Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 10 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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daß es der Wille des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs fei, daß das Volk Israel auf diesen großen Propheten IEsus höre. Ich bemerkte auch wohl hierbei, daß es doch vor allem darauf ankomme, den Willen Gottes zu thun, und daß derjenige sich schwer an seinem Gott versündige, welcher sich weigere, dessen Willen zu erfüllen. Im weiteren Gespräche erklärte ich in Aürze, daß in Christo IEsu überhaupt die alttestamentlichen Weissagungen vom Messias erfüllt feien. Ich zeigte, daß Christus aus Judas Stamme und Davids Geschlecht habe hervorgehen und in Bethlehem habe geboren werden sollen, und daß dies auch nach der heil. Schrift des N. T. geschehen sei. Namentlich aber hielt ich den Israeliten Iesaia 53 und die große Weissagung Daniel 9 vor, welche letztere ich ihnen nach Anleitung von Beckers „heiligen Wahrheiten" (S. 28) zu erklären suchte. Einige notierten sich wohl die Angaben über die 70 Iahreswochen, von denen bei Daniel die Rede ist. Als ich einmal einen jüngeren Israeliten darauf hinwies, daß das jüdische Volk es sich doch zur Ehre anrechnen könne, daß vor einem Manne aus Juda die Äulturnationen der Gegenwart sich beugen, entgegnete er mir, daß dieses doch kein logischer Beweis für die Messianität IEsu Christi sei. hierauf erwiderte ich ihm etwa: „Darin haben Sie ganz Recht. Aber was wollen Sie sagen, wenn ich Ihnen nun entgegenhalte, daß in Christo die alttestamentlichen Weissagungen vom Messias in Erfüllung gegangen sind?" Daraus wußte er nichts Besonderes zu erwidern und brach dann bald darauf das Gespräch ab. Von den Angeredeten knüpfte nur einer kurz vor meiner Abreise von Karlsbad wieder ein Gespräch mit mir an. Es war dies ein ärmlich gekleideter Mann, der mict> um Schriften bat. Ich verschaffte ihm eine Bibel. Ob seine Beweggründe zu dieser Wiederanknüpfung ganz lautere waren, bleibe dahingestellt. Etwas auffallend war mir, daß er mich nach Empfang des Buches auch um eine Reiseunterstützung bat. Als ich ihm darauf bemerklich machte, daß es schlecht von ihm sein würde, wenn er die Bibel veräußerte, entgegnete er, daß er sie nicht für tausend Gulden weggeben würde, Helfe der HErr ihm und den andern, denen die Botschaft vom Messias nahegebracht wurde, daß sie zum Glauben an ihren HEiland und Erlöser gelangen und durch ihn zum himmlischen Ziele sich führen lassen! F. Seebaß. Ein Besuch in Rischon-le-Jijjon. Miss. Jamal, der jetzt in Jaffa weilt und seinen Platz in Jerusalem dem bisherigen Missionsarbeiter in Jaffa, P. Hanauer, überlassen hat, unternahm kürzlich an einem Sonnabendnachmittag von der im Januar und März d. I. durch Erdbeben beunruhigten Hafenstadt aus in Begleitung eines Mitarbeiters eine Fahrt nach der in der Überschrift genannten jüdischen Ansiedlung. Der Wirt des kleinen Gasthauses, in welchem die beiden Christen einkehrten, ein polnischer Jude, kennt das N. T., vermag sich aber von der Messianität IEsu nicht zu überzeugen. „Wäre IEsus der Messias gewesen," sagte er, „so