Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 8 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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63. Lhrist sollte die Umgegend auf JO Meilen im Umkreise erleuchten." „Lhristus ist auch unser Leben. Manche versuchen sich selbst geistliches Leben zu geben, wollen sich s. z. s. elektrisieren, aber die Wirkung wird nicht lange andauern. Nur wenn man in Berührung mit Lhristo kommt, wird das geistliche Leben etwas Dauerhaftes fein; es wird dahinfließen gleich einem Strom und Gott Frucht bringen." „Lhristus ist unser Hüter. Wir haben keine Kraft in uns selbst. Wir sind dem Satan nicht gewachsen; er hat eine 6000 jährige Erfahrung hinter sich. Aber Lhristus kann uns behüten, daß wir nicht fallen." „Er ist unser führte. Ein Schäfer im Morgenlande kannte seine Schafe an ihren Fehlern, denn er hatte nicht ein einziges vollkommenes Schaf in seiner Herde. Unser Hirte wird uns wohl auch an unfern Fehlern kennen. Lhristus ist ein zarter Schäfer. Daß ihr unter dem Stab hindurch müßt, ist kein Beweis dafür, daß Er euch nicht liebt." Lin Elternpaar, das alle seine Kinder am Scharlach hatte sterben sehen, beobachtete, wie ein Schäfer seine Herde dadurch durch einen Fluß brachte, daß er beim Durchgang durch denselben auf jeden Arm ein Lämmchen nahm. „Als die Eltern das sahen, murrten sie nicht länger darüber, daß der große Hirte ihre Lämmer in die andere Welt hinüber genommen hatte, sondern sie fingen an, nach oben zu blicken und auf die Zeit hinzusehen, wo sie den geliebten Kindern Nachfolgen sollten. Wenn ihr Geliebte habt, die euch vorangegangen sind, so denkt daran, daß der große Hirte euch dazu beruft, daß ihr trachtet nach dem, was' droben ist! Laßt uns ihm treu fein, solange wir hienieden sind! Wenn du ihn noch nicht als deinen Wirten angenommen hast, so thue es in diesem Augenblick!" Irr Matthäus 7, 7f. Vor \5 Jahren lag meine jüngste Tochter zum Tode krank. Der Arzt hatte sie bereits aufgegeben. In namenloser Angst, dies Kind zu verlieren (meinen Sohn hatte der HLrc vorher heimgerufen), knieten meine Frau und. ich am Bette des Töchterchens nieder, um Gott anzuflehen, es uns in Seiner Gnade, so es ihm und uns zum Besten dienen würde, zu erhalten. Das Kind genas von Stunde an, und gottlob hat es mir der HLrr bis heute an Geist, Seele und Leib gesund er-, halten. In mancherlei Trübsalen ist es uns Eltern ein Sonnenschein göttlicher Gnade geworden. — vor mehr als drei Jahren starb ein Herr, der mir im Zeitraum von jo Jahren seine wertvolle Kundschaft bewahrt hatte. Etwa % meines Gesamteinkommens hatte ich jedes Jahr durch diese Kundschaft. In meiner Sorge um den drohenden Verlust wandte ich mich im gemeinsamen Gebet mit meiner Familie hilfeflehend an Gott dent HLrrn. Noch ehe meine Bitte ganz ausgebetet war, ertönte die Telephonglocke, und ich erhielt die kurze, aber inhaltreiche Meldung seitens eines der größten Industriellen Berlins, daß für mich sofort und reichlich zu thun sei. Noch heute schätze ich mich glücklich, für diese Firma arbeiten zu dürfen. _' Lin Berliner Architekt. Kleine Missionszeitung. Die Berliner Gesellschaft B. d. L. u. d. I. arbeitete J899 wie früher an drei Orten. In Berlin selbst standen 24, in Posen und Tzernowitz je 3 Israeliten im Taufunterricht, von diesen wurden 6 in Berlin getauft. Liner der Berliner proselyten verzichtete auf das väterliche Erbe von mehreren hunderttausend Mark und blieb mittellos, weil er die Art, wie das vermögen erworben wurde, mißbilligte und zugleich vom Besitz des Reichtums Schaden für seine Seele befürchtete. — Der Westdeutsche Verein f. I. hatte im letzten Jahre 8 Täuflinge: 3 in Köln, \ in Frankfurt, 4 in Lolmar. Unter den elsässischen Missionszöglingen befand sich eine gebildete Jüdin, die erst nach ernstem Kampf, aber dann auch aus tiefster Überzeugung den Übertritt vollzog. P. Stolle sah auf seinen Missionsreisen an den