genauere Titelangaben finden sich in den Bücherberichten der D. E. (189?, 5. 6H; (898, S. 8; I899, 5. 8 und 56; 1900, 5. 72). Alle Schriften

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