Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 7 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2554541-2555115-2555122--10040-2566257- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
52 Not abhelfen konnte. Dies zeigt Mark.,2, J^O f. Auf IEsu Vorbild kann sich die ärztliche Mission berufen. Überdies sind viele Israeliten außerstande, die erhabenen Sittenlehren des Evangeliums zu würdigen, während die Darstellung desselben durch das Leben seiner Bekenner kräftig zu ihnen redet und dem Erlöser allmählich die Wege ebnet. Israel ist ein wunderbares Volk, stammt aus einem wunderbaren Land und gab uns ein wunderbares Buch und einen HEiland, der „Wunderbar" heißt. Pharaos Wasser, Nebukadnezars Feuer und Hamans Galgen vermochten es nicht auszurotten. Gesegnet ist, wer dies unzerstörbare Volk segnet. In der Ansprache, welche nunmehr der Dekan von Norwich hielt, wurde die Weitherzigkeit der Gesellschaft gepriesen. Sie bezieht den Missionsbefehl Mat. 28 auch auf die Juden. Es ist der Gipfel der Unvernunft, wenn man versucht, diese mit einem Lordon zu umgeben und von der durch THristum ihnen zugedachten Teilnahme am f}dl auszuschließen. Aber ein besonders merkwürdiges Zeichen der Weitherzigkeit der Gesellschaft ist die Zulassung auswärtiger Protestanten zur Mitgliedschaft. Zuletzt machte P. Dolman Mitteilungen über die Mission in Hamburg. Er erklärte, daß ein Missionar wohl der Fürbitte, aber nicht des Mitleids bedürfe, da es nirgends einen reicheren Segen für den einzelnen Missionsarbeiter gebe als in der Iudenmission und sich dieser jetzt eine offene Thür zeige. Sein Heim für Israeliten hatte in 2 Jahren mehr als J50 Insassen. Dieselben wurden mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt. William Fleming. Beim diesmaligen Iahresfest der L. I.-M. mußte sich der Sekretär derselben, P. Fleming, der sonst stets den Jahresbericht erstattete, infolge einer schweren Urankheit durch seinen Gehilfen, P. Gidne^f, vertreten lassen. Schon am 20. Mai erlag er seinem Leiden. Am 2^., dem Himmelfahrtstage, erfolgte die Beerdigung. Fleming war ein in mancher Hinsicht merkwürdiger Mann. Geboren zu Bath i. I. J828, widmete er sich zunächst gleich andern Gliedern seiner Familie dem Ariegshandwerk, nachdem er auf einer Militärschule für die Ausübung desselben vorbereitet worden war. 9 Jahre lang, M5—5H, gehörte er als Leutnant der britischen Armee an. In dieser Eigenschaft kam er als noch nicht ^8 jähriger Jüngling nach Südafrika. Hier machte er zwei Feldzüge mit, den Aaffernkrieg J8^6/^7 und den Burenkrieg \8^8. Von \8^9 an bekleidete er in Natal vier Jahre lang das Amt eines Distriktsadjutanten. Da erging an ihn die dringende Aufforderung zum Eintritt in einen andern Kriegsdienst, in welchem man mit geistlichen Waffen kämpft. Der nunmehr 26 Jahre alte Leutnant folgte diesem Ruf, brach trotz der Vorstellungen seiner Kameraden, denen Flemings Verfahren als eine religiöse Grille erschien, mit seiner Vergangenheit und begann alsbald Theologie zu studieren. Nachdem er die Universität Eambridge mit schönem Erfolg besucht hatte, würde er XS57 ordiniert und als Hilfs-