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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 6 (1900) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
6 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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^5 Julius Johannes Wilhelm an. Am 29. Dezember desselben Jahres vermählte er sich in Middelfart auf Fünen mit einer Tochter des Generals v. Schröter, die, wie es scheint, auf sein Glaubensleben keinen günstigen Einfluß ausübte, In den folgenden (0 Jahren weilte das paar an verschiedenen Orten Schleswig-Holsteins. Die Graveurkunst des Mannes, aber auch seine dichterischen Leistungen beschafften den nötigen Lebensunterhalt. (836 ließen sich die Gatten in Hamburg nieder. Frau Aöbner unterrichtete hier Waisenkinder im Strohflechten, einer Arbeit, auf welche ihr Mann in einer gekrönten Preisschrift nachdrücklich hingewiesen hatte. Nicht lange nach ihrer Ankunft wurde die Familie mit dem Baptistenprediger Oncken bekannt, der in der Nähe ihrer Wohnung seine Versammlungen abhielt. Aöbner wurde durch Ducken aus dem weltförmigen Leben, in das er immer mehr hineingeraten war, aufgeweckt. Er schloß sich am (7. Mai (836 der Onckenschen Gemeinde an, wobei er sich noch einmal (durch Untertauchen) taufen ließ. Am 25. November desselben Jahres erwarb er sich das Hamburger Bürgerrecht. Um seiner reichen Gaben willen wurde er trotz seines Widerstrebens bald zum Mitarbeiter von Oncken ernannt. Als solcher unternahm er auch viele Reisen durch Deutschland und die angrenzenden Länder. Wie mündlich, so wirkte er schriftlich für die Ausbreitung seines Glaubens. Mancher Traktat ging aus seiner Feder hervor. (8H0 veröffentlichte er „Harfentöne," ein Gesangbuch, welches teilweise von ihm selbst gedichtete Lieder enthält. Dasselbe gilt von seiner (850 für die Baptistengemeinden herausgegebenen größeren Liedersammlung, dem Werk „Die Glaubensstimme". Ebenso verfaßte er Beiträge für das MH begründete „Missionsblatt der Eoangelifch-Taufgesinnten." (852 übernahm Aöbner, der (8^ von Oncken ordiniert worden war, die Leitung der baptiftischen Gemeinde zu Barmen. (865 wurde er nach Aopenhagen gesandt und hier von der Gemeinde zu ihrem Seelsorger gewählt. Auch für die dänischen Baptisten gab er ein Gesangbuch heraus. Unter den 63^ Liedern sind ((3 von ihm selbst gedichtete. Nachdem er früher schon das Drama „Die Waldenser" geschrieben hatte, verfaßte er jetzt sein größtes Werk, ein Lehrgedicht: „Das Lied von Gott." (868 starb feine Gattin. (875 trat er noch einmal in die Ehe, aber (879 wurde ihm auch die zweite Frau durch den Tod entrissen. In dem letztgenannten Jahr verließ er Aopenhagen, um sich zum zweitenmal der Barmer Gemeinde anzunehmen. Während des zweiten Aufenthalts in Barmen wurden neben kleineren Schriften sein „Liederstrauß" in welchem er (78 Erzeugnisse seiner Dichtkunst darbietet, und „Die Geigerin," eine in verschiedener Hinsicht merkwürdige Erzählung, gedruckt. (883 folgte der immer noch geistesfrische und glaubensfreudige Mann einem Ruf nach Berlin, hier entschlief er aber schon am 2. Februar (88^, nachdem genau einen Monat früher, am 2. Januar, fein Freund Oncken gestorben war. Bei der Leichenfeier, die am 6. Februar stattfand, zeigte es sich noch einmal, welche Verehrung und Liebe Aöbner sich in den Baptistengemeinden erworben hatte. Auch Glieder anderer Airchen schätzten ihn hoch. Die Gemeinschaft mit allen gläubigen Evangelischen

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