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Dibre Emeth · 1900-01-01 · 4 (1900) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
56 (1900)
Issue
4 (1900)
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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31 gingen sie in ihre Heimat zurück. Wir aber reisten nach Debra Tabor. Wir besuchten unterwegs noch die Gläubigen in Sadschar und Tababüri und verweilten etliche Tage bei ihnen. Nach 30 tägiger Reise kamen wir in Debra Tabor an. Wir fanden, Gott sei Dank, alle wohl. Abends versammelten wir uns, lasen den 138. Psalm und dankten Gott für alles, was Er an und durch uns gethan hatte. Später unterrichtete ich 2 Falaschas, die mich besuchten, 8 Tage lang und versah sie mit Büchern. Sie sind nicht ferne vom Reiche Gottes, aber niemand kommt zum Sohn, es ziehe ihn denn der Vater. Ich habe großes Heimweh nach Ihnen. Ihr Rat käme uns oft zu statten, und unser Glaube wäre eines Zuspruchs bedürftig. Beten Sie oft für Ihren Sie innig liebenden, unter viel Trübsal kämpfenden Sohn Hiob Negusie. Debra Tabor, den 27. August I898. Zum Nachdenken. Der neue Bund hat keine Bedingungen, die voraus von denen erfüllt werden müßten, welche etwas von den Verheißungen dieses Bundes erlangen wollen. Alle Bedingungen sind schon vollkommen erfüllt. Der Stifter unseres Bundes hat Gehorsam geleistet bis in den Tod und die Reinigung unserer Sünden durch sich selbst gemacht. Lr hat alles durch sich selbst ausgerichtet. Nun wird's uns als ein Lrbe testamentlich angeboten. Wir bürfen keinem Menschen die allergeringste Klausel daran hängen, wenn wir ihm das Testament der ewigen Gnade zu seinem peile verkündigen wollen. Darum wird uns im Lvangelio nichts vorgehalten als nur der Glaube, und zwar wiederum nicht als ein Beding, auf dessen Beschaffenheit die Sache gesetzt wäre, sondern daß wir zuversichtlich gleichsam die pand ausstrecken und annehmen, was uns angeboten und darein gelegt wird. Das ist der Preis des Reichtums der freien Gnade. (F. <£. Steinhofer.) 2. Ls ist eine traurige Thatsache, daß es Christen giebt, welche ihren besten Schatz, ihren Glauben an den perrn JLsum, beinabe ebenso vorsichtig verbergen wie andere ihre Sünde, weil sie so mutlos zurückhalten mit ihrem Zeugnis von dem, was sie an JLsu haben, deshalb wird den Ungläubigen und den Verächtern so oft das Feld geräumt, wenn man das Wort des PLrrn treuer beherzigte: „Ihr sollt auch zeugen von mir", wie oft würde wohl dem Reiche Gottes Bahn gebrochen zu den Kerzen derer, welche ihm nun fremd und fern bleiben! (Der Nachbar.) 3. Die Liebe zieht keine Grenzen. Sie spricht nicht: Bis hieher will ich helfen, bis hieher will ich beten, darüber hinaus reicht weder meine pand noch mein perz. Die Fürbitte der wahren Nächstenliebe ist allemal auch eine Missionsbitte: Dein Reich komme zu uns und zu allen Menschen. Alle Werke und Anstalten der innern und äußern Mission, Pelden und Juden. Gefallene, verwahrloste, Gefangene, alle Menschen, groß und klein, sollen Dir befohlen sein! So lernen schon die Kmder beten. So wollen auch wir Alten beten. (Pfarrhaus.) Kleine Wisstonszeiürng. Der *898 vom Leipziger Lentralverein f. M. u. I. entsandte dritte galizische Missionsarbeiter, Schweißer in Brody, dankt Gott für die freundliche Aufnahme, die er bei seinen Missionsgängen fast immer findet. In einem jüdischen Beihause veranlaßte ihn der armselige Zustand desselben, von Israels Lage in der Verbannung zu reden und sodann auf den Messias hinzuweisen. Pier gedachte einer der Zuhörer der jüdischen Überlieferung, daß der Messias vor vielen Jahrhunderten in Egypten geboren, aber wieder in den Fimmel zurückgekehrt sei, da er keine Frömmigkeit und keinen Gehorsam gegen das Gesetz gefunden habe. An diese Bemerkung knüpfte nun der Missionar eine Darlegung des wahren Sachverhalts an. Lr verkündigte den Versammelten, daß nur der Glaube an ben getöteten und auferstandenen Messias, der das ewig giltige Opfer für die Sünden dargebracht habe, Israel helfen

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