Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 5 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 Ich habe mich schon zu sehr an die Finsternis gewöhnt. Das Licht der Gerechtigkeit thut meinen Augen weh. Ich bedarf zuerst der Heilung meiner Ungerechtigkeit, des Heils." Aber das ist's ja, Du armer, trauriger Freund, was Dir in IEsu angeboten wird. Heilung und Heil, die Dir not thun, können Dir in ihm zu teil werden. Schon als sie noch in beschränkter Weise auf Erden leuchtete, umgab sich die Sonne der Gerechtigkeit mit einem Strahlenkranz des Erbarmens. Sie wollte nicht blenden, sondern erquicken. SD, wie hat sie die Mühseligen und Beladenen erquickt! Wie hat sie die Thränen getrocknet, die Seufzer gestillt, die Fragen beantwortet, die Alagen in Jubel verwandelt! Wieviele Rettungswunder hat sie vollbracht! Das größte von allen bestand darin, daß sie verlorenen Söhnen und Töchtern das Vaterhaus, die Vaterarme, das Vaterherz wieder öffnete, daß sie die Sünder wieder in die Gemeinschaft der Gotteskinder einführte. Und der einst geholfen hat, ist immer noch hilfsbereit und hilfskräftig. Heil ist auch heute bei ihm zu finden. Auch heute können die Strahlen der Sonne der Gerechtigkeit dunkle Herzen erleuchten, kalte erwärmen, harte erweichen, tote beleben. Ja, auch heute können sie gerechtmachen und dann den Gerechten die Gewißheit geben, daß sie selbst einmal leuchten werden wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Ist das nicht die herrlichste Erfüllung des Wunsches, den der zweite Teil des Aaronitischen Segens enthält: „Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig?" Ls ist Gottes Wohlgefallen gewesen, in Thristo die ganze Fülle der göttlichen Lebenskräfte wohnen zu lassen, um durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen. Thristus sollte nach der Adventsbotschaft Sacharias nicht nur ein Gerechter, sondern zugleich ein Helfer sein. Er konnte dies fein, weil er jenes war. Das Sonnenreich aber wird begrenzt von der Gottesfurcht. Für die Gottesfürchtige» war der Weissagung gemäß Heilung da, als die Sonne der Gerechtigkeit zuerst auf Erden strahlte. Während der Tag des HErrn für die Gottlosen ein stürmischer und wolkichter Tag war, ihnen Feuer und Schwefel, Blut und Tod brachte (man denke an die Zerstörung Jerusalems!), durften IEsu Jünger und Iüngerinnen den Segen dieses Tages genießen. Als Beispiele der Gottesfurcht, die zum Gottessohn führte, seien Nathanael, der rechte Israelit, und die beiden heidnischen Hauptleute von Aapernaum und Läsarea genannt. Im Hause des zweiten von diesen Uriegern sprach jDetrus: „Nun erkenne ich in Wahrheit, daß Gott die jDerson nicht ansieht, sondern in allerlei Volk ist ihm annehmbar, wer ihn fürchtet und rechtthut." Das ruft der Apostel auch in unsere Tage herein. Folge deinem Gewissen, wenn es sich an Gottes Gesetz bindet! Wenn du dich bestrebst, den göttlichen Willen zu thun, wirst du den göttlichen Ursprung der Lehre IEsu erkennen und dich genötigt sehen, dem Reiche IEsu beizutreten. Wer von Gott ist, hört Gottes Wort. Wer die Wahrheit thut, kommt ans Licht. Wie aber das Sonnenreich Maleachis in den Herzen durch die Gottesfurcht begründet wird, so wird es auch durch sie erhalten: die Bestätigung einer allgemeinen Wahrheit, auf die schon ein römischer Schriftsteller hinwies. Die