Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 56 (1900)
- Issue
- 4 (1900)
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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29 dreitägigem Aufenthalt kehrten wir nach Debra Tabor zurück. Die Frau 'ging mit uns. Ich unterrichtete sie noch 8 Tage im Worte Gottes. Dann wurde sie getauft. Dankbar und fröhlich kehrte sie in ihre Heimat zurück. Am 2^. V<Xa\ begaben wir uns wieder auf die Reife. Abends erreichten wir Tababüri. Auf die Bitte der Gläubigen an diesem Ort blieben wir einen Tag. Wir stärkten sie durch das Wort Gottes und Gebet. Von dort kamen wir nach Sadscher. Die Gläubigen empfingen uns mit Freuden. Bis tief in die Nacht redeten wir mit ihnen über unfern Heils- und Aampfeslauf und beteten zusammen. Am folgenden Tag erreichten wir Bida. Hier fanden wir einen jungen Wann, der früher unsere Schule in Abuna Harra besuchte. Er hatte große Freude, nahm uns in fein Haus auf, gab uns zu essen und zu trinken und beherbergte uns. Auf feine Bitte gaben wir ihm einen Psalter. Da der Weg vor uns unsicher war, begleitete uns der Vater des jungen Mannes. Der Weg führte uns durch eine grausige Wildnis, die sich als Aufenthaltsort für wilde Tiere und Räuber recht eignet. Nach Überwindung vieler Schwierigkeiten erreichten wir den Nil, der sehr breit ist. In Ermangelung eines Bootes schwammen wir über den Fluß hinüber. Unser Begleiter kehrte zurück. Wir sagten dem guten Mann, der in der That ein Gläubiger ist: „Gott lohne und vergelte Dir Deine Liebe und Mühe!" Im fremden, unbekannten Lande pilgerten wir weiter, verloren bald den Weg und kamen in große Verlegenheit. Endlich entdeckten wir Hirten mit ihren Herden. Wir gingen zu ihnen, und sie zeigten uns den rechten Weg. Abends erreichten wir das Dorf Maqual. Hier fanden wir Gläubige und Falafchas. Die ersteren nahmen uns mit Freuden auf. Wir lasen mit ihnen die Bibel und beteten mit ihnen. Es sind sehr liebe Christen. Am folgenden Tag wollten wir die Falafchas besuchen. Die proselyten aber sagten: „Bleibet bei uns! Wir wollen die Falafchas einladen, zu uns zu kommen". Männer und Frauen folgten der Einladung. Wir öffneten unsere Bibel und lasen ihnen aus dem A. T. alle mefsianischen Verheißungen vor, wobei wir ihnen zeigten, wie Christus vom Himmel kam, um uns Sünder zu erlösen. Eine Falaschafrau sagte: „Lasset mich recht nahe bei Euch sitzen, damit ich alles höre und verstehe". Sie war eine Marienseele, die das gute Teil erwählte. Am Abend kehrten die Falafchas in ihre Wohnungen zurück. Wir lasen und erklärten ihnen noch Hes. 3, \7—2\. Am folgenden Morgen besuchten wir die Falafchas. Wir verkündigten ihnen IEsum, den Gekreuzigten und Auferstandenen, etwa 2 Stunden lang. Darnach begaben wir uns auf die Weiterreise. Ein Gläubiger zeigte uns den Weg und brachte uns in die Stadt Ibaba in der Provinz Metscha. Hier fanden wir einen uns bekannten Gläubigen, einen Gelehrten. Er nahm uns mit viel Liebe in sein Haus auf und beherbergte uns. Wir lasen Gottes Wort und beteten zusammen. Am folgenden Tag begleitete er uns mit viel Liebe. Eine Frau erbot sich, uns als Führerin zu dienen. Sie sagte: „Um des Reiches Gottes willen, das ick) zu ererben hoffe,