Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 7 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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und den Heimweg antreten. Aber dreifach zu preisen sind die, welche einst zur Heimat kommen und im Vaterhause die Stätte finden, die der Herr bereitet hat denen, die ihn lieben I I. Hanschke. Das 98. Jahresfeft der L. J.-M. wurde am 2. Mai mit einer predigt des Kanonikus Girdlestone über Apg. 28, 23 f. eröffnet. Die Hauptfeier fand am Mai statt. Im kleinen Saal von Exeter Hall redete P. Faithfull von Whitechapel. Im großen verlas hierauf Miss. Eppstein Rom. \0, \—\0 und sprach P. F. Smith ein Gebet. Dann folgte der Jahresbericht, dem wir heute nur einige Angaben betreffs der Kaffenverhältniffe entnehmen. Zur Tilgung des vorjährigen Fehlbetrags wurden 7^0H £ beigesteuert. Im ganzen gingen ^03^2 £ ein, von denen 38^50 für allgemeine Missionszwecke bestimmt waren. Für letztere gebrauchte man 36^87. Das Defizit beträgt jetzt YH2H £• Als die vornehmste Aufgabe der Gesellschaft bezeichnete ihr Präsident, Sir John Kennaway, der nach dem Berichterstatter das Wort ergriff, die Zurüstung Israels für den Empfang des Messias. Vielfach fehlen diesem Volk heutzutage Glaube und Hoffnung. Hierdurch muß unser Mitgefühl wachgerufen werden. Aber auch Dank schulden wir dem Volk der Bibel und des Erlösers. Keine Mühe ist zu groß, wenn es sich darum handelt, Israel für Ehristum zu gewinnen. Daß diese Arbeit nicht aus menschlichem Belieben hervorgeht, sondern eine pflichtmäßige ist, betonte der nächste Redner, der Bischof von London. Wir sind verantwortlich für die Ausübung der Missionspflicht, die sich uns innerlich aufdrängt. Wir können uns dem Gefühl nicht entziehen, welches Paulus Röm. \0 ausdrückt: Israel soll ein Gegenstand unserer Liebe sein. Es gilt, denen, die jetzt nur einen Teil der Wahrheit sehen, die volle Wahrheit bekannt zu machen. So werden zugleich die Sünden, welche die Kirche früher den Juden gegenüber begangen hat, gesühnt. So verbreiten wir auch die wahre christliche Zivilisation. Taufzahlen dienen nicht zur Beurteilung der Missionsthätigkeit. Gott läßt uns manchmal keine äußeren Erfolge sehen, dann aber kommt eine reiche Ernte. Haben wir die Juden mit Jesu Lhristo bekannt gemacht, so müssen wir Gott das weitere überlassen. Die höchste Wahrheit wird durch die innigste Liebe bekannt gemacht. Die Iudenmission, die im Geist der Liebe getrieben wird, ist wesentlich eine Erziehungsarbeit, und eine solche geht langsam voran. Wir wünschen die Juden dahin zu führen, daß sie für sich selbst die ihnen Glück bringende Wahrheit festhalten, aber dann auch Missionare dieser Wahrheit für die Menschheit werden. Noch ein zweiter bischöflicher Festteilnehmer redete zu der zahlreichen Versammlung: der Bischof von Ossory und Ferns. Er verbreitete sich besonders über die ärztliche Mission der Gesellschaft. Nach Ioh. 6, 26 folgten die von IEsu Gespeisten diesem nicht deshalb nach, weil das Mahl ein Wunder, sondern weil das Wunder ein Mahl war. Dennoch verzichtete der HEiland nicht auf die Fürsorge für leibliche Notstände, da er so zugleich der geistlichen